Durch Schwarmintelligenz erfolgreicher Geld anlegen

Social Trading gehört zu einem der großen Trends der Finanzbranche der letzten zwei Jahre. Nun zeigen erste Studien, dass das gemeinsame Handeln tatsächlich gewinnbringender sein könnte, als Bankberatern zu vertrauen.


Grafik Die Ruhr-Durch Schwarmintelligenz erfolgreicher Geld anlegen, Foto: pixabayUniversität Bochum hat in einer Studie die vier größten Social-Trading-Plattformen genauer unter die Lupe genommen. Dabei wurden die Erfahrungen der Anleger mit Ayondo, Currensee, ZuluTrade und eToro überprüft. Hierfür wurden alle Trades analysiert, die von Mitgliedern ausgeführt worden sind, die mindestens 50 Follower hatten. Untersucht wurden Rendite, Sharpe-Ratio und Beta-Faktor.

Renditen über 100 %

Auf Grundlage dieses Tests ist mit 9 % durchschnittlicher Rendite eToro die beste Social-Trading-Plattform, auch wenn die Sharpe-Ratio mit 1,8 vergleichsweise hoch ist. Die Jahresrendite der besten 20 Trader betrug im Beobachtungszeitraum sogar 117 %. ZuluTrade kam zwar nur auf 6 %, konnte jedoch mit einer Sharpe-Ratio von 3,61 durch das wesentlich geringere Risiko punkten.

Ausreichende Absicherung

Dabei stellte das Forscherteam der Ruhr-Universität sogar fest, dass der soziale Druck durch viele Follower nicht dazu führt, dass Trader risikofreudiger werden. Im Gegenteil agierten die Händler zunehmend konservativer, wenn die Followeranzahl größer wurde. Auch die Plattformen selbst begrenzen das Risiko ihrer Mitglieder: Bei eToro dürfen Anleger beispielsweise nur ein Fünftel ihres Kapitals dafür einsetzen, die Entscheidung eines einzelnen Traders zu kopieren.

Trend setzt sich fort

Auch das MIT kam in einer Studie mit 6.000 Teilnehmern zu dem Ergebnis, dass Anleger ihre Rendite zwischen sechs bis zehn Prozent steigern können. Damit entwickeln sich Social Trading-Plattformen immer mehr zu einer Alternative zu herkömmlichen Anbietern. Kein Wunder, dass sich der Trend stärker ausbreitet. Nachdem Social Trading für CFDs und Forex bereits längere Zeit angeboten wurde, bietet seit Kurzem mit anyoptions auch einer der größten Anbieter für binäre Optionen eine Social-Trading-Möglichkeit.

Nachteile des Social Tradings

Nachteile hat der Trend jedoch auch: Während deutsche CFD-Broker problemlos zu finden sind, existiert bislang keine einheimische und BaFin-regulierte Social-Trading-Plattform. Um die besten Trader zu finden und die Vorteile der einzelnen Anbieter im vollen Umfang nutzen zu können, sind Grundkenntnisse der englischen Sprache deswegen mehr als empfehlenswert. Zudem wird die bessere Rendite durch höhere Gebühren etwas geschmälert.

Foto: pixabay, Hans

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