Emscherkunst

News-Archiv: News vom 20.9.2010 - Metropole Ruhr (idr). 200.000 Menschen zog das Ausstellungsprojekt Emscherkunst.2010 an, das am Samstag mit einer Finissage schloss. 113 Tage lang waren 20 Installationen und Interventionen auf der Emscherinsel zwischen Castrop-Rauxel und Oberhausen zu sehen. Realisiert wurde das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum im Kulturhauptstadt-Jahr von der Emschergenossenschaft, dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der RUHR.2010 GmbH. Die Emscherkunst zog nicht nur Besucher aus ganz Deutschland, sondern auch internationales Publikum an. Vor allem niederländische Gäste zeigten großes Interesse für den Kunst- und Skulpturenpark auf dem Landstück zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Das meistbesuchte Kunstwerk war das "Walking House" der dänischen Künstlergruppe N 55, ein laufende Haus mit sechs Teleskopbeinen.

60 Prozent der Kunstwerke bleiben vor Ort, darunter die Gartenkunst und Lichtinstallation im BernePark in Bottrop-Ebel, das Bergarbeitermosaik auf dem Faulturm der ehemaligen Kläranlage Herne, der Obelisk aus Karbon in Essen-Altenessen oder die dreiteilige Skulptur reemrenreh im Herner Meer.

Die Finissage der Emscherkunst war nicht nur der Schlusspunkt eines außerordentlich erfolgreichen RUHR.2010-Projekts, sondern zugleich die Einweihnungsfeier für ein neues Kunstwerk: Das "Monument for a Forgotten Future" ist die neue dauerhafte Landmarke an den Gelsenkirchener Schleusen.

Künstler Olaf Nicolai schuf den "singenden Berg", der die Nachbildung einer Formation aus dem südkalifornischen Joshua Tree National Park darstellt. Bis zum Spätherbst erklingt aus ihm eine Musikkomposition der Gruppe Mogwai.

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