DM im Rollstuhlbasketball

DM im Rollstuhlbasketball: Bochum misslingt Titelverteidigung. Landesauswahl aus Hessen besiegt die SG Niedersachsen beim Endspiel in der Bochumer Rundsporthalle - Sportlerinnen loben gute Turnierorganisation!


(JBH). Finale der Favoritinnen:Strahlende Sieger: Die Spielerinnen der Landesauswahl aus Hessen
freuen sich mit ihrem Trainer Horst Rödig über den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Im Endspiel der Deutschen Meisterschaften der Frauen im Rollstuhlbasketball setzte sich am Sonntag, 25. Mai, die Landesauswahl aus Hessen gegen die SG Niedersachsen durch. Der Endstand beim Finale in der Bochumer Rundsporthalle: 66 zu 52 für die Sportlerinnen aus Hessen. Für das Team des Gastgebers RTB Uni Bochum verlief das Turnier weniger erfolgreich. Von insgesamt sechs Teams landete die Mannschaft auf dem letzten Platz - und verpasste damit die Titelverteidigung.

"Wir sind in diesem Jahr erstmals ausschließlich mit Bochumer Spielerinnen angetreten und haben bewusst auf die Unterstützung von Nationalspielerinnen verzichtet", sagt Trainer Wilfried Klein. "Wir haben unser Bestes gegeben. Leider hat es gegen die anderen, deutlich stärker besetzten Teams nicht gereicht. Enttäuscht sind wir aber trotzdem nicht."

Revanche im Finale

Im Finale der Deutschen Meisterschaften standen sich mit den Landesauswahlen
Rollstuhlbasketball fördert Integration
Wie kaum eine andere Sportart fördert der Rollstuhlbasketball die Integration zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen. In den einzelnen Mannschaften spielen Sportler mit und ohne Handicaps gemeinsam. Ein Klassifizierungssystem sorgt für einen Ausgleich zwischen stärker eingeschränkten Teams und Mannschaften mit weniger körperlichen Handicaps: Jede Spielerin erhält je nach Behinderung eine Anzahl von Punkten - je stärker die Behinderung, desto niedriger die Punktzahl. Gemeinsam dürfen die fünf Feldspielerinnen dann eine bestimmte Punktzahl nicht überschreiten.
aus Hessen und Niedersachen zwei Mannschaften mit den besten Rohlstuhlbasketballerinnen Deutschlands gegenüber. Im Vorrundenspiel der beiden Teams hatte sich Niedersachsen deutlich mit 56:43 durchgesetzt - im Endspiel gelang Hessen dann die Revanche. "Wir waren nach der Vorrundenniederlage hoch motiviert", sagt Trainer Horst Rödig. "Wir haben im Finale gut verteidigt - das war am Ende ausschlaggebend für den Erfolg."

Bochum - eine sportbegeisterte Stadt

Bei der Siegerehrung lobten die Spielerinnen und Betreuer - allen voran Holger Glinicki, der Nationaltrainer der Frauen im Rollstuhlbasketball - die gute Organisation des Turniers: "Bochum ist eine sportbegeisterte Stadt, das hat man an der tollen Atmosphäre wieder einmal gemerkt." Insgesamt schauten sich rund 300 Zuschauer die Spiele der Rollstuhlbasketballerinnen in der Rundsporthalle am Ruhr Congress an. Für gute Stimmung sorgten dabei nicht nur die spannenden Spiele, sondern auch die Bochumer Starlets - die Cheerleader der Basketballer des BG Südpark Bochum. Bereits zum 6. Mal war Bochum Austragungsort der Deutschenmeisterschaften der Frauen im Rollstuhlbasketball - traditionell richtet der aktuelle Deutsche Meister das nächste Turnier aus.

Fotos: Armin Diekmann

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