Deutschlandtour der Karmariders startet im Ruhrgebiet

Sie radeln für den guten Zweck durch ganz Deutschland. Fünf Studenten sammeln auf ihrer Strecke von Duisburg über Münster, Hamburg, Berlin, München und Frankfurt zurück bis nach Duisburg Spenden für Kinderhilfsprojekte. Im Oktober geht es dann direkt zu den Projektorten durch die Fußhügel des Himalaya und die Landschaften Nordost-Indiens - natürlich wieder per Rad.


Archiv: 08.08.2008 [ruhr-guide] Die Idee ist so simpel wie genial: "Wer etwas bewegen will, muss sich Deutschlandtour der Karmariders startet im Ruhrgebietselbst bewegen!" Und nach diesem Motto sind die Karmariders unterwegs durch die Lande, radeln von Duisburg aus durch ganz Deutschland mehr als 2.200 Kilometer für den guten Zweck. Dabei ist die Sponsoringfahrradtour vom Ruhrgebiet über das Münsterland nach Hannover bis nach Berlin, von dort nach Leipzig über Weimar nach Nürnberg und München, von Stuttgart nach Mannheim, über Frankfurt nach Koblenz und Düsseldorf und wieder zurück nach Duisburg erst der Anfang.

Die Karmariders suchen für diese Tour 1.000 Mitradler, Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland rührt auch kräftig die Werbetrommel. Los ging es am 30. August, am 30. September, nach 2.202,3 Kilometern sind die Karmariders zurück in Duisburg. Mit dem Wissen, gemeinsam stark zu sein, sollen mit den gefahrenen Kilometern 250.000,- Euro für die Kinder in Nordost-Indien gesammelt werden. Und so kann jeder mitmachen: Jeder Mitfahrer bei dieser größten "Jedermannradtour" durch Deutschland lässt sich von Bekannten, Arbeitgebern, Freunden und Verwandten pro gefahrenen Kilometer sponsorn und stellt dies für die Kinderprojekte zur Mitfahren und Spenden sammeln bei der größten "Jedermannradtour"Verfügung - natürlich muss man nicht die komplette Tour dabei sein, auch Mitfahrer für die Etappen werden gesucht!

Bereits überzeugt haben die erfahrenen Karmariders Schwimmlegende Michael Gross, der bereitwillig die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Zusätzlich haben sich zahlreiche Pfadfindervereine und Schulen entlang der Strecke quer durch die Bundesrepublik bereiterklärt einen großen Teil der Strecke selbst mitzufahren und weitere Freunde und Bekannte für das gemeinsame Erlebnis zu motivieren.

Radtour durch den Nord-Osten Indiens

Wenn die Deutschlandtour geschafft ist, war dies nur die erste Etappe für die Karmariders. Vom 15. Oktober bis zum 7. Dezember 2008 werden sich die fünf Studenten der Herausforderung einer 2500 Kilometer-Radtour durch den Nord-Osten Indiens stellen. Dort werden sie die Stiftung Childaid Network beim Aufbau von Schulen und Kinderheimen vor Ort unterstützen. "Für die Berge müssen wir noch kräftig trainieren," erklärt Tobias Schüppen, der Koordinator der Gruppe.

Die Missstände der Region rund um das Flusstal des Brahmaputra zu beseitigen aber auch auf die kulturelle Vielfalt dieser fast unbekannten Stämme und die Schönheit der Ausläufer des Der Lohn der Strapazen: das Lachen der Kinder. Foto: B. WeisbrodtHimalaya bekannt zu machen, sind die Hauptanliegen der Karmariders. In der von den Indischen Behörden vernachlässigten Bergregion leben fast 40 Millionen Menschen – 90% können weder Lesen noch Schreiben und 40% aller Kinder sterben vor dem 5. Lebensjahr. Auf ihrer Tour durch die Bergregion werden die Karmariders bereits etablierte Hilfsprojekte der Stiftung Childaid Network besuchen, die erradelten Spenden vor Ort abliefern und schließlich selbst feststellen, wie viel sie mit ihrem und dem Beitrag der privaten Mitradler erreicht haben werden. Denn schon mit einhundert Euro kann ein eigens ausgebildeter Lehrer für einen Monat bezahlt und mit Unterrichtsmaterial ausgestattet werden. Zusätzlich werden kleine Bibliotheken eingerichtet und einfache Schulgebäude erbaut. Um die Lebensqualität in diesen Dörfern dauerhaft zu verbessern, werden im Unterricht neben den Vorraussetzungen für eine weiterführende Ausbildung in einer staatlichen High School auch Themen, wie Gesundheitsfürsorge und zukunftsfähige Agrarwirtschaft behandelt. Das Ziel ist also, mit den 250 000 Euro für die 25 geplanten Schulprojekte den Einwohnern der nahezu unbekannten Bergregion Hilfe zur Selbsthilfe zu stellen und damit den Kindern, der hoffnungslos übervölkerten Städte und der von jeglichem Anschluss an die Zivilisation getrennten Bergdörfer eine neue Chance für eine bessere Zukunft zu geben.

Jeder Euro kommt an

Childaid Network arbeitet ausschließlich mit einem Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern. Für die Verwaltungskosten kommen die Stifter und ein Förderkreis auf. So können alle Spenden vollständig an die Projekte weiter gereicht werden.

Mehr Informationen und die Anmeldung gibt es unter www.karmariders.de.

(sl)

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