Deutschland richtet sich Neu ein

Das Ruhrgebiet ist eines der am dichtesten besiedelten Areale der Republik. Dementsprechend gibt es sehr viele Wohnungen und Häuser, die ihre Bewohner attraktiv und wohnlich einrichten wollen. Auch im Jahr 2015 existieren hier einige Trends, die die Menschen inspirieren können.


Dabei gibt es sowohl in der Gegend um Ruhr und Rhein als auch anderswo in Deutschland keine Pflicht, gleich das ganze Haus oder die Mietwohnung streng in einem Stil einzurichten. Ebenso können Bewohner sich entscheiden, nur ein Zimmer neu zu gestalten oder einem größeren Raum durch ein Accessoire ein neues Flair zu verleihen.

Shabby Chic

Die Phrase „Aus Alt mach Neu“ passt Trends bei der Wohnungseinrichtungzu diesem Einrichtungsstil. Die englische, ironische Bezeichnung, laut der die Gestaltung schäbig schick ist, geht darauf zurück, dass die Möbel echte oder sogar künstlich herbeigeführte Gebrauchsspuren aufweisen. Abplatzender Lack, Kerbungen, mit Graffiti besprühte Möbel, unregelmäßige Verzierungen oder ähnliche Details sind bei dem Second Hand-Stil eine Selbstverständlichkeit.

Bei den Materialien herrschen verschiedene Holzarten vor, deutliche Maserungen und unbearbeitete Oberflächen stehen hier neben stark gestalteten. Charakteristisch ist bei den verwendeten Möbeln zudem, dass diese häufig in sich einen Kontrast aufweisen, der durch bewusste Stilkreuzungen erreicht wird. Rokkoko- oder Barockmöbel, die beispielsweise Schnitzereien und nach außen gebogene, dünne Beine aufweisen sind hier mit Pop-Farben oder Schriftzügen dekoriert. Der Stil hat Anklänge von Subkulturen und der Improvisationsbereitschaft der Hippie-Ära. Dafür spricht auch, dass häufig Blumenmuster verwendet werden.

Shabby Chic besitzt auch Anteile des „Used Look“ oder der Vintage-Bewegung. Die Philosophie des Stils ist die Kreativität. Wer vom Shabby Chic inspiriert ist, flaniert über Flohmärkte, von denen es unzählige im Ruhrgebiet gibt, solange, bis er ein passendes Stück gefunden hat. Die zusammengewürfelte Einrichtung wird entweder auf alt getrimmt oder selbstständig abgeschliffen. Dann kann man die Möbel selbst streichen und so einen individuellen Look mit alternativem Flair in seiner Wohnung erzeugen.

Minimalismus

Auch der Minimalismus ist im Jahr 2015 im Kommen. Würde man versuchen, für diesen Einrichtungsstil ein Sprichwort zu finden, es wäre sicherlich „Weniger ist mehr.“ Die Fokussierung der Einrichtenden geht auf wenige, hochwertige Gegenstände, seien es Möbel oder Accessoires. Diese werden allerdings sorgfältig ausgewählt. Inspiration bieten beispielsweise renommierte Online-Shops mit großem Sortiment wie mirabeau.de oder große Möbelhäuser, die nicht nur Standardstücke anbieten. Häufig wird in minimalistisch ausstaffierten Räumen ein bestimmtes Accessoire gezielt platziert. Es kann sich um eine Designerlampe, eine Skulptur oder ein interessantes Wandbild handeln; viele weitere Möglichkeiten sind denkbar.

Ein weiteres Merkmal des Minimalismus ist die helle Gestaltung. Diese wird von den Einrichtenden durch mehrere Faktoren erreicht: Zunächst sind möglichst große und möglichst viele Fenster wichtig. Ein großes Wohnzimmer im minimalistischen Look hat in der Regel wenige, große Einrichtungsgegenstände und kann so sonnendurchflutet die genannte Helligkeit bieten. Darüber hinaus ist eine durchdachte Beleuchtung, beispielsweise mit Designstehlampen, die schnörkellos und verchromt daherkommen, oder durch helle Spots, die Poster oder Accessoires gezielt anstrahlen, denkbar.

Neben dem Licht herrscht die Nichtfarbe Weiß vor, beispielsweise bei hochwertigen Ledercouches oder Möbeln, wie Vitrinen oder Schränken, die in Weiß gestaltet sind. Auch die Teppiche können weiß sein. Ansonsten herrschen nüchterne, eher eckige Formen und glatte Oberflächen vor, daher wird auch oft Glas verwendet, beispielsweise bei Couchtischen. Eine besondere Idee ist ein Kaminofen, der in die Wand integriert ist und eine gemütliche, warme Atmosphäre in den klar und einladend gestalteten Räumlichkeiten schafft.

Industrial

Perfekt für Loft-Wohnungen ist der Industrie-Look, auch Industrial-Stil genannt. Diese Art der Wohnungsgestaltung kommt aus der Künstlerszene, die laut moebelherz.de aus Kostengründen häufig in leerstehenden Fabrikgebäuden wohnte. Dort war mehr Platz für die Kreativität. Lässigkeit, Funktionalität und Weltoffenheit verbinden sich beim Industrial-Stil.

Sehr wichtig bei den Materialien ist das Metall. Stahlgitter ummanteln Lampen, Rostflecken schmücken blanken Beton und die Möbel haben Metallgestelle. Ähnlich wie beim Shabby Chic sind Gebrauchsspuren üblich. Allerdings wird kein Wert auf Verzierungen gelegt: Raue Backsteinwände, vernietete Blechoberflächen oder Laminatböden sind die Hintergrundoberflächen, die bei dieser Einrichtungsart denkbar sind. Selbstgebaute Möbel aus Paletten und niedrige, bequeme Sitzgelegenheiten findet man auch. Besonders geeignet sind bei der Möblierung Chesterfield-Möbel.

Als Accessoire vor den verklinkerten Wänden machen sich Uhren und Blechschilder recht gut. Die Umwandlung von Gebrauchsgegenständen wie Vasen, die vorher Trinkflaschen waren, ist auch angemessen. Holzmöbel kontrastieren den rauen Industrielook und passen auch hinein. Es herrschen Beige, Grau, Rostrot oder hellbraune Farbtöne bei der Gestaltung vor.

Foto: fotolia - Rido

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