Vollsperrung der A40

News-Archiv: News vom 28.9.2012 - Essen/Gelsenkirchen (idr). Experiment gelungen - so lautet das Fazit des Landesbetriebs Straßen.NRW zur dreimonatigen Vollsperrung der A40 bei Essen. Die Arbeiten werden wie geplant am Wochenende abgeschlossen, spätestens um 5 Uhr am Montagmorgen soll der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen wieder ungehindert über die Autobahn und durch den Tunnel rollen. Bis dahin werden noch Baustellenmarkierungen entfernt, letzte Fugen geschlossen und Reinigungsarbeiten durchgeführt.

Das Konzept hat Vorbildcharakter: Für die Instandsetzung dreier Brücken, die Verbesserung der Sicherheitstechnik im A40-Tunnel, die Fahrbahnsanierung und die Umrüstung auf offenporigen Asphalt war die Autobahn im Bereich des Essener Stadtgebietes für drei Monate voll gesperrt worden. Arbeiten, die im "laufenden Betrieb" über zwei Jahre einzeln abgewickelt worden wären, wurden gebündelt. Im Tunnel wurde dabei rund um die Uhr gearbeitet, auf der Autobahn und an den Brücken im "Zwei-Schicht-Betrieb", damit nachts die Anwohner vom Baustellenlärm verschont blieben. Insgesamt wurden 20 Millionen Euro investiert.

Vor allem das Umleitungskonzept habe dazu geführt, dass alles reibungslos ablief, so Straßen.NRW. Die Verkehrsqualität habe kaum gelitten, obwohl der tägliche Verkehr auf der A52 in Richtung Westen um bis zu 50 Prozent zugenommen hatte und auf der A42 um bis zu elf Prozent. Die durchschnittliche Geschwindigkeit hatte sich dabei auf der A52 um 20 Prozent verringert und auf der A42 um bis zu drei Prozent. Die guten Erfahrungen mit der Vollsperrung sollen jetzt ausgewertet werden. Dabei wird geprüft, inwieweit das Konzept auch auf andere Baustellen übertragbar ist.

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