Essener Zentrums für Türkeistudien

News-Archiv: News vom 29.3.2010 - Essen/Düsseldorf (idr). Lebensverhältnisse und die Einstellung türkeistämmiger Migranten haben sich in den vergangenen Jahren relativ wenig geändert. Das ist das Ergebnis der Mehrthemenbefragung 2009 des Essener Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung, die heute in Düsseldorf vorgestellt wurde. Die Mehrheit der Türkeistämmigen in NRW (60 Prozent) hat keine Rückkehrabsichten mehr. Gut ein Drittel fühlt sich mit beiden Ländern verbunden. Die Mehrheit der Migranten weist eine Mischidentität auf. Im Vergleich zu 2008 haben sich die interkulturellen Freundschaftsbeziehungen intensiviert. Auch die Erfahrung von Diskriminierung wurde seltener genannt als im Jahr zuvor. Die höhere schulische und berufliche Ausbildung der Nachfolgegeneration schlägt sich jedoch nur bedingt in der beruflichen Position nieder. 2009 stand neben Integrationsfragen das Thema Kultur und deren Wirkung auf die Interessen, Gewohnheiten und Bedürfnisse der Türkeistämmigen in NRW im Fokus der Umfrage. Demnach ist das Interesse an Kulturveranstaltungen, vor allem an türkischen, relativ hoch. Bezüglich des Interesses an deutschen Kulturangeboten unterscheiden sich die Gruppen vor allem nach Bildung, jedoch weniger nach Alter oder Generation. Infos: www.zft-online.de, www.mgffi.nrw.de

Empfehlungen