Ruhrtriennale 2011

News-Archiv: News vom 5.5.2011 - Bochum (idr). In der Jahrhunderthalle Bochum stellte heute (5. Mai) Intendant Willy Decker das Programm seiner dritten Spielzeit für die Ruhrtriennale vor. Das Festival zeigt vom 26. August bis 9. Oktober 34 Produktionen mit über 130 Vorstellungen in Bochum, Duisburg, Essen, Gladbeck und Oberhausen. Auf der Suche nach den Urmomenten künstlerischer und religiöser Inspiration widmet sich die Ruhrtriennale 2011 nach der Erforschung der Kultur des Judentums und des Islams dem Buddhismus. Der Buddhismus stellt die Überwindung des Ichs als Voraussetzung für bedingungslose Mitmenschlichkeit und absolute Gewaltlosigkeit in den Mittelpunkt. Daher nimmt beispielsweise das Königreich Bhutan als Modell eines real existierenden Staates mit Fokus auf die Philosophie des Buddhismus besonderen Raum im Programm ein. Neben nationalen und internationalen Gastspielen bietet die Triennale Lesungen, Symposien, Konzerte, Aktionen und Ausstellungen. Intendant Willy Decker inszeniert die Eröffnungspremiere Tristan und Isolde, Richard Wagners Adaption der keltischen Sage, die von Liebe und Tod handelt. Nurkan Erpulat und Jens Hillje mit dem Ensemble des Deutschen Theaters Berlin widmen sich der Dramatisierung von Franz Kafkas Romanfragment "Das Schloss" und Luk Perceval inszeniert in Gladbeck Macbeth von William Shakespeare in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg. Als Gastspiel aus München kommt Samuel Becketts "Das letzte Band" unter der Regie von Jossi Wieler zur Aufführung. Die im Herbst 2010 entstandene Inszenierung von Luc Bondy - "Les Chaises - Die Stühle" von Eugène Ionesco unterstützt die "Suche nach dem Jetzt" theatralisch. Mit "Buddha goes to Bayreuth" bringt das Chorwerk Ruhr eine Auftragsproduktion für die Ruhrtriennale von Robert Moran zur Erstaufführung. John Cale bringt gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern sein Frühwerk zu Gehör. Weitere Informationen unter www.ruhrtriennale.de

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