Städte im Ruhrgebiet: Essen

Nähert man sich der Stadt Essen von der A40 offenbart sich die im Ruhrgebiet einzigartige Skyline mit den Konzernzentralen von RWE, RAG und Hochtief AG. Trotz einer rückläufigen Einwohnerzahl von 591.889 (Stand Ende 2001) liegt die Stadt noch vor Dortmund. 2002 feierte Essen das 1150-jährige Jubiläum von Stift und Stadt.

[ruhr-guide] Noch vor der offiziellen Gründung Essens, zwischen 796 und 800, errichtete der spätereEssen - Die Einkaufsstadt! Bischof Liudger von Münster in Werden ein Kloster, das Missionare für die Sachsen heranbilden sollte. 801 begann der Bau der heutigen Propsteikirche St. Ludgerus. Eine Reihe der umliegenden Dörfer entwickelten sich im Laufe der Zeit zu den heutigen Stadtteilen von Essen, so können zu diesem frühen Zeitpunkt der Stadtgeschichte Altenessen, Altendorf, Karnap, Heisingen und Fischlaken bezeugt werden. Dokumenten zufolge hielt König Otto I. im Mai 938 im heutigen Steele einen Hoftag ab und in Rellinghausen wurde im Jahr 998 ein Jungfernstift für die Töchter des niederen Adels gegründet. Mehr zur Stadtgeschichte lesen Sie hier...

Heute ist Essen eine moderne Wirtschafts-, Handels- und Dienstleistungsmetropole und für das gesamte Ruhrgebiet im Wettbewerb um den Titel "Kulturhauptstadt 2010". Aus dem Niedergang des Bergbau und der Schwerindustrie sind zahlreiche Monumente dieses Zeitalters geblieben: Die Zeche Zollverein wurde zusammen mit der Kokerei im Jahr 2001 zum Weltkulturerbe ernannt und damit zum inoffiziellen Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Auch das Colosseum ist ein Relikt des Industriezeitalters und eines des beeindruckendsten Musicaltheater Deutschlands. Das Grillo-Theater in EssenDaneben locken verschiedene Ausstellungsorte, Galerien sowie zahlreiche Museen nach Essen, wie das Museum Folkwang mit seiner beeindruckenden Sammlung deutscher und französischer Malerei und Skulptur des 19. und 20. Jahrhunderts und die Fotografische Sammlung. Stadtgeschichte wird vor allem im Ruhrlandmuseum und im mittelalterlichen Stadtteil Werden erlebbar. In der Innenstadt werden kulturinteressierte Besucher weiterhin fündig: Die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Alte Synagoge verweist auf ein dunkles Kapitel der Essener Stadtgeschichte und ist seit 1980 Gedenkstätte und politisch-historisches Dokumentationsforum. Aalto Opernhaus, Grillo-Theater und Philharmonie – die Stadt Essen schlägt sich in Sachen Kultur selbst.

Der Baldeneysee ist ein Baldeneyseebeliebtes Ziel von Ausflüglern aus dem gesamten Ruhrgebiet und der angrenzenden Regionen. Nicht nur Wassersportler kommen hier voll auf ihre Kosten, auch für Kulturliebhaber ist der Ort reizvoll, liegt hier doch die berühmte Kruppsche Villa Hügel. Freizeitmöglichkeiten bieten darüber hinaus der Grugapark rund um die bekannte Veranstaltungshalle sowie die vielen soziokulturellen Zentren, wie die Zeche Carl in Altenessen. Hier finden neben Comedyabenden und Konzerten auch Ausstellungen und Diskussionen statt. Comedy und Varieté gibt es außerdem im GOP, im Theater Freudenhaus und im Europahaus, wo der aus Funk und Fernsehen bekannte Dr. Stratmann praktiziert.

Und wenn man eines in Essen gut kann, dann ist es essen und ausgehen. Das Angebot an Biergärten, Kneipen, Brauhäusern, Bars, Cafés und Restaurants ist ebenso reichhaltig wie einzigartig, wie es jährlich beim Schlemmerfest "Essen… verwöhnt" gezeigt wird. Gleiches gilt für das Nachtleben, das bereits in den 80er Jahren mit einer sich drehenden Tanzfläche in der legendären Discothek Model Traumwelt von sich reden machte.

(sl)

Empfehlungen