Bauen wird wieder teurer

Zinsen für Baukredite werden aktuell wieder teurer, Experten wollen aber noch keinen Trend erkennen. Renditen zum Beispiel steigen noch nicht. Im Vergleich zu den letzten Jahren sind die Bauzinsen allerdings noch immer verlockend günstig.


Grafik Der Präsident der Bauen wird wieder teurerEuropäischen Zentralbank hat dieses Woche in Frankfurt bei der Ratssitzung für Furore gesorgt. Mario Draghi sagte, man müsse mit Phasen höherer Kursauschläge bei Staatsanleihen rechnen. Die Inflation hat in der Eurozone auf 0,3 Prozent angezogen und die EZB wird nicht eingreifen.

Die Finanzmärkte haben auf de Entwicklung drastisch reagiert, Bundesanleihen sind gestiegen, kurzzeitig auf über 1 Prozent und haben sich auf 0,87 Prozent eingependelt. Anleger hoffen nun auf die Zinswende, darauf dass es für Sparer und vorallem Festgeld wieder mehr Zinsen gibt.

Experten können keine wirklichen Gründe nennen!

Finanzexperten können keine wirklich Gründe für den Anstieg nennen. Auch in Spanien und Italien sind Renditesprünge bei den Staatsanleihen zu verzeichnen. Anfang Mai lagen diese noch bei 0,05 Prozent und fanden sich Mitte Mai bei 0,77 Prozent. Die Zinsen für Sparer liegen allerdings noch immer bei einem extrem niedrigen Niveau.

Bauherren sollen keine voreilige Reaktion zeigen, auch wenn das Baugeld sichtlich teurer wird. (Siehe dazu http://www.guenstigerkreditvergleich.com/baufinanzierung/)

Renditewende nicht zu erkennen

Die Eurozone hat sich entgegen der Erwarten erstaunlich schnell in den positiven Bereich gesteigert. Das Thema Deflation ist damit zunächst vom Tisch. Experten sehen Bundesanleihen weiter als schwankend und eine Erhöhung der Leitzinsen sei vor 2017 nicht zu erwarten.

Wandel beim Sparen in weiter Ferne

Mit dem gleichbleibenden Leitzins, ist auch für Sparer kein Wandel absehbar. Kredit- und Einlagezinsen liegen in Deutschland schon seit Monaten bei einem Rekordtief. Im Schnitt liegt das Festgeld für ein Jahr bei 0,4 Prozent. Viele Banken bewegen sich allerdings auch nur bei 0,2 Prozent. In Zahlen gesprochen erhalten Anleger für 25.000 Euro lediglich einen Zins von 50 Euro am Ende des Jahres. Vereinzelt gibt es auch Angebote die eine 1-Prozent Verzinsung bieten, womit immerhin 250 Euro am Ende des Jahres auf der Habenseite stehen.

Auch bei anderen Anlagemöglichkeiten wie dem Tagesgeldkonto bewegt sich der Zins nur bei 0,43 Prozent. Beim Ratenkredit und dem Dispo sind auch keine Zinserhöhungen zu erwarten, da diese von den Banken nicht über Anleihen sondern Anlagen finanziert werden. Diese Geldquelle ist auch für die Banken weiterhin günstig.

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