Immobilienmarktentwicklung in Nordrhein-Westfalen

Der bundesweite Immobilienmarkt brummt; der Leerstand sinkt beständig, während die Mietpreise weiterhin ansteigen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen, das zehn der 20 einwohnerstärksten Städte Deutschlands beherbergt, ist dabei der größte deutsche Immobilienmarkt. Grund genug, einen Blick auf die dortige Immobilienmarktentwicklung zu werfen.


Grafik Lange Zeit war NRW- und hierbei insbesondere die rhein-westfälische Immobiliensuche in NRW, Foto: pixabay, PexelsMontanindustrie - infolge der Verschmelzung des Ruhrgebietes mit dem Münsterland durch die Briten im Jahre 1946 ein buchstäblich konjunkturell stampfender Güterzug, mithin die wirtschaftliche Zugmaschine des allseits so bekannten deutschen Wirtschaftswunders. Der dann nach und nach erfolgende Strukturwandel der Arbeitswelt hin zu Dienstleistungen unterschiedlichster Couleur läutete schließlich das Ende der Ära der ehemals schier übermächtigen Schwerindustrie ein und führte zu einem erheblichen Einwohnerschwund und hohen Arbeitslosenquoten. Mit rund 7,3 % liegt die Arbeitslosenquote in NRW auch heute noch ca. zwei Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt (Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit, Stand September 2017). Dies spiegelt sich auch in dem eher schwachen Wirtschaftswachstum, einer infolge der Schuldenbremse marodierten Infrastruktur und einem im bundesweiten Ranking hinterherhinkenden Bildungssystem wider. Gleichwohl darf dabei nicht übersehen werden, dass NRW für über ein Fünftel des BIP verantwortlich und insofern eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft ist.

Der Immobilienstandort NRW

Was den Immobilienstandort NRW angeht, so ist es, wie eingangs bereits erwähnt, der größte deutsche Immobilienmarkt. Knapp 18 Millionen Einwohner sowie 30 DAX-Unternehmen sind hier beheimatet. Mit Düsseldorf und Köln befinden sich hier ferner zwei A-Standorte sowie große Bürozentren wie etwa Bonn oder Essen, Dortmund oder Münster. Im Hinblick auf die Entwicklung des nordrhein-westfälischen Immobilienmarktes istgemäß einer Studie der DG HYP von 2016 zunächst festzustellen, dass die Durchschnitts- und Spitzenmieten - wie im Übrigen auch im bundesweiten Schnitt insgesamt - zwischen 2000 und 2015 deutlich gestiegen seien. Die Nachfrage im Bereich Wohnen sei aufgrund einer sinkenden Personenzahl pro Haushalt überproportional und kompensiere die ansonsten qua niedriger Geburtenraten rückläufigen Einwohnerzahlen. Zugleich würde es zunehmend problematisch, den Wohnungsbestand an die Nachfrage im Bereich von Einpersonenhaushalten anzupassen. Auch auf dem Büromarkt sei die Nachfrage weiterhin hoch; allerdings wäre hier abzuwarten, wie sich die Entwicklung fortsetzt, nachdem viele derzeit noch erwerbstätige Bürobeschäftigte aus der sogenannten »Babyboomer-Generation« in den Ruhestand gegangen sind. Schließlich sei fraglich, ob die Immobiliennachfrage im Einzelhandel künftig steigt bzw. auf demgegenwärtigen Niveau bleibt, da die Einwohnerzahl insgesamt und damit die Anzahl potenzieller Konsumenten zurückgehe. Positiv auf den Immobilienmarkt dürften sich dagegen die real steigenden Einkommen infolge einer niedrigen Inflation auswirken.

Besonders vielversprechend ist der Immobilienmarkt jedoch insgesamt im Bürosegment. Bürointensive Tätigkeiten nehmen nämlich sowohl in NRW als auch bundesweit zu. Und dies gilt nicht nur für die Top-Standorte, sondern auch für Mittelgroße Städte und den B-Markt. Der Leerstand bei Büroimmobilien in Städten wie Dortmund, Bochum oder Duisburg sinkt beständig, wie eine Studie der Wüest Partner Deutschland im Auftrag der TLG IMMOBILIEN AG feststellte. In diesem Kontext macht auch ein Artikel im Magazin »in puncto« der Angermann Gruppe darauf aufmerksam, dass vor allem qualitativ hochwertige und wohlproportionierte Büroimmobilien immer schwerer zu finden und konkrete Gesuchwünsche grundsätzlich kaum mehr »auf eigene Faust« zu realisieren seien. Hier bieten sich für Suchende insbesondere neuartige Immobiliensuchkonzepte und professionelle Lösungen an, die beispielsweise auf die Kombination aus Onlineimmobiliensuche und einer Beratung durch einen ortkundigen Makler setzen.

Zusammenfassung: Immobilienmarktentwicklung NRW

Abschließend ist festzuhalten, dass der nordrhein-westfälische Immobilienmarkt sich insgesamt positiv entwickelt. Der absolute Einwohnerrückgang wird momentan noch durch eine Individualisierungsbewegung privater Haushalte kompensiert. Zudem sorgt der Strukturwandel in der Arbeitswelt hin zu immer mehr bürointensiven Tätigkeiten für eine durchaus hohe Nachfrage auf dem Büroimmobilienmarkt, der auch im bundesweiten Schnitt floriert. Man darf also gespannt sein, wie sich der Wandel der Arbeitswelt sowie demografische Veränderungen auf den ansonsten grundsoliden Immobilienmarkt in NRW weiterhin auswirken werden.

Foto: pixabay, Pexels

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