Wer das Märkische Sauerland gerne auf dem Fahrrad erkundet, kann sich auf eine neue Fahrradroute freuen. Die 24 Kilometer lange Märkische Höhlenroute lädt Fahrradfahrer und Fahrerrinnen ein, nicht nur die einzigartige Landschaft, sondern auch die Region auf ganz neue Weise zu erleben. Vier interessante Höhlen gilt es auch auf der Strecke zu entdecken.

[ruhr-guide] Die neu eröffnete Strecke im märkischen Sauerland verbindet vier beeindruckende Höhlen miteinander. Dabei vereint die Route Natur, Bewegung und digitale Erlebnisse zu einem abwechslungsreichen Ausflug für die ganze Familie.
Die neue Märkische Höhlenroute
Mit der offiziellen Eröffnung der Märkischen Höhlenroute gibt es im Märkischen Sauerland ein neues Highlight. Offiziell eröffnet wurde die Strecke durch die Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, die Bürgermeister Hubertus Mühling (Balve) und Michael Joithe (Iserlohn), der Stellvertretende Bürgermeister Dr. Martin Gropengießer (Hemer) sowie Dr. Jürgen Fischbach, Geschäftsführer dem Sauerland Tourismus. Entstanden ist das Projekt durch eine Initiative des Kulturausschusses. Gemeinsam mit dem Märkischen Kreis, den Sauerland Tourismus und den zahlreichen weiteren Partnern wurde die neue Route entwickelt. Ziel ist es, Tourismus, Natur und moderne Technik zusammenzubringen.
Vier Höhlen auf einer Route
Die neue Fahrradroute verbindet vier einzigartige Höhlen der Region: Die Balver Höhle, die Reckenhöhle (Binolen), die Heinrichshöhle (Hemer-Sundwig) und die Dechenhöhle (Iserlohn). Die vier Höhlen liegen in der sogenannten „Iserlohner Kalksenke“, dem größten zusammenhängenden Karstgebiet Südwestfalens. Über Millionen von Jahren formte das Wasser hier außergewöhnliche Naturdenkmäler wie zahlreichen Höhlen und Quellen. Einen Überblick über den gesamten Streckenverlauf findet man unter www.maerkisches-sauerland.com.
Jede Höhle ist dabei einzigartig und erzählt ihre eigene Geschichte. Die Balver Höhle beispielsweise ist Europas größte Kulturbühne. Die Höhle wird primär als Veranstaltungsraum für vielfältige kulturelle Veranstaltungen genutzt. Sogar die Fantastischen Vier haben hier schon legendäre Konzerte aufgeführt. Sie ist nicht frei begehbar, da sie in erster Linie ein Veranstaltungsort ist. Besichtigungen sind in Gruppen aber nach Absprache möglich. Weitere Informationen hierzu findet man unter der Rufnummer 02375 / 926190. Einen Überblick über die Veranstaltungen findet man unter www.balverhoehle.de.
Die in Binolen gelegene Reckenhöhle gleicht einer Märchenwelt unter Tage. Die Höhle entstand aus fossilen Überresten von Korallen, Armfüßlern und Schnecken. Ein mehr als hundert Meter langer Führungsweg leitet durch faszinierende unterirdische Räume wie die große Haupthalle, das „Paradies“ und die Kapelle. Auch die Reckenhöhle ist barrierefrei begehbar. Gruppenführungen ab 15 Personen sind nach vorheriger telefonischer Anfrage unter 02379/209 möglich. Alle Informationen gibt es unter http://www.reckenhoehle.de/.
Von Tropfsteinen bis hin zum Höhlenmuseum
Die Heinrichshöhle zeichnet sich durch ihre beeindruckenden Tropfsteingebilde mit über 20 Meter hohen Klüften und Spalten aus. Die Höhle ist Teil des Perick Höhlensystems von über 3 Kilometer Gesamtganglänge. Auch reichhaltige Knochenfunde wie vom Mammut, Wollnashorn oder Riesenhirsch findet man dort. Außerdem gibt es ein 2,35 Meter langes Höhlenbärskelett und ein lebensechtes Modell eines Höhlenbären zu bestaunen. Mehr Informationen gibt es unter http://www.heinrichshoehle.de/.
Die Dechenhöhle gilt als unterirdisches Zauberreich des Sauerlandes und hat bislang rund 14 Millionen Besucher angezogen. Besucher können sich auf eine faszinierende Welt der Tropfsteinhöhle freuen. Vor oder nach einem Besuch der Höhle empfiehlt sich auch das Höhlenmuseum, in dem es rund um das Thema Höhle geht. Es gilt zu beachten, dass die Dechenhöhle nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann. Außerdem werden in den NRW-Sommerferien neben den normalen Führungen auch Erlebnisführungen für Familien und Kinder angeboten. Die Termine findet man unter dem Sonderprogramm: https://www.dechenhoehle.info/sonderprogramm/#aktuell. Mehr Informationen zu Führungszeiten und Veranstaltungen findet man unter https://www.dechenhoehle.info/.
Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper erklärt: „Die Märkische Höhlenroute erzählt Geschichten über unsere Landschaft und darüber, was das Märkische Sauerland besonders macht. Wer hier aufs Rad steigt, hört unterwegs immer wieder kleine Anekdoten. Genau solche Angebote machen unsere Region interessant. Nicht nur für Gäste aus NRW und darüber hinaus, sondern auch für die Menschen, die hier leben“.

Mehr als eine Fahrradtour
Die märkische Höhlenroute ist dabei mehr als eine klassische Fahrradroute. Entlang der Strecke findet man zahlreiche multimodale Informationspunkte, bei denen man mithilfe des Smartphones mehr über die jeweiligen Orte erfahren kann. „Augmented-Reality“ Beiträge erzählen dabei Spannendes über die jeweiligen Orte und Sehenswürdigkeiten. Besonders an den acht sogenannten „Portalrahmen“ werden Informationen zum interaktivem Erlebnis. Durch „Gloria“ und „Massimo“, den virtuellen Begleitern, werden Besucher und Besucherinnen auf eine unterhaltsame Reise durch Natur, Geschichte und Geologie mitgenommen.
Zwischenstopp gefällig?
Wer seinen Akku mal nach einer langen Fahrt aufladen möchte, kann in eins der zahlreichen Cafés, Bäckereien oder Restaurants einkehren. Zahlreiche „fahrradfreundliche Betriebe“ heißen Fahrradfahrer und Fahrerinnen herzlichst willkommen. Diese Betriebe sind für ihre Fahrradfreundlichkeit und radtouristischen Services zertifiziert. Eine Liste der Betriebe findet man auf www.fahrradfreundlichegastronomie.de.
Gut angebunden und nachhaltig unterwegs
Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Route gut mit anderen beliebten Radwegen verbinden lässt. Über das bestehende Knotenpunktsystem „Radeln nach Zahlen“ besteht eine direkte Anbindung an den Ruhrtal-Radweg sowie an den Ruhr-Lenne-Achter. Dadurch eignet sich die Strecke nicht nur als eigenständiger Tagesausflug, sondern auch als Teil einer längeren Radtour.
Auch in Sachen Nachhaltigkeit überzeugt die Strecke. Da viele anliegende Bahnhöfe, wie z.B. in Letmathe, Iserlohn und Balve, eine An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen, lässt sich die Tour auch ohne Auto unternehmen.
Märkische Höhlenroute
Weitere Informationen und gesamter Streckenverlauf:
Weitere Infos zu den einzelnen Höhlen
Balver Höhle
http://www.balver-hoele.de/
Helle 2
Balve 58802
Reckenhöhle
http://www.reckenhoehle.de/
Binolen 1
Balve 58802
Heinrichshöhle
http://www.heinrichshoehle.de/
Felsenmeerstr. 7
Hemer 58675
Dechenhöhle
http://www.dechenhoehle.de/
Dechenhöhle 5
58644 Iserlohn
Fahrradfreundliche Gastronomie:
https://www.fahrradfreundlichegastronomie.de
Foto 1: Michael Kotowski / Märkisches Sauerland
Foto 2: Alexander Bange / Märkischer Kreis




