Das Publikum als Hochzeitsgesellschaft

News-Archiv: News vom 2.3.2012 - Gelsenkirchen (idr). Am Anfang stand die Suche nach einer Inszenierungsform, bei der sich die Grenze zwischen Publikum und Künstlern aufhebt. Bereits in den 1990er Jahren befasste sich der Gelsenkirchener Schauspieler und Musiker Norbert Labatzki zusammen mit Christoph Schlingensief mit dieser Idee, daraus entstanden ist das Projekt "Mazel Tov".

Grundstruktur der Inszenierung ist eine jüdische Hochzeit im 19. Jahrhundert. Das Publikum wird Teil der Festgesellschaft, sitzt mit an der Hochzeitstafel und isst und trinkt. Die Gäste sind - so sie es wollen - nicht nur Zuschauer, sondern können sich in das Geschehen miteinbringen, sie können mitsingen und tanzen. Ganz nebenbei lernen sie jüdische Kultur und jüdisches Brauchtum kennen. Premiere feiert die Inszenierung am 6. Mai auf dem Welterbe Zollverein. Als weitere Station des ungewöhnlichen Projekts steht bereits der Wissenschaftspark Gelsenkirchen fest. Weitere Aufführungen in NRW, Deutschland und Europa sind geplant.

Das Projekt "Mazel Tov" arbeitet u.a. eng mit dem Jüdischen Museum in Berlin, dem Zentralrat der Juden Deutschlands und dem Gelsenkirchener Musiktheater im Revier zusammen.

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