Wissenswertes über die Pulsoxymetrie

"Pulsoxymetrie" - bei dem Begriff kann man sich schon mal einen Knoten in die Zunge reden. Dabei ist das, was dahintersteckt, im Grunde gar nicht so kompliziert. Es geht darum, den Blutsauerstoffgehalt zu messen. Warum aber sollte man das überhaupt tun?

Viele Sportler nutzen Pulsoxymetrie

Wo und wann wird die eingesetzt?

Grafik Eine Pulsoxymetrie durchzuführen kann vielerlei Gründe haben. Verstärkt wird sie beispielsweise bei Narkosen eingesetzt oder dann, wenn ein Patient atmungs- bzw. bewusstseinsbeeinflussende Medikamente einnimmt. Des Weiteren können Ärzte auf diese Weise testen, inwieweit etwa eine Lungenerkrankung oder ein Asthmaanfall zu einem Sauerstoffmangel führen. Und auch bei einem Verdacht auf das sogenannte obstruktive Schlafapnoesyndrom - es handelt sich hierbei um kurze Atemaussetzer im Schlaf - können mittels einer Bestimmung des Blutsauerstoffgehalts die Diagnosestellung und Behandlung exakt durchgeführt werden. Schließlich nutzen vermehrt auch Bergsteiger bzw. -wanderer sowie Extremsportler und Sportflieger die Pulsoxymetrie, um eine drohende Höhenkrankheit rechtzeitig zu erkennen. Wer also in »luftige Höhen« zu steigen gedenkt, tut sicherlich gut daran einen Pulsoximeter mitzunehmen. Mittlerweile kann man diese Geräte auch bequem online erwerben. Beispielsweise finden Sie Pulsoximeter bei medisana. Eine nützliche Zusatzfunktion vieler Pulsoximeter ist ferner, dass sie auch den Puls messen. Vor allem Sportler können so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wie funktioniert die Pulsoxymetrie?

Die Pulsoxymetrie war lange Zeit nur durch die Untersuchung von Blutproben aus einer Schlagader möglich. Erst seit den 1980er Jahren kann die Pulsoxymetrie auch als nicht-invasives Verfahren eingesetzt werden. Dabei wird die Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen. Es geht folglich um die Frage, wie viel Sauerstoff das Hämoglobin (die sogenannten »roten Blutkörperchen«) in sich tragen. In der Regel sind dies 93 bis 99 %. Das Verfahren zur Messung der Sauerstoffsättigung ist indes ein raffiniertes. Gemessen wird die Sättigung nämlich nur indirekt über die Farbe des Blutes. Mit Sauerstoff reich gesättigte rote Blutkörperchen sind hellrot; sie absorbieren somit vor allem rotes Licht. Weniger sauerstoffreiches Blut ist dagegen dunkelrot bis bläulich; es absorbiert insbesondere Infrarotlicht. Ein Pulsoximeter wird bei der Messung etwa auf einen Finger (alternativ gehen auch Ohrläppchen) gesetzt und sendet ein rotes Licht der Wellenlänge 660 sowie ein infrarotes mit der Wellenlänge 940 Nanometer. Auf der anderen Seite des Gerätes ist ein Fotodetektor installiert, der misst, wie viel von dem ausgestrahlten Licht durch den Finger hindurchkommt. Dies ist abhängig davon, wie viel Licht das Gewebe und das Blut indes aufgenommen haben. Hier ist es nun entscheidend, die Differenz zwischen der sogenannten Hintergrund- und Spitzenabsorption zu errechnen. Die Hintergrundabsorption ist immer konstant; sie bezeichnet die Menge des vom Gewebe und venösem Blut aufgenommenen Lichtes. Für die Bestimmung des Blutsauerstoffgehaltes ist allerdings nur das arterielle Blut von Belang. Dies ist jedoch nicht in konstanter Menge in den Arterien vorhanden; die Menge schwankt vielmehr im Rhythmus des Pulsschlages. Zum Zeitpunkt des Pulsschlages befindet sich also am meisten Blut in den Arterien, das somit auch am meisten Licht aufnehmen kann - das nennt man dann die Spitzenabsorption. Der Computer des Pulsoximeters errechnet also die Differenz zwischen der Hintergrund- und Spitzenabsorption und vergleicht die Absorptionswerte des roten und infraroten Lichtes miteinander. Das Ergebnis: Der Sauerstoffgehalt des Hämoglobins. Es empfiehlt sich, die Messung an verschiedenen Körperstellen durchzuführen, da etwa Durchblutungsstörungen, Nagellack oder Nagelpilz die Ergebnisse verfälschen können.

Foto: pixabay, Skitterphoto

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