Sind Sie schon mal an einem Garten vorbei gegangen und mussten einfach einen Blick über den Zaun hinein erhaschen, weil der Garten von außen so beeindruckend aussah? Oder sind Sie generell ein Fan von Gärten und dem Landschaftsbau? Dann werden Sie die Möglichkeit, fremde Gärten zu besuchen, nicht verpassen wollen! Die Idee der Offenen Gartenpforten hat sich auch in NRW und im Ruhrgebiet verbreitet und begeistert Gartenliebhaber.

[ruhr-guide] Auch 2026 öffnen wieder angemeldete Besitzer von besonderen Gärten ihre Gartentore für alle Interessierten. Ob idyllische Oasen, weitläufige private Parks oder liebevoll gestaltete Kleingärten, unter dem Namen der Offenen Gartenpforten heißen sie Besucher und Pflanzenliebhaber willkommen. Sei es zum Bestaunen, zum Austausch oder einfach um Ideen zu sammeln.
Die Geschichte der Offenen Gartenpforten
Die Offenen Gartenpforten sind zurückzuführen auf eine Initiative aus England, die 1927 nach dem Tod von Königin Alexandra begann. In ihrem Andenken wurde der National Garden Scheme Charitable Trust gegründet, da die Königin sich immer für die Armen und Kranken engagiert hatte. Anlässlich der Offenen Gärten wurden dann die Tore von Privatgärten für Besucher gegen eine kleine Gebühr geöffnet. Die Einnahmen wurden anschließend einem Hilfsfond für die Krankenpflege gespendet.
Die Idee verbreitete sich rasch und fand in Ländern auf der ganzen Welt Anklang, bis sie schließlich in den 1990ern auch in Deutschland ankam. Zuerst schwappte die Bewegung in Norddeutschland über, bevor sie in allen Teilen der Bundesrepublik eintraf.
Besuch auf Spendenbasis
In Deutschland ist das Besuchen der Offenen Gartenpforten meistens kostenlos, wobei manche Gartenbesitzer im Sinne der Historie ein kleines Eintrittsgeld fordern und dieses dann spenden. Mit dem Besuch der schönen Gärten, inklusive der Tipps und Anregungen, die man erhält, tut man so auch noch etwas Gutes.
Angebote der Offenen Gartenpforten
In manchen Gärten muss man nicht eigenständig auf Erkundungstour gehen, da die Besitzer Führungen durch ihre Gartenanlage anbieten. Weiter kann man teilweise auch vor Ort Pflanzen erwerben oder gegen andere Pflanzen eintauschen. Manche Gartenbesitzer bieten sogar ein Stückchen Kuchen oder kleine Erfrischungen an.
Garten Sattler
Der Garten der Familie Sattler im Kreis Bochum ist ein Garten mit Geschichte. Das historische Fachwerkhaus der Familie ist umgeben von einem parkähnlichen Garten mit mehreren terrassierten Teilbereichen, einem Teich mit Bachlauf und versteckten Wegen, die zu verschiedenen Sitz- und Ruhezonen führen.
Ob Sie Fan von formalen Gärten mit Beeten und Hecken sind oder doch mehr auf Wildkräuter- oder Naturgärten stehen, bei Familie Sattler werden Sie fündig. Auch ein Garten mit Gift- und Arzneipflanzen, sowie Zauber-, Nutz-, und Bienengärten sind vorhanden, damit auch wirklich jeder Pflanzenbegeisterte auf seine oder ihre Kosten kommt.
Garten Kluge
Ein weiterer besonderer Garten in Bochum ist jener der Familie Kluge. Hier kann man mitten im Ruhrgebiet mit den Füßen im Sand stehen, inmitten von Brenneseln das riesige Insektenhotel beobachten oder sich an der eigenen Garten-Bar bedienen lassen.
Insgesamt bietet der Garten ungewöhnliche Sitzmöglichkeiten und versucht, der Natur mehr Platz zu lassen, sodass diese sich selbst ökologisch wertvoller ausbreiten kann.
Wenn Sie auch einen besonderen Garten haben und gerne Besucher zu den Tagen der Offenen Gartenpforten einladen möchten, können Sie sich auf den Websites der jeweiligen Veranstalter anmelden.
Termine „Offene Gartenpforten“ Ruhrgebiet 2026
– 13./ 14. Juni
– 12./ 13, September
Termine „Offene Gartenpforten“ Bergisches Land 2026
-7./ 14./ 21./ 28. Juni
– 20. September
Termine „Offene Gartenpforten“ Ennepe-Ruhr-Kreis 2026
– 17. Mai
– 21. Juni
– 19. Juli
Termine „Offene Gartenpforten“ Rheinland 2026
– 09./ 10. Mai
– 13./ 14. Juni
– 11./ 12. Juli
– 05./ 06. September
Foto: IGA 2027




