Duisburger Akzente 2019

Die Kulturveranstaltung „Duisburger Akzente“ feiert in diesem Jahr 40. Jubiläum und lockt Besucher unter einem dem Motto „Utopien“ in die Duisburger Innenstadt. Das Programm besteht aus einer bunten Mischung verschiedener Künste, die sich alle der Debatte um die Existenz der Utopie und des utopischen Zeitalters widmen. Es geht darum, herkömmliche Denkweisen infrage zu stellen und den Blickwinkel auf neue Strukturen zu schärfen.

Darbietung Duisburg, Foto: Katrin Ribbe [ruhr-guide] Erstmalig im Jahr 1977 ausgetragen, haben die Duisburger Akzente inzwischen einen Kultstatus für das Land Nordrhein-Westfalen. Zunächst als Theatertreff gedacht, hat sich die Veranstaltung zu einem spartenübergreifenden Festival entwickelt. Das Programm setzt sich aus künstlerischen Beiträgen der Bereiche Bildende Kunst, Literatur, Theater und Film sowie Ausstellungen, Lesungen und Symposien zusammen. Als Austragungsorte bieten sich zahlreiche städtische und private Kultureinrichtungen in Duisburg an. Zudem werden mit der Zeit auch zunehmend ehemalige Industrieflächen, die Innenstadt und der Duisburger Hafen vom Kulturfestival eingenommen. Jedes Jahr stehen die verschiedenen Programmelemente unter einem aktuellen, gesellschaftlichen Thema, woran sich die Künstler bei ihren Darbietungen orientieren.

Duisburger Akzente, Foto: Duisburger Akzente

Die Utopie

In diesem Jahr finden die Duisburger Akzente vom 16. März bis 07. April unter dem Thema „Utopie“ statt. Das Wort Utopie stammt ursprünglich aus dem Altgriechischen und lässt sich mit „Nicht-Ort“ übersetzen. Der Begriff kommt in der Geschichte immer wieder im Zusammenhang mit Zukunftsentwürfen auf. Ideen von einer besseren und gerechten Gesellschaftsordnung finden sich bereits in Platons Schrift „Politeia“ wieder. Mit der Industrialisierung hat sich dann vor allem in der Philosophie und Politik der Gegenbegriff Dystopie herauskristallisiert. In unserem alltäglichen Sprachgebrauch benutzen wir den Begriff „Utopie“ als Beschreibung für schier Unmögliches. Aber worin liegt eigentlich der Sinn sich Gedanken über eine Zukunft zu machen, die soweit entfernt ist von der Gegenwart, in der wir leben? Die Duisburger Akzente widmen sich in diesem Jahr dieser Frage und wie die Debatte in der verschiedenen Künsten behandelt wird. Inwiefern haben vielleicht die künstlerischen Darbietungen selbst eine gewisse utopische Qualität inne? Schließlich stellen auch sie vertraute ästhetische Strukturen infrage, oder etwa nicht?

Programm 2019

Unter dem Programmpunkten finden sich Klassiker wie Shakespeares „Romeo und Julia“ im Theater Duisburg, aber auch Darstellungen, die die Besucher von einer anderen Welt träumen lassen, einer Utopie. Dazu gehören unter anderem die Ausstellungen „De Dromoscopen – Traumlandschaften“ und „Duisneyland“. Auch die szenische Lesung unter dem Titel „Ende offen...“ beschäftigt sich mit dem Aufeinandertreffen von Wunsch und Wirklichkeit. Seit Denkzeiten streben die Menschen nach einem besseren Leben. Dabei sind die Bemühungen nicht immer von Erfolg gekrönt, sondern nicht selten muss man sich später im Nachhinein fragen: „War dieser Wunsch vielleicht utopisch?“. Für mehr Denkanstöße zu dieser Thematik ist ein Besuch bei den Duisburger Akzenten empfehlenswert!

40. Duisburger Akzente „Utopien“

16. März bis 07. April 2019
Duisburg
Weitere Informationen unter
www.duisburger-akzente.de

Fotos: Katrin Ribbe, Duisburger Akzente

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