Da, wo früher der CentrO‑Park stand und Kinderlachen durch die Luft schwebte, lädt heute eine weitläufige Fläche für einen Blick in die Zukunft ein.
Direkt neben Deutschlands größtem Einkaufszentrum bietet sich viel Platz für neue Geschichten und Begegnungen. Nach fast zehn Jahren Stillstand kehrt neues Leben zurück. Mit Karls Erlebnis‑Dorf, im Norden und Osten längst ein Publikumsmagnet, zieht eine große Attraktion nach Oberhausen und verwandelt die ehemals verwaiste Fläche in einen Ort, der wieder Familien, Ausflügler und Neugierige anzieht.

[ruhr-guide] Als nun achter Standort in Deutschland entwickeln sich die Karls Erlebnis-Dörfer immer schneller und weiter. Und jetzt das erste Mal in NRW, mit einer Fläche von 40.000 Quadratmetern direkt neben dem Westfield CentrO Oberhausen. Der Gründer der Parks Robert Dahl investierte nach eigenen Angaben mindestens 30 Millionen Euro in das Projekt. Der Park der vor allem für Kinder entwickelt wurde, lädt trotzdem die ganze Familie ein und das ganze auch noch ohne Eintritt. Das einzige was bezahlt werden muss, sind die einzelnen Attraktionen für sich, denn für diese müssen sogenannte Erlebnistaler gekauft werden.
Karls Dorf
Das Unternehmen Karls verfügt in Mecklenburg-Vorpommern über ca. 300 Hektar Erdbeerfelder, die von Mai bis Oktober abgeerntet werden. An drei ihrer Standorte können die Früchte auch selbst gepflückt werden. Die Erdbeeren werden an etwa 400 Verkaufsständen verkauft. Insgesamt erntet Karls jährlich 8000 Tonnen Erdbeeren.
Die ganzjährig geöffneten Erlebnis-Dörfer sind eine Mischung aus Hofladen, Manufaktur, Restaurantbetrieb und Freizeitpark mit Fahrgeschäften. Im Hofladen gibt es Lebensmittel und Gegenstände aus eigener Produktion, vorrangig rund um das Thema Erdbeeren. In den Manufakturen an den einzelnen Standorten wird unter anderem Kaffee geröstet, Seife, Bonbons, Eiscreme und Schokolade hergestellt, Marmelade gekocht und Brot gebacken. Zu den weiteren Attraktionen zählen Rutschen, eine Achterbahn, ein Erlebnisaquarium, Tobeland, zwei Eisskulpturausstellungen, Traktorfahrten und die größte Kaffeekannensammlung der Welt mit über 50.000 Kannen.

Der Neue Park in Oberhausen
Worauf können sich denn die Kinder und vielleicht auch die Erwachsenen freuen im neuen Park? Als Fahrgeschäfte bestätigt in Oberhausen sind unter anderem auch die Karls Klassiker Erdbeer-Raupenbahn, Treggerbahn und Drops-Trommel. Der Erdbeer-Döner als Attraktion und Snack. Der Standort in Elstal Berlin hat gezeigt, dass der dort nngebotene Erdbeerdöner zu einem richtigen Hype geworden ist, er belegte beim World of Parks Award den zweiten Platz in der Kategorie „Best Non-Coaster Neuheit in einem europäischen Freizeitpark“. Also darauf können sich die Menschen im Ruhrgebiet schon mal freuen, endlich mal ein Döner, der keine Knoblauch-Fahne hinterlässt. Direkt neben dem beliebten Westfield Centro gelegen, lädt Karls nach dem Einkaufsbummel zu einem entspannten Besuch ein.
Und für die Großen ist das alles natürlich auch wieder mit einem Augenzwinkern zu genießen. Attraktionen wie der Flying Döner, ein Karussel in Form eines Drehspießes oder die Currywurst-Bahn, eine Schlepplift-Achterbahn sollen uns den Ruhrpott näher bringen. Dazu kommt das Pipi-Kaka Land, eine XXL Toilette als Rutsche oder die Angsthasenscheune. Abgesehen von den ganzen Attraktionen besteht der Park an sich aus einem Hauptgebäude, welches einen Manufakturenmarkt beinhaltet in dem Marmelade gekocht und Kekse gebacken werden.
Auf die Neueröffnung in Oberhausen sind wir alle gespannt und stehen schon in den Startlöchern. Damit wir nicht an Tagen kommen, an denen es zu überfüllt ist und der Andrang besonders groß ist, hat sich der Park eine schöne Möglichkeit ausgedacht, um einer langen Schlange am Erdbeerdöner zu entgehen.
Eine Internetseite mit Live-Übertragung zeigt an, wie stark die Auslastung gerade ist. Hier ist der Link: https://wievoll.com/de/oberhausen/karls-erlebnis-dorf-oberhausen. Die Informationen sind direkt von den Leuten vor Ort, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Zwischen Nostalgie, Handwerk und Achterbahn
Karls Erlebnis-Dörfer sind keine klassischen Freizeitparks, sondern charmant verspielte Familienziele, bei denen sich alles um die Erdbeere dreht. Es gibt Fahrgeschäfte, Manufakturen, in denen Marmelade oder Bonbons hergestellt werden, und jede Menge verrückte Deko-Ideen. Die Mischung aus Nostalgie, Handwerk und Humor ist typisch für Gründer Robert Dahl. Ebenfalls ein Markenzeichen ist die Niedrigschwelligkeit des Angebots. So muss man beispielsweise keinen Eintritt für die Erlebnis-Dörfer zahlen.

Wie kam Karl zu seinen Erdbeeren
Was viele nicht wissen: wir alle kennen Karls. Die meisten waren dort auch schon einkaufen. Die süßen roten Erdbeer-Häuschen, in denen im Sommer Erdbeeren verkauften werden, gehören auch zu Karls, die Erlebnis-Dörfer sind nur eine Weiterentwicklung ihrer Geschichte. Eigentlich fing alles auf einem kleinen Gemüsehof in Mecklenburg im Jahr 1921 an. Daher hat die Zahl 1921 auch eine so große Bedeutung, in den Dörfern werden Sie überall auf diese Zahl treffen. Denn in genau diesem Jahr gründete Karl Dahl, der Großvater des heutigen Inhabers der Karls Erlebnis Dörfer Robert Dahl, einen kleinen Gemüsehof. Über zwanzig Jahre lieferte Karl zweimal Pro Woche Obst und Gemüse mit dem Pferdefuhrwerk nach Rostock, um es auf dem Wochenmarkt zu verkaufen.
Nach dem zweiten Weltkrieg flüchtete die Familie Dahl mit ihren fünf Kindern nach Ostholstein, wo wenig später ein neuer Hofbetrieb aufgebaut wurde. Ein Glücksfall, das neben dem Hof nach kurzer Zeit die heute weltbekannte Marmeladenfabrik Schwartau eröffnete, die dringend Zulieferanten benötigte. Der Sohn von Karl, Karl-Heinz übernahm in dieser Zeit den Hof. Damit wurde aus dem kleinen Gemischt-Waren Betrieb ein Erdbeeranbaubetrieb, der rasch expandierte und sich auch in der nächsten Generation weiterentwickelte.
Karls Erdbeerstände
Leider wurde mit der Wende der Warenverkehr ins Ausland einfacher und daher bezog Schwartau seine Erdbeeren aus Polen, das war billiger und so kam sehr schnell die Kündigung. Tochter Ulrike von Karl-Heinz ist dann, durch einen Schüleraustausch ins englische Wimbledon auf die hervorragende Idee gekommen, einen Erdbeerverkaufsstand zu eröffnen, in Form einer Erdbeere auf dem heimischen Hof in Warnsdorf. 15 weitere Verkaufsstände entstanden und der Hof wurde zum Direktvermarkter von Erdbeeren. Ulrikes Bruder, Robert Dahl der seine Obstbaulehre gerade abschloss, erhielt die Bitte von seinem Vater, den ursprünglichen Hof in Mecklenburg wieder zum Leben zu erwecken durch Beeren- und Obstanbau. Daraufhin gründete Robert 1992 in Rövershagen bei Rostock seinen eigenen Erdbeeranbaubetrieb im Sinne seines Vaters. Er startete mit 10 Hektar Erdbeerfeldern und 13 Erdbeer-Verkaufshäuschen. Der große Ansturm auf den Erdbeerhof sorgte schnell dafür, dass auch andere Landprodukte ins Sortiment kamen. Vor der Hoftür entstand dann auch noch ein kleiner Spielplatz und damit war die Saat des heutigen Erlebnis-Dorfs gelegt.
Also, jetzt wissen Sie alles über Karls und können sich ab dem 22. Juli 2026 freuen, in Oberhausen durch den neuen Park zu schlendern. Mit Freunden oder Familie wird das ein Tagesausflug voller Spaß und das Ganze liegt praktischerweise direkt in Reichweite des Westfield CentrO Oberhausen.
Karls Erlebnisdorf Oberhausen
Centropromenade 2, 46047 Oberhausen
Sommer: Mo. – So. 8:00 Uhr -20:00 Uhr
Winter: Mo.-So. 8:00 Uhr – 19:00 Uhr
Karls Erlebnisdörfer
Karls Erlebnis-Dorf Rövershagen
Karls Erlebnis-Dorf Zirkow
Karls Erlebnis-Dorf Elstal
Karls Erlebnis-Dorf Warnsdorf
Karls Erlebnis-Dorf Koserow
Karls Erlebnis-Dorf Döbeln
Karls Erlebnis-Dorf Loxstedt
Foto: Karls Erlebnis-Dorf




