"Hallo Ü-Wagen" in Oberhausen

Eine Radio-Legende lebt und macht Station im Ruhrgebiet: "Hallo Ü-Wagen" kommt am 02. Oktober mit dem Thema "Spaltend: Das neue Energiekonzept" nach Oberhausen. Dort wird dann wieder mit Fachleuten und interessierten Bürgern diskutiert.


Archiv: 11.06.2010 [ruhr-guide] Legendär ist er, der "Ü-Wagen" des WDR. Viele Jahre gab Carmen Thomas der "Hallo Ü-Wagen" im RuhrgebietSendung "Hallo Ü-Wagen" ein Gesicht, besser gesagt eine Stimme. Legendär ist auch ihre Sendung über Urin, ein nach ihrer Meinung ganz besonderer Saft. Inzwischen haben Moderatorin und Sendeplatz gewechselt – heute steht Julitta Münch vor dem Ü-Wagen und die Sendung läuft nicht mehr auf WDR 2, sondern auf WDR 5, ihrem Konzept ist die erste Mitmach-Sendung im deutschen Radio aber immer treu geblieben:

Jeden Samstag macht der Ü-Wagen auf einem anderen Marktplatz in NRW Station und bietet den Bürgern ein Forum, jeweils von 11.05 bis 13.00 Uhr auf WDR 5. Gleichberechtigt sprechen Publikum, Gäste und Fachleute über Themen, die Hörerinnen und Hörer vorgeschlagen haben, weil sie ihre Alltagswelt betreffen. Bürgernah, ungefiltert und ohne Effekthascherei können hier alle mitreden, ob über Globalisierung, "Hallo Ü-Wagen" im Ruhrgebiet Ganztagsschulen oder den "grünen Daumen", über Apfelsaft, Abnehmen oder Politikerdiäten. Und das nun schon seit dreißig Jahren! Und das erstaunlichste dabei: alle werden ernst genommen, keiner belächelt oder verspottet. Mit Wärme, Witz, Intelligenz und Respekt nimmt sich die Moderatorin Julitta Münch der Sorgen der Bürger an.


WDR 5, Samstag, 2.10.2010, 11.05 - 13.00 Uhr
WDR 5, Sonntag, 3.10.2010, 4.05 - 6.00 Uhr

„Spaltend: Das neue Energiekonzept“

Live und öffentlich aus Oberhausen, Marktstraße / Stockmannstraße
88,8 MHz
Moderation Julitta Münch

„Eine Revolution“, „epochal“, „ein Meilenstein“. So bewertete die Bundesregierung das von ihr im September vorgelegte Energiekonzept. Einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaverträglichkeit sollte es leisten und die Erneuerbaren Energien dereinst zur „tragenden Säule“ der Energieversorgung befördern. Doch zahlreiche Gegner kritisieren vor allem die als Kern des Programms empfundene Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke. Die 17 deutschen Atommeiler sollen nämlich im Durchschnitt 12 Jahre länger laufen, als die rot-grüne Bundesregierung 2002 mit ihrem Ausstiegsbeschluss festgelegt hatte. Energiewissenschaftler sprechen von einer Rolle rückwärts, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien nachhaltig hemmen könnte. Noch ist die Umsetzung des schwarz-gelben Energiekonzepts alles andere als sicher. Ist der Bundesrat zustimmungspflichtig? Werden einzelne Länder oder Bundestagsabgeordnete klagen? Würde eine mögliche neue Bundesregierung ab 2013 das Konzept wieder kippen? Jenseits all dieser Unabwägbarkeiten: Gibt es tatsächlich gewichtige Argumente zur Laufzeitverlängerung? Wie können Erneuerbare Energien und Klimaschutz am besten weiter voran gebracht werden? Und was wollen wir uns das alles kosten lassen? Julitta Münch diskutiert auf und vor dem Ü-Wagen mit Fachleuten und dem Publikum.

(pj)

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