Reha im Ruhrgebiet

Ruhe, Zeit zum Runterkommen, für Entspannung und Stressabbau – Reha-Kuren sind dann gefragt, wenn sonst alles zu viel wird. Sich einmal voll und ganz sich selbst zu widmen und mit Hilfe von Reha-Maßnahmen wieder auf die Beine kommen, das ist vor allem dann gefragt, wenn Krankheiten, Unfälle oder besonders große psychische Belastungen dafür sorgen, dass der Mensch nicht mehr fit genug ist, seinen Alltag zu bewältigen. Rehabilitation soll genau das können und hat deshalb einen wichtigen Stand in der alternden Gesellschaft.


Wellness, Massage, eine schöne Umgebung – aber zeitgleich auch Reha-Kuren sind sehr gefragt, Foto: fotolia.de © krzystofrow #132057654Sport, gezielte Kräftigung, Anstrengung. Eine Reha ist kein Zuckerschlecken, einen Patienten wieder aufzubauen ist harte Arbeit. Aber es ist eine wichtige, denn sie befähigt Menschen dazu, wieder in ihren Beruf zurückzukehren. Über 100.000 Menschen bleiben jedes Jahr arbeitsfähig, weil eine Reha sie vor schlimmerem bewahren konnte: Reha ist ein Wirtschaftsfaktor und sorgt dafür, dass jährlich mehr und mehr generiert und zeitgleich auch regeneriert werden kann. Auch Krankenhausaufenthalte werden durch Reha-Maßnahmen verkürzt. Patienten werden früher entlassen und lieber zur Besserung in die Reha entlassen, als noch länger mit Schmerzmitteln behandelt.

Alltag ohne Schmerzen

Wer jetzt denkt, das nütze nur den Krankenkassen, der liegt falsch. Denn auch der Patient hat etwas davon, wenn er weniger lang im Krankenhaus liegt und stattdessen in der Reha gezielt wieder aufgebaut werden kann. Dabei geht es nicht nur darum, ihn wieder arbeitsfähig zu machen – auch den Alltag angenehm und ohne Schmerzen bestreiten zu können zeugt von Lebensqualität und ist ein Ziel, das den meisten Patienten gemein ist.

Aber nicht nur körperliche Probleme können in der Reha kurativ angegangen werden. Auch und gerade psychische Erkrankungen können in einer stationären Rehabilitation gebessert werden. Die Notwendigkeit dafür steigt Jahr für Jahr, denn die Anforderungen im täglichen Leben sind deutlich gestiegen. Das fördert eine Vielzahl an psychischen Krankheiten, die jedoch auch nach einem längeren Zeitraum nur schwer feststellbar sind. Die Therapieansätze sind vielschichtig, können sowohl aus therapeutischen Gesprächen als auch dem Einsatz von Psychopharmaka bestehen – eine engmaschige Betreuung ist hier jedoch besonders zu empfehlen, was vor allem in einer stationären Reha zu schaffen ist. Gemeinsam können Wege und Maßnahmen erarbeitet werden, die auf den Weg der Besserung führen und auch nach der Reha weiter anzuwenden sind.

Eine schöne Umgebung fördert das Wohlbefinden

Reha-Maßnahmen zur psychischen Rehabilitation sind dabei ungleich länger und teurer als solche bei körperlichen Erkrankungen. Es ist zudem schwierig, das häusliche Umfeld des Patienten so umzustellen, dass eine vollständige Genesung auch von zu Hause aus unterstützt wird.

Wie eine Reha angegangen wird, unterscheidet sich dabei von Fall zu Fall. Manche werden voll und ganz aus ihrem Heimatumfeld herausgezogen, damit durch räumliche Trennung Abstand geschaffen werden kann. Andere hingegen schlafen zu Hause und sind nur für das tägliche Therapiekontingent in der Reha-Klinik vor Ort. Alle haben dabei eins gemein: Durch Anspannung und Entspannung, Übung und Erholung soll der Patient wieder zurück ins Leben geführt werden. Das bedeutet auch, dass Reha-Kliniken vor allem in schönen Umgebungen liegen, den Patienten auch mal einen Spaziergang ermöglichen und allgemein das Wohlgefühl fördern sollen.

Reha-Kliniken in NRW

Auch in NRW gibt es einige Kliniken, die sich auf Reha-Maßnahmen spezialisiert haben. Der Ballungsraum Ruhrgebiet ist dabei quasi prädestiniert für ein hohes Reha-Aufkommen, sind doch grade in der Industrie Arbeitsunfälle keine Seltenheit, auch psychische Krankheiten treten in einem Ballungsraum mit vielen Arbeitsplätzen leicht auf. Die Menschen dann wieder auf den Damm zu bringen und heimatnah zu behandeln, ist ein Anliegen aller Beteiligten. Es ist dabei spannend zu sehen, welch grüne Seiten das Umfeld da zu bieten hat. Denn obwohl grade der Ruhrpott primär mit Industrie in Verbindung gebracht wird, gibt es doch schöne und besonders grüne Ecken in NRW. Von Wuppertal in städtischer Umgebung bis nach Möhnesee, einer Klinik am wunderschönen See gelegen, ist vieles dabei. Manche Orte weisen dabei durchaus so etwas wie Urlaubsflair auf, was zu Spaziergängen, Durchatmen und tatsächlicher Erholung einlädt.

Nordrhein-Westfalen verfügt dabei über einige ausgezeichnete Reha-Kliniken, die sowohl bei psychischen Krankheiten als auch bei körperlichen Erkrankungen weiterhelfen können. Dabei ist allgemein zu sehen, dass die Kliniken unterschiedlichen Betreibern angehören. Eins haben jedoch alle gemein: Ein umfassendes Angebot an verschiedenen Sportarten, Kreativ Kursen und natürlich Gesprächsrunden. Besonders die psychisch ausgerichteten Kliniken betreuen ihre Patienten mit einer Mischung aus therapeutischen, kreativen und sportlichen Ansätzen.

Die einzelnen Klinik Betreiber haben dabei häufig ähnliche Kliniken an unterschiedlichen Standorten. Wie genau sie sich vor Ort unterscheiden und was Patienten im Ruhrgebiet in Anspruch nehmen können, haben wir hier in Anfängen zusammengefasst. NRW ist weit gestreut und so steht es auch um die Kliniken. Patienten haben die Möglichkeit, sowohl heimatnah als auch ferner von zu Hause behandelt zu werden, wobei gerade für die Verwandtschaft ein Aufenthalt in der Nähe doch angenehmer ist. Wie bereits anklang wird das jedoch jeweils von Patient zu Patient unterschieden, denn nicht immer ist ein heimatnaher Aufenthalt sinnvoll, besonders wenn es um psychische Erkrankungen geht. Die Patienten haben dabei durchaus auch ein Wahlrecht, in welcher Klinik sie untergebracht werden möchten. Wenn ihr Wunsch nicht der Sinnhaftigkeit der Therapie entgegensteht, wird dieser in der Regel auch berücksichtigt.

Reha-Kliniken mit Spezialgebiet

Ein schwieriges Spezialgebiet – die psychotherapeutische Therapie – wird vor allem von den Dr. Becker sowie den Helios Kliniken abgedeckt. In Horn-Bad Meinberg gibt es dazu die Dr. Becker Brunnen-Klinik, die sich besonders mit dem psychosomatischen Feld auseinander setzt und auch besonders für Burnout-Patienten vor Ort ist. Auch Depressionen und Angststörungen gehören entsprechend zum Behandlungsfeld.

In der Klinik Juliana, in Wuppertal vom gleichen Betreiber, geht es ebenfalls um psychosomatische Themenfelder. Angststörungen, Burn-Out, Depressionen, Migräne, Schmerz und Tinnitus sind Belastungen unserer Zeit, diese zu kurieren und den Patienten Mittel und Wege an die Hand zu geben, um zukünftig ein angenehmes Leben zu führen, darum geht es auch dort.

Eine der am besten bewerteten Kliniken (Top Reha Klinik Herz, Top Reha Klinik Psyche, ausgezeichnet durch den Focus), findet sich am Möhnesee. Nicht nur mit Blick auf den See ausgestattet, sondern auch direkt dort gelegen, liefert sie Klinik und ihr Umfeld das perfekte Erholungsgebiet. Mit ihrer Gartentherapie setzt sie auch in der Therapie auf natürliche Reize, mit der Psychokardiologie ist sie außerdem auf ein recht neues Feld der Medizin und der Rehabilitation eingestellt.

Weitere in NRW vertretener Betreiber sind beispielsweise die Helios Kliniken. Im Bergischen Land gibt es die Klinik Bergisch-Land, gelegen in der Nähe von Wuppertal. Hier gibt es ergänzend zu den stationären Therapieformen auch das Angebot der ambulanten Psychosomatischen Rehabilitation, was auch hier den Heimvorteil mit einbezieht. Eine andere Klinik des Betreibers Helios findet sich in Bad Berleburg, die Rothaar Klinik. Nicht nur geht es hier um psychosomatische Probleme, sondern auch um Belastungen durch Tinnitus, Schwindel und andere körperliche Beeinträchtigungen. Damit wird aufgefangen, welche psychischen Probleme durch physische Symptome auftreten.

Abgesehen von den hier genannten gibt es natürlich weitere Kliniken in nah und fern, die sich jeweils auf ganz eigene Spezialgebiete verlegt haben. Für Patienten ist es dabei wichtig, jeweils gut untergebracht zu sein und sich in guten Händen zu fühlen. Bei manchen ist das die Heimunterbringung oder die Nähe zum Zuhause, bei anderen wiederum ist es essentiell, dass eine Begleitperson mit in den weit entfernten Reha-Ort kommt und fern aller Stressoren eine Rehabilitation ermöglicht wird. Die Rehaklinik Betreiber weisen immer wieder darauf hin, dass die Patienten auch hier zu ihrem Behandlungserfolg beitragen können, in dem sie ihre Wunschklinik nennen und einen Antrag stellen – mit vielfältigen Faktoren kommt der Patient dann wieder auf die Beine und zurück ins Leben – der Wunsch und das Ziel einer jeden Rehabilitation.

Bild: fotolia.de © krzystofrow #132057654

Empfehlungen