Kostenlose Kreditkarten – so gut sind sie wirklich

Banken und Sparkassen vor Ort bestechen nach wie vor nicht wirklich durch ihre kundenfreundlichen Gebührenmodelle. Kontoführungsgebühren sind an der Tagesordnung und Kreditkarten werden nur gegen einen Aufpreis ausgegeben. Die niedrigen Margen aus dem Kreditgeschäft, die auf den historisch niedrigen Leitzins zurückzuführen sind, wollen die ersten Institute durch eine Erhöhung der Buchungskosten für beleghafte Überweisungen kompensieren. Es stehen Beträge von bis zu 99 Cent pro Buchung im Raum. Dass es jedoch auch anders geht, zeigen die Mitbewerber aus dem Direktbankensegment.


Grafik Die Kontoführung erfolgt kostenlos, in den meisten Fällen sogar ohne die Vorgabe, dass ein monatlicher Mindestgeldeingang gegeben sein muss. Kreditkarten, für die Filialinstitute ab 20 Euro im Jahr für eine Classic-Karte und 40 Euro und mehr für eine Goldkarte verlangen, sind kostenlose Bestandteile dieser Girokonten.

Sind Barverfügungen tatsächlich kostenlos?

Wer kennt nicht die Situation, dass erKostenlose Kreditkarten – so gut sind sie wirklich, Foto: pixabay, jarmoluk Bargeld benötigt, aber ein Geldautomat der eigenen Bank oder Bankengruppe außerhalb jeder Sichtweite ist. In diesem Fall heißt es, in den sauren Apfel zu beißen und die Gebühr für die Barverfügung am institutsfremden Automaten zu bezahlen. Normalerweise fallen fünf Euro an – ärgerlich, wenn der Geldbedarf 50 Euro beträgt. Immerhin ist hier von zehn Prozent die Rede. Und nur einen größeren Betrag abzuheben, nur damit sich diese Kosten relativieren, ist unsinnig. Was machen die Kunden von Direktbanken? Die meisten Direktbanken stellen eine, häufig auch zwei Karten zur Verfügung, die es ermöglichen, weltweit kostenlos über Bargeld zu verfügen. Weltweit heißt, in New York ebenso wie auf der heimischen Einkaufsmeile. Je nach Anbieter ist die Zahl der kostenlosen Barverfügungen hierzulande vielleicht limitiert, da auch eine EC-Karte für Abhebungen an den Automaten bestimmter Bankengruppe im Rahmen der Kontoeröffnung zur Verfügung steht. Diese Informationen finden sich aber auch auf jedem Kreditkartenvergleich. „Weltweit kostenlos“ muss allerdings bei den meisten Anbietern genauer betrachtet werden. Innerhalb der Eurozone fallen tatsächlich keine Gebühren an. Wer jedoch außerhalb der Eurozone Geld abhebt, zahlt zwar ebenfalls keine Bankgebühren für die Abhebung, es werden jedoch Kosten für die Währungsumrechnung belastet. Diese betragen normalerweise zwei Prozent des zu konvertierenden Betrages. Ein Blick auf einen Kreditkartenvergleich gibt detaillierte Auskunft. Wer sich generell für den Währungstausch, den Devisen- oder Forexhandel interessiert, sollte einmal auf das Portal www.deutschefxbroker.de klicken. Vielleicht finden sich hier Möglichkeiten, Devisen mit entsprechender Rendite „zu tauschen“.

Mehr als nur Plastikgeld

Das Gros der Verbraucher nutzt Kreditkarten tatsächlich überwiegend, um bargeldlos zu bezahlen oder Bargeld am Automaten zu holen. Die mit den Kreditkarten verbundenen Mehrwerte in Form von Versicherungen haben alle ihre Tücken und Lücken. So besteht Versicherungsschutz im Ausland häufig nur, wenn die Reise selbst mit der Kreditkarte bezahlt wurde. Es kann durchaus sinnvoller sein, darauf zu verzichten und den notwendigen Versicherungsschutz explizit abzuschließen. Dennoch muss festgehalten werden, dass die kostenlosen Kreditkarten der Direktanbieter den Karten, die von den Banken in der Fläche ausgegeben werden, in keiner Weise nachstehen, die Gebühren also tatsächlich überflüssig sind. Spezielle Karten mit Tankrabatten oder Meilengutschriften für jeden Umsatz sind sowieso kaum bei Banken, sondern bei den Anbietern direkt erhältlich. In diesen Fällen ist es allerdings ein Rechenexempel, ob die Grundgebühr nicht tatsächlich eine sinnvolle Ausgabe darstellt, wenn die potenziellen Einsparungen die Jahresgebühr übersteigen.

Foto: pixabay, jarmoluk

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