Emscherkunstweg

Die Emscher ist vermutlich ein Begriff, der jedem etwas sagt, denn sie ist der Fluss der durch nahezu das ganze Ruhrgebiet führt. Doch was bestimmt nicht jeder kennt, aber kennen sollte, ist der Emscherkunstweg. Kunstliebhaber aufgepasst! 19 Kunstwerke von verschiedenen Künstlern auf einem Weg entlang der Emscher verteilt und kostenlos und für jedermann erreichbar. Eine Fahrradtour durch die Natur oder Stadt und Kunst in einem, das ist das, was der Emscherkunstweg zu bieten hat.

Werk Carbon Obelisk von Rita McBride, Foto: Henning Rogge [ruhr-guide] Der Emscherkunstweg ist ein dauerhafter Skulpturenweg und ein nachhaltiges Ausstellungsformat für das Ruhrgebiet und beinhaltet 19 skulpturale Arbeiten, die entlang der Emscher an verschiedenen Orten von unterschiedlichen Künstlern zu betrachten sind. Ziel ist es, eine permanente Sammlung von künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum aufzubauen, die den Strukturwandel der Region reflektieren. Dies ist im März 2019 aus der Entscheidung hervorgegangen, das temporäre Ausstellungsformat Emscherkunst als Dauerausstellung Emscherkunstweg fortzuführen. Dieser eignet sich vor allem für Radfahrer, die auf über 100 Kilometern Radwegen alleine oder bei einer Führung die Kunstwerke bestaunen können. Zudem sollen zu den bereits bestehenden 19 Arbeiten in den nächsten Jahren noch weitere dazukommen und Nicole Wermers und Julius von Bismarck sind dabei für erste Neuproduktionen vorgesehen.

Werk Zauberlehrling von Inges Idee, Foto: Henning Rogge

Eröffnung des Kunstwerks „Public Hybrid“

Zwei Jahre lang hat Jablonowski das Kunstwerk entwickelt: aus Sandstein und 3D-Drucktechnik hat er eine hybride skulpturale Installation geschaffen. Die Materialien sind zu künstlichen Formationen übereinander geschichtet. Mit der Skulptur reflektiert der Künstler auch den den Emscher-Umbau der Emschergenossenschaft, welcher durch technologische und ökologische Eingriffe eine ebenso hybride Landschaft formt.
David Jablonowski, Public Hybrid

Standort Public Hybrid:
Am Emscher-Weg, GPS 51.490188, 7.533196

Jederzeit und kostenlos zugänglich

Das Besondere dabei ist, dass das Betreten der Kunstwerke bzw. deren Standort für Jedermann möglich und kostenlos ist. Die Werke sind dabei völlig unterschiedlich und an gewöhnlichen oder auch ungewöhnlichen Orten vorzufinden. Sei es von Rita McBride eine fast 14 Meter hohe, mit Carbon beschichtete Skulptur mit dem Namen Carbon Obelisk (2010), der an einer Wegkreuzung nördlich der Emscher steht oder aber auch ein Werk mit dem Namen Kunstpause (2016), in dem von atelier le balto eine begehbare Holzarchitektur, bei der ein Haselnusshain durch hölzerne Stege und Plattformen in einen zugänglichen und gemütlichen Ort verwandelt wird, bei dem man auch gerne mal verweilen möchte. Der Emscherkunstweg ist zudem ein Kooperationsprojekt von Urbane Künste Ruhr, der Emschergenossenschaft und dem Regionalverband Ruhr. Es wurde zusammen konzipiert von Britta Peters, der künstlerischen Leiterin von Urbane Künste Ruhr und der Kuratorin Marijke Lukowicz. Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Werk Kunstpause von atelier le balto, Foto: Henning Rogge

Veranstaltungen am Emscherkunstweg

Um den Emscherkunstweg zu erkunden, bietet sich eine Tour mit dem Fahrrad an, um so viel wie möglich entdecken zu können. Von Juli bis September 2022 werden deshalb an jedem Sonntag im Monat geführte Radtouren kostenlos angeboten, bei denen man über die Kunstwerke ins Gespräch kommen kann und mehr darüber erfahren kann. Insgesamt gibt es 5 unterschiedliche Touren, die auf circa 20 Kilometern mehrere verschiedene Kunstwerke umfassen. Der Ausflug wird von ADFC-geschulten Kunstvermittlern begleitet und man bekommt mindestens drei Kunstwerke zu sehen. Natürlich können sie aber auch den Emscher Weg jederzeit mit dem Fahrrad erkunden, wenn sie auf eine individuelle Tour zurückgreifen möchten.

Emscherkunstweg

Informationen zu geführten Radtouren: www.emscherkunstweg.de/touren

Foto: Henning Rogge