Die Phasen in der Glücksspielsucht!

Selten Thematisiert, aber lange nicht so selten wie allgemein vermutet ist die Glücksspielsucht. Diese Sucht unterteilt sich laut Experten in drei verschiedene Phasen, von Phase zu Phase wird das Suchtverhalten schlimmer. Nach Möglichkeit sollten Betroffene, oder das Umfeld der Betroffenen schon in der Frühphase aktiv werden.


Wie auch bei anderen Suchtarten, entwickelt sich Sucht im Glücksspieldas Suchtverhalten im Glücksspiel sehr schnell. Aus einer starken Anziehung wird dann eine echte Sucht, die psychologisch fest verankert ist und schwer bekämpfbar. Deshalb raten Psychologen schon bei den ersten Anzeichen einer starken Anziehung zum Glücksspiel auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. Wer die Anzeichen der drei Phasen kennt, kann auch erkennen, ob ein Bekannter betroffen ist und im Notfall einschreiten.

Phase 1

In der ersten Phase lernt der Spieler das Spiel kennen. Er verbringt ausschließlich seine Freizeit mit dem Glücksspiel. Mit der Zeit findet sich der Spieler immer besser mit dem Spiel zurecht. Die gemachten Verluste können noch durch privates Einkommen gedeckt werden. In dieser Phase ist die aufkommende Sucht schwer erkennbar und speziell für Außenstehende quasi garnicht zu identifizieren.

Phase 2

Kritisch wird es dann in der zweiten Phase. Das Glücksspiel wird langsam aber sicher zum Lebensmittelpunkt. In dieser sogenannten Verlustphase wird immer mehr Zeit zum Spielen aufgewendet und es müssen höhere Limits her, um größere Gewinne zu ermöglichen, die den Gewöhnungseffekt ausgleichen sollen. Spieler fragen in dieser Phase im nahen Umfeld häufig nach Geld. In den meisten Fällen wird hier wegen den Gründen gelogen und erste Probleme mit Familie oder Freunden treten auf.

Phase 3

In der letzten Phase verliert der Spieler vollkommen die Kontrolle. Verluste werden ausgeblendet und das Spiel hat längst den Lebensmittelpunkt eingenommen. Nicht selten sind die Betroffenen in dieser Phase von Freunden schon lange isoliert. Die Spirale aus gemachten Schulden und der bestehenden Sucht dreht sich unaufhörlich.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind im Jahr 2013 circa 438.000 Menschen von pathologischem Glücksspielverhalten betroffen. Besonders stark betroffen sind 18 bis 20 Jährige die 9,2 Prozent der Spieler ausmachen. Leicht abnehmende Zahlen werden beim 6 aus 49 Lotto festgestellt, dafür steigt die Zahl der Geldautomatenspieler stetig an.

Wie kann geholfen werden?

Wichtig ist zunächst festzustellen, dass ein untypisches Spielverhalten vorliegt. Denn nicht jeder der sich am Glückspiel erfreut, hat ein Problem. Das Ausmaß ist entscheidend. Es gibt verschiedene Vereine und Initiativen die Betroffenen Unterstützung bieten können. Eine der wichtigsten Anlaufstellen finden Sie hier: www.spielen-mit-verantwortung.de.
Eine andere Adresse können Psychologen sein, die sich auf Suchtverhalten spezialisiert haben.

Quellen:
www.bzga.de
www.onlinecasinofuchs.de

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