Beach-Volleyball Masters Essen

Vom 5. bis 8. August 2004 fanden in Essen die Zürich Beach-Volleyball Masters statt. Die besten Beach-Volleyballerinnen und Beach-Volleyballer Deutschlands trafen sich auf dem Kennedyplatz zum Baggern, Pritschen und Fighten um Punkt, Satz und Sieg.

Essen war das einzige City-Turnier der diesjährigen Mastersserie. Die Beach-Anlagen standen wie auch in den vergangenen Jahren auf dem Kennedyplatz, mitten in der Essener Innenstadt. In diesem Jahr wurde nur auf drei Popp und Schneider am Netz bei den Beach-Volleyball Masters in EssenCourts gespielt wird, deswegen mussten auch die Damenteams bereits am Freitag ran. Besonders das Flair der Innenstadt hat das Masters in Essen zu einer beliebten Station auf dem Tourkalender gemacht. Fußgängerzonen umziehen den Kennedyplatz und auch von den zahlreichen Straßencafes lässt sich das einzigartige Beach-Event hervorragend beobachten.

In der Ruhrpott Metropole waren 35 Grad im Schatten keine Ausnahme. “Es ist monsterheiß hier“, sagte Marcus Popp gleich mehrfach in die Fernsehmikrofone und spielte damit auf die drückende Hitze allen voran auf dem windarmen Centre Court an. Essen war das heißeste Turnier in diesem Jahr und für alle Akteure sicherlich eine harte Belastungsprobe.

Kein Team hat die Masters Serie derart dominiert wie Marcus Koreng und Eric Popp. Nach den Turniererfolgen in Zinnowitz und Kühlungsborn, dem zweiten Platz in Fehmarn sowie dem dritten Rang in St. Peter-Ording stand die „Leipziger Männer WG“ auch in Essen wieder ganz oben Koreng und Popp bei der Siegerehrung der Beach-Volleyball Masters in Essenauf dem Treppchen. In einem packenden Finale besiegten sie Julius Brink und Kjell Schneider in drei Sätzen (21:19:19:21,15:12). Auf die Frage, woher sein Team diese Konstanz nimmt antwortete Eric: „Marcus und ich kommen ja aus der Halle und konnten uns somit nicht so gezielt auf die Beach-Saison vorbereiten wie andere Teams. Die Renault Beach Cups waren da ein guter Einstieg, die Masters Serie fing diesmal ja verhältnismäßig spät an. Und gerade weil unser Spiel dann so gut funktionierte hat sich unser Selbstbewusstsein unglaublich gesteigert.“ Im Spiel um Platz drei gewannen Tom Kröger und Kay Matysik gegen das an Position acht gesetzte Duo Michael Schiewe und Ray Wenning in zwei Sätzen (21:13,32:21). Hinter Koreng/Popp weisen Kröger/Matysik damit die zweiterfolgreichste Masters Bilanz für 2004 auf.

Für das Duo Susanne Lahme und Danja Müsch war es eine erfolgreiche Generalprobe für die Olympischen Spiele. Zum einen, weil sie im Damen-Finale in zwei Sätzen (21:15,23:21) über Antje Röder und Ulrike Schmidt triumphierten, zum anderen, weil sie Essen schon einmal auf die Temperaturen in Athen vorbereitet wurden. „Im Hinblick auf Athen waren das perfekte Bedingungen hier“ fasste Danja Müsch treffend zusammen. Dann sollte im Kampf um eine olympische Medaille bei dem Duo ja nicht mehr so viel schief gehen. Den dritten Platz bei den Damen sicherten sich Helke Claasen und Martina Stoof durch einen ungefährdeten Zwei-Satz-Erfolg (21:16,21:16) über die Überraschungs-Halbfinalisten Katrin Holtwick/Maria Kleefisch. Das junge Berliner Duo Kleefisch/Holtwick hatte im Viertelfinale immerhin die an drei gesetzten Brink-Abeler/Jurich ausgeschaltet. Mehr war allerdings nicht drin. „Am Ende des Halbfinales hat uns einfach die Kraft gefehlt“, sagte Maria erschöpft.

Die Zuschauer klatschen begeistert. Unerwartet hatte sich Kjell Schneider bei der Siegerehrung, dass Mikrofon genommen und sprach den Schiedsrichtern ein dickes Lob aus. Er wolle einmal deutlich machen, „dass die Schiedsrichter hier den schwierigsten Job von allen haben. Wir rasten ab und zu aus, aber die Referees müssen immer ruhig bleiben.“ Seine Aussage könne man „ruhig auch als Entschuldigung verstehen.“ Auch Kjell hatte im Laufe des Turniers seine Emotionen nicht immer im Griff gehabt.

Quelle/Rechte www.beach-volleyball.de

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