WR-Redaktionen geschlossen

News-Archiv: News vom 1.2.2013 - Essen (idr). Die WAZ Mediengruppe hat seit heute den Großteil der Redaktionen der Westfälischen Rundschau (WR) im östlichen Ruhrgebiet und Sauerland geschlossen. Die meisten der 120 Redakteure sind freigestellt. Das hat der DJV NRW bestätigt. Trotz der Proteste von Gewerkschaften und Politik in den betroffenen Städten setzt der WAZ-Konzern, zu dem die WR gehört, damit seine Schließungspläne um. Grund dafür sind nach Unternehmensangaben Verluste in Millionenhöhe in den vergangenen Jahren.

Die WR soll als eigenständiger Titel weiter erhalten bleiben; die Inhalte kommen von der Westfalenpost, die ebenfalls zur WAZ Gruppe gehört, vom Content-Desk der WAZ Mediengruppe sowie von drei konkurrierenden Verlagen. Eine Ausnahme sind nach Angaben des DJV die Städte, wo die Westfalenpost in nächster Zeit Lokalredaktionen aufbauen wird. Dort seien die Redakteure noch nicht freigestellt. Die Gewerkschaften haben für morgen (2. Februar) zu einem Trauermarsch vor dem Sitz der Westfälischen Rundschau in Dortmund aufgerufen.

Die Blogger der Ruhrbarone reagieren auf die Redaktionsschließungen und weiten ihr Angebot aus: Sie haben einen Lokalteil eigens für Dortmund gestartet unter www.ruhrbarone-dortmund.de.

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