Anlaufstelle für selbstmordgefährdete Jugendliche

News-Archiv: News vom 13.12.2012 - Gelsenkirchen (idr). Eine digitale Anlaufstelle für selbstmordgefährdete Jugendliche richtet der Caritasverband Gelsenkirchen ein. Hier sollen Kids schnelle Hilfe auf Augenhöhe bekommen, denn die Mails werden von Gleichaltrigen beantwortet. Die sogenannten "Peerberater" leisten ausdrücklich keine therapeutische Arbeit. Vielmehr tauschen sie sich mit den Hilfesuchenden aus, per Mail und anonym.

"Klassische Beratungsangebote werden von Jugendlichen kaum in Anspruch genommen", so Methe Weber Bonsiepen von der Caritas. "Online-Beratung hat sich bei jungen Menschen als gute Kontakt- und Unterstützungsmöglichkeit erwiesen. Das Besondere an unserem Konzept ist, dass die Beratung von Gleichaltrigen vorgenommen wird."

Unterstützung bekommen die jugendlichen Ehrenamtler vom Team der Online- und Familienberatung der Caritas. Alle Anfragen und Antworten werden hier rückgekoppelt. Innerhalb von 48 Stunden soll jede E-Mail beantwortet werden.

Derzeit sucht die Caritas noch Teenager und Jugendliche, die sich ehrenamtlich als Peerberater engagieren wollen. Im Frühjahr werden sie dann professionell auf ihre Aufgabe vorbereitet. Das Online-Angebot soll vor den Sommerferien 2013 starten.

Gelsenkirchen ist eine von bundesweit vier Städten, in denen die Online-Beratung nach dem Vorbild des Freiburger Projekts "U25" aufgebaut werden soll. Die Freiburger Beratungsstelle ist so gefragt, dass derzeit keine neuen Anfragen mehr bearbeitet werden können und das Konzept ausgeweitet wurde. Finanziert wird der Aufbau des Gelsenkirchener Angebots über die Glücksspirale.

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