Exzess!

News-Archiv: News vom 4.2.2013 - Dortmund (idr). Unter dem Motto "Exzess!" eröffnet am 9. April das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund/Köln. Sechs Tage lang werden in Dortmund Werke von Regisseurinnen aus der gesamten Filmgeschichte präsentiert, die das Festivalthema von ganz unterschiedlichen Seiten angehen. Das Spektrum reicht dabei vom frühen Stummfilm über Raritäten der 60er und 80er Jahre bis hin zu preisgekrönten Dokumentationen.

In "Dialogues with Madwomen" lässt Oscar-Preisträgerin Allie Light sieben Frauen über ihre psychischen Krankheiten sprechen. Shirley Clarkes "The Connection", ein Streifen über eine Gruppe drogenabhängiger Jazzmusiker, gehört zu den Versuchen, für musikalische Exzesse filmische Formen zu finden. Auch schiere Gier und das entfesselte Verhältnis zum Geld sind Varianten des Exzesses, die in vielen Dokumentarfilmen dargestellt werden.

Die Verleugnung des Alters und Alterns sowie die Jagd nach ewiger Schönheit sind Thema einer ganzen Reihe. Im Rahmen des Stummfilmprogramms "Böse Frauen" werden Beispiele aus der frühen Ära des Films gezeigt, in denen die Lust am Bösen gelebt wird.

Der zum zweiten Mal verliehene Dortmunder Ehrenpreis Dokumentarfilm geht an die niederländische Filmemacherin Heddy Honigmann. Sie erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Verdienste um den europäischen Dokumentarfilm. Honigmann, 1951 in Peru geboren, habe "das internationale Dokumentarfilmschaffen um einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil bereichert", so die Jurybegründung.

Empfehlungen