pro Ruhrgebiet verurteilt rechtsradikales Gedankengut

Der Verein pro Ruhrgebiet sieht seinen guten Namen verunglimpft. Nach Presseberichten versucht derzeit eine als Bürgerbewegung getarnte rechtradikale Partei unter dem Titel pro NRW Fuß zu fassen.


Seit 26 Jahren arbeitet der Verein pro Ruhrgebiet für das Miteinander der Menschen in der Metropole Ruhr. Dafür stehen 350 Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten, die sich für das Wohlergehen der Region einsetzen. "Die Menschen im Ruhrgebiet wissen, dass sich Integration und Toleranz gegenseitig bedingen", so sein Geschäftsführer Dr. Roland Kirchhof. "Wir können stolz darauf sein, dass der Strukturwandel in der Region mit der längsten und intensivsten Migrationsgeschichte Deutschlands bis heute ohne große soziale Verwerfungen und ohne Krawalle, wie sie gegenwärtig in Frankreich zu beobachten sind, vonstatten gegangen ist." Das hänge auch damit zusammen, dass sich die Menschen an der Ruhr nicht durch rechtsradikale Scharfmacher beirren ließen. Selbstverständlich hätten Muslime ihren Platz im Ruhrgebiet.

Wenn die Meldungen zuträfen, dass sich jetzt eine neue Partei als scheinbare Bürgerbewegung pro NRW benenne, die sich ganz bewusst antitolerant gebe und die Religionsfreiheit nicht achte, so sei dies eine Beschmutzung des ehrenwerten Namens pro Ruhrgebiet.

Der Verein pro Ruhrgebiet setzt sich seit über 26 Jahren aktiv für den Strukturwandel und die Modernisierung der Region ein. Immer wieder führt er die Akteure aus Politik und Wirtschaft zusammen und ermöglicht den Meinungsaustausch auf breiter Ebene. Der Verein wird derzeit von 350 Mitgliedern unterstützt. Den Vorsitz des Vereins pro Ruhrgebiet hat seit Januar 2007 Helmut an de Meulen, Geschäftsführender Gesellschafter der Materna GmbH Information & Communications, Dortmund. Geschäftsführer ist Rechtsanwalt Dr. Roland Kirchhof.
Rechtsradikale seien in Wahrheit nicht "pro" sondern "contra": Gegen ein gedeihliches Zusammenleben, gegen die Akzeptanz von Andersgläubigen, gegen Ausländer und Zugewanderte und gegen gemeinsame Anstrengungen für unsere Zukunft. Das zeige die Website der sog. Bürgerbewegung. Diese habe als Logo das bekannte Verbotsverkehrszeichen (Roter Kreis auf weißem Grund) mit dem Bild einer Moschee hinterlegt, das durch einen roten Balken durchgestrichen ist.

Als Metropole Ruhr, so pro Ruhrgebiet, müssten wir noch stärker als bisher auf Internationalität und internationale Kontakte und Austauschbeziehungen setzen. Nur das sei einer europäischen Metropole angemessen. Rechtsradikales Gedankengut würde genau diese Bestrebungen vereiteln.

Für pro Ruhrgebiet wird diese Art von Contra-Propaganda Anlass sein, die Bedeutung von Integration und Toleranz für eine erfolgreiche Zukunft der Metropole Ruhr heraus zu stellen. Der Verein hat den Wunsch, dabei mit vielen anderen Organisationen, die gleicher Auffassung sind, zusammen zu arbeiten.

Quelle: pro Ruhrgebiet. Foto: pro Ruhrgebiet/Dr. Kirchhof

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