Außergewöhnliche Kinder suchen Familien

Lea (7 Jahre) lebt in ihrer neuen Familie mit zwei weiteren "Geschwistern" zusammen. Sie isst, spielt und lernt mit ihnen. Mittlerweile hat sie nachts auch keine Albträume mehr. Lea ist eines von rd. 10.000 Kindern in NRW, die in einer Pflegefamilie leben. Gründe dafür gibt es viele. Kinder, die Gewalt und Missbrauch erleben oder stark vernachlässigt werden, müssen häufig, bisweilen auch kurzfristig, aus den Familien herausgenommen werden, um weiteren Schaden von ihnen zu wenden. In manchen Fällen können die Kinder nicht wieder in ihre Ursprungsfamilie zurückkehren. Ob nur für kurze Zeit oder auf Dauer – das Heilpädagogische Kinderheim Hamm des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sucht Familien für eben diese Kinder!


[SPZH] Ein "fremdes" Kind aufzunehmen ist für die gesamte "neue" Familie eine Herausforderung. Die Kinder brauchen Quelle: Sozialpädagogisches Zentrum Herneeinen verlässlichen, familiären Lebensort. Bewerberfamilien sollten sich in einer stabilen Lebenssituation befinden, belastbar und in der Lage sein, sich auf die Bedürfnisse des Kindes einzustellen. Die Familienform ist nicht ausschlaggebend. Auch müssen Bewerber/-innen nicht unbedingt eine pädagogische Berufsausbildung haben. Aber lebenserfahren sollten sie sein und sich wenigstens im Ansatz mit der Erziehung von Kindern beschäftigt haben.
Besonders wichtig ist es für die Kinder, dass die Menschen, mit denen sie leben, Zeit und Raum und vor allem Freude am Zusammenleben mit ihnen haben.

Fachberater und Fachberaterinnen des Sozialpädagogischen Zentrums (SPZ) in Herne unterstützen die Beteiligten bei der Findung und kontinuierlichen Entwicklung ihrer Rolle als die "andere Familie". Dabei reicht die organisatorische Angebotspalette von den Westfälischen Pflegefamilien, den Sonderpädagogischen Pflegestellen über Erziehungsstellen bis zur Familiären Bereitschaftspflege.
Die Angebote und Unterstützungsleistungen werden bei halbjährlich stattfindenden Informationsabenden vorgestellt.
Vor der Aufnahme eines Kindes werden die Familien eingehend auf ihre neue Rolle vorbereitet. Sobald das Kind in der Familie lebt, unterstützt die Fachberatung bei der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den Kontakten zur Herkunftsfamilie sowie in regelmäßigen Beratungsgesprächen, bei Konflikten und in Krisensituationen.

Interessierte können sich telefonisch oder per e-mail melden unter:

SPZ Herne

Vinckestr. 15
44623 Herne
Tel.: 02323-14779-0
e-mail: sandra.lahme@lwl.org

Quelle: Sozialpädagogisches Zentrum Herne

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