Blindgängern aus dem 2. Weltkrieg

News-Archiv: News vom 14.8.2012 - Hagen/Düsseldorf (idr). Im Ruhrgebiet liegt nach wie vor eine nicht abschätzbare Zahl an Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Allein im vergangenen Jahr entschärfte der für Westfalen-Lippe zuständige Kampfmittelbeseitigungsdienst in fast 2.500 Vor-Ort-Einsätzen Bomben und kleinere Sprengkörper. Schwerpunkt ist dabei das westfälische Ruhrgebiet, denn die Region war Schwerpunkt der Bombardierungen. "Beinahe die Hälfte aller Luftangriffe in Deutschland wurden in NRW, vor allem eben im Ruhrgebiet geflogen", erklärt Christoph Söbbeler von der für den Kampfmittelräumdienst zuständigen Bezirksregierung Arnsberg. "Es ist unmöglich zu sagen, wieviele Bomben hier noch liegen".
Ähnlich ergeht es den Kampfmittel-Experten in Düsseldorf. Sie sind u.a. für den rheinischen Teil der Metropole Ruhr zuständig. Es sei unmöglich, eine Schätzung der noch im Boden liegenden Blindgänger vorzunehmen, so die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf. Im vergangenen Jahr wurden in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf insgesamt mehr als 110 Bomben entschärft.
Um die Blindgänger zu finden, setzen die Experten aus Hagen und Düsseldorf verstärkt auf die Auswertung von Luftbildern. So waren z.B. lediglich knapp 400 der Einsätze der Hagener Experten im letzten Jahr auf Zufallsfunde zurückzuführen.

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