IAT kritisiert Tarifdurcheinander

News-Archiv: News vom 13.8.2012 - Gelsenkirchen (idr). In der Sozialbranche herrscht ein heilloses Tarifwirrwarr, stellt das Institut Arbeit und Technik (IAT) an der Westfälischen Hochschule in seiner aktuellen Studie im Auftrag der Europäischen Kommission fest. Das IAT kritisiert die schlechte Organisation der Arbeitgeber-Arbeitnehmerbeziehung und attestiert dem Wirtschaftsbereich "Sociosclerose", die die Zukunftsfähigkeit der deutschen Sozialwirtschaft bedrohe. 1.430 Tarifverträge und arbeitsrechtliche Vereinbarungen gibt es im Sozialbereich, fast zwei Drittel davon auf der betrieblichen Ebene. Nur die Hälfte der Beschäftigten hat derzeit einen Branchentarifvertrag. Es fehle der Branche an Geschlossenheit und Durchsetzungskraft - nicht nur bei der Suche nach zukunftsfähigen Tarifverträgen, sondern auch bei der Interessenvertretung nach innen und außen.

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