Bundestagswahlen

News-Archiv: News vom 23.9.2013 - Essen/Metropole Ruhr (idr). Die SPD wurde bei den gestrigen Bundestagswahlen im Ruhrgebiet die mit Abstand stärkste Partei. 39,1 Prozent der Stimmen können die Sozialdemokraten in der Metropole Ruhr auf sich vereinen, 3,2 Prozent mehr als vor vier Jahren. Die CDU bleibt trotz höherer Gewinne (plus 5,5 Prozent) mit einem Stimmenanteil von 32,6 Prozent zweitstärkste Partei.
Das Abschneiden der kleineren Parteien im Ruhrgebiet hingegen liegt im Bundestrend: Die FDP verliert massiv Stimmen (minus 7,5 Prozent) und rutscht auf vier Prozent. Grüne (7,3 Prozent) und Linke (7,1 Prozent) müssen ähnlich wie auf Bundesebene Verluste von 2,1 bzw. 3,4 Prozent hinnehmen. Die neue Partei AfD nahm nur in den beiden Duisburger Wahlkreisen knapp die Fünf-Prozent-Hürde.
In fast allen Stimmbezirken des Ruhrgebietes hat die SPD ihre Kandidaten per Direktwahl in den Bundestag bekommen. Zu den ganz wenigen Ausnahmen gehört der Wahlkreis Essen III, wo sich ein CDU-Politiker bei den Erststimmen durchsetzte.
Insgesamt 3,89 Millionen Menschen in der Metropole Ruhr waren gestern wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,7 Prozent (2009: 69,9 Prozent) und damit niedriger als im Bundes- und NRW-Schnitt, wo mehr als 72 Prozent ihre Stimme abgaben.

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