Museum Schloss Moyland

Das Wasserschloss Moyland im Kreis Kleve zählt zu den wichtigsten neugotischen Bauten in NRW. Der Name Moyland bedeutet aus dem Niederländischen abgeleitet “schönes Land”. Umgeben von einer Gartenanlage mit barocken Elementen, einem Skulpturenpark und einem Kräutergarten, ist das Land um das Schloss wirklich schön. Dazu kommt das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst, mit dem Joseph Beuys Archiv, was einen kulturellen Ausflug lohnenswert macht.

Schlossansicht mit Schlossbrücke, Foto: Schlossansicht/Schlossbrücke, Stiftung Museum Schloss Moyland/Lokomotiv.de [ruhr-guide] Erste urkundliche Erwähnungen der damals mittelalterlichen Burg führen einen an den Anfang des 14. Jahrhunderts zurück. Seitdem hat die Wasserburg einige Umgestaltungen durchlebt. Im 17. Jahrhundert wurde sie von der gotischen Burg zu einem Schloss in barockem Stil umgebaut und im 19.Jahrhundert folgte der Umbau des Schlossäußeren im Stil der Neugotik. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude jedoch schwer beschädigt und erst nach der Gründung der Stiftung Museum Schloss Moyland 1990 wieder aufgebaut und restauriert. 1997 folgte dann die Eröffnung als Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst.

Hirschskulptur auf dem Schlossgelände, Foto: Stiftung Museum Schloss Moyland/Maurice Dorren

Ein Museum rund um Beuys

Gegründet ist das Museum auf der ehemals privaten Sammlung der Brüder van der Grinten. Der Kern der Sammlung sind die vielfältigen Werke von Joseph Beuys. Neben seinen Gemälden, Skulpturen und Objekten findet man auch allerhand andere Künstler, von denen einige auch aus Beuys Umfeld kommen.

Joseph Beuys Archiv

Doch mit einem Gang durch das Museum hat man noch längst nicht alles gesehen. Wer zu Joseph Beuys Recherchen anstellen will, findet sich in einem, durch seine Kombination aus Werk- und Archivbeständen von und zu dem Künstler, weltweit einzigartigen Archiv wieder. Das Joseph Beuys Archiv ist Teil der Stiftung Museum Schloss Moyland und ebenfalls Institut an der Kunstakademie Düsseldorf. Darüber hinaus dient es als internationale Forschungseinrichtung.

Museumsbibliothek

Recherchieren und lesen kann man sowohl im Archiv, als auch in der Museumsbibliothek. Sie ist eine Spezialbibliothek und fasst mehr als 60.000 Publikationen und 26 aktuelle Zeitschriften und ist damit die größte Kunstbibliothek am Niederrhein. Ein Besuch ist kostenfrei und es findet sich, mit zehn Arbeitsplätzen plus einem zusätzlichen mit PC, sowie Internetanschluss und Zugang zu einem Drucker, Raum an dem man in Ruhe nachforschen kann. In dem Online-Katalog der Bibliothek befindet sich zur Zeit 28 % des Bestands.

Garten und Schlossansicht, Foto: Stiftung Museum Schloss Moyland/Maurice Dorren

Kulturelles Angebot für Groß und Klein

Das Museum Schloss Moyland bietet sämtliche Veranstaltungen an, bei denen für jedes Alter etwas dabei ist. Ausstellungen können erkundet, Führungen gebucht und Workshops besucht werden. Kinder können bei „Museum zum Mitmachen“ in die Kunst eintauchen und auch für Familien oder Schulklassen gibt es tolle Angebote. Im Sommer werden Feste im Garten bei den über 530 verschiedenen Hortensiensorten oder im Kräutergarten gefeiert und zu Weihnachten wird auf dem Moyländer-Weihnachtsmarkt gebummelt. Auch für Geburtstage, Hochzeiten, Taufen und andere Feierlichkeiten findet sich in der Schloss Moyland Eventlocation & Café genügend Platz.

Museum Schloss Moyland

Am Schloß 4
47551 Bedburg-Hau

Öffnungszeiten
1. April – 3. Oktober:
Mo: 11 – 17 Uhr (nur Historische Gartenanlage)
Di bis Fr: 11 – 18 Uhr
Sa und So: 10 – 18 Uhr

4. Oktober – 31. März:
Mo: 11 – 17 Uhr (nur Historische Gartenanlage)
Di bis So: 11 – 17 Uhr

Eintrittspreise
alle Bereiche des Museums
Erwachsene: 7 Euro
Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche
(Mit Ausweis: Schüler, Studenten, Menschen mit Handicap, Sozialhilfeempfänger, Bundesfreiwilligendienst): 3 Euro

Teilbereich Historische Gartenanlage/Skulpturenpark
pro Person (keine Ermäßigung): 2 Euro
Familienkarte (2 Erw. und Kinder): 5 Euro

Weitere Infos unter www.moyland.de

Fotos:
Schlossansicht: Stiftung Museum Schloss Moyland/Maurice Dorren
Schlossansicht mit Blick in den Kräutergarten: Stiftung Museum Schloss Moyland/Lokomotiv.de
Werkangabe: Hans Karl Burgeff, Hirschpaar, 1996/97 (Detail)
Foto: Stiftung Museum Schloss Moyland/Maurice Dorren