Städte im Ruhrgebiet: Moers

Moers gehört seit 1975 zum Kreis Wesel und liegt am unteren Niederrhein im westlichen Ruhrgebiet. "Drehscheibe am Niederrhein" wird die Stadt wegen ihrer günstigen Lage auch genannt. 107.000 Einwohner verteilen sich auf drei große Stadtteile. Der Bürgermeister ist Norbert Ballhaus.


[ruhr-guide] Der Name Moers kommt Moerser Schlosswahrscheinlich von Moor oder Morast, denn früher mäandrierte der Rhein noch und durch das häufige Hochwasser entstand dort eine Sumpflandschaft. Die Menschen siedelten dann auf höher gelegenen Plätzen. Die Stadtrechte bekam Moers im Jahre 1300 und 1373 das Münzrecht. Im 19. Jahrhundert gab es im Schloss Moers eine Baumwollspinnerei, die zur Wirtschaftlichkeit der Stadt beitrug. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte die Stadt vom Bergbau. Schacht IV der Zeche Rheinpreußen wurde 1900 abgeteuft. Ein paar Jahre später wurde die Siedlung Meerbeck gebaut. 1993 wurden die Schachtanlagen Rheinpreußen und Pattberg geschlossen. Im Jahr 2000 feierte die Stadt ihr 700-jähriges Bestehen.

Wahrzeichen der Stadt ist das Moerser Schloss. Es beherbergt ein Theater von internationalem Ruf und das Grafschafter Museum, das über die Geschichte der Stadt informiert und Volkskunst zeigt. Die ältesten Teile des Schlosses sind aus dem Jahre 1200. Ein davor aufgestelltes Denkmal erinnert an Kurfürstin Luise Henriette von Brandenburg. Um das Schloss herum liegt ein großer Park, der zur Erholung dient. Die Wallanlage der ehemaligen Festung begrenzt ihn von der Innenstadt.

Erholungsgebiete und historische Altstadt

In Moers findet man Natur, Industriekultur und mehr. Halde Rheinpreußen in MoersErholen und die Landschaft genießen kann man im Erholungsgebiet Schwafheim mit dem Bergsee, auf zwei Rädern bewegt man sich am besten auf der Niederrhein-Route, dem Grafschafter Rad- und Wanderweg sowie auf der Baumkreisroute. Die Route der Industriekultur führt auch durch Moers. Die Pattberg-Halde mit ihrem in 75 Meter Höhe gelegene Plateau sowie die Halde Rheinpreußen direkt am Rhein sind die Highlights. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Galerie Peschkenhaus, die zeitgenössische Kunst zeigt, das Bergbaumuseum und das Schloss Lauersfort, eine ehemalige Wasserburg.
Die historische Altstadt lädt mit ihren alten Gassen zum Shopping und zu Besichtigungen. Mit dem Peschkenhaus ist noch heute das das älteste erhaltene Bürgerhaus von Moers aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Im innerstädtischen im Schloss- und Freizeitpark kann heute wieder die alte Wassermühle besichtigt werden, die um 1600 als "oberste Wassermühle" oder auch "Aumühle" erstmals erwähnt wurde. Kultig ist das Niederrheinische Motorradmuseum in Asberg, wo über 300 Fahrzeuge und ebenso viele Motoren ausgestellt sind.

Konzerte im Dunkeln

Bekannt ist Moers vor allem aber durch zwei Feste, die in regelmäßigen Abständen gefeiert Der Altmarkt in Moerswerden. Beim Parkfest auf der Anlage am Schloss Moers können die Besucher verschiedener Musik lauschen und dabei das ein oder andere Bier trinken. Abends ist es besonders schön, denn dann sind überall an den Wegen Laternen und Teelichter aufgestellt und alles, was sonst noch so leuchtet und blinkt, kann an kleinen Ständen gekauft werden. So ist das Parkfest eine Attraktion für Jung und Alt.
Das Jazzfestival in Moers findet immer am Pfingstwochenende statt und lockt Musikfans aus dem ganzen Land. Im Rahmen des moers festival lautet ein Programmpunkt "Konzerte im Dunkeln". Es geht bei dieser Reihe um das Erleben von Musik ohne die "Ablenkung" durch optische Reize. Nachdem 2006 der Saxofonist und Klarinettist Eckard Koltermann und 2007 Violinistin Gunda Gottschalk die "concerts in the dark" verantwortet haben, war in diesem Jahr der aus Moers stammende Kontrabassist Tim Isfort Kurator für die dreitägige Konzertreihe im Dunkelzelt.

(sf)
Fotos: Stadt Moers

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