Das Geleucht auf der Halde Rheinpreussen

Auf der Halde in Moers ragt ein "Turm", welcher immer wieder die volle Aufmerksamkeit bekommt: das Geleucht. Die Autofahrer, die über die Rheinbrücke auf der A 42 vorbeifahren, Spaziergänger und Jogger werden das Geleucht auch von Weitem gut zu sehen bekommen. Es zählt mit seinen 122,6 Metern (Berg und Grubenlampe) zu der größten Grubenlampe der Welt.

Das Geleucht auf der Halde, Fotocredit: Karl Brand [ruhr-guide] Unter einer Abraumhalde im Ruhrgebiet versteht man die Anhäufung bzw. Aufschüttung von Material – dem sogenannten Abraum aus dem Bergbau -, welches sich oberhalb der umgebenden Geländeoberfläche befindet. Auf dieser Bergehalde der Zeche Rheinpreußen, welche einst als Abfallprodukt des Bergbaus angesehen wurde, wurde das Geleucht erbaut. Durch die Rekultivierung und künstlerische Gestaltung gehört die Halde mittlerweile zu einem beliebten Ausflugsort im Ruhrgebiet.

Das Geleucht gesperrt

Wegen der aktuellen Coronalage und des hohen Publikumsandrangs am Wochenende hat die Stadt Moers bis auf weiteres die Schließung des Geleuchts beschlossen.

Das Geleucht: die Landmarke im Ruhrgebiet

Die größte Grubenlampe aus Moers gehört auch zu der schönsten Landmarke im Ruhrgebiet. Diese ist nicht nur am Tag, sondern auch am Abend schön anzusehen. Die Halde in Moers wurden in den Jahren 1963 bis 1990 auf einem Baggersee errichtet. Mit einer Grundfläche von rund 52 Hektar und einer Höhe von 103,5 über dem Meeresspiegel, zählt die Halde in Moers zu der siebtgrößten Halde im Ruhrgebiet. Durch die freigehaltene Böschung gelingt es den Besuchern der Halde über die Landschaft verschiedener Ortschaften im Ruhrgebiet zu blicken. Hierzu zählen Orte wie Duisburg, Bottrop und Kamp-Lintfort. Auch ist auf der Halde eine Aussicht auf den Rhein sowie auf die Autobahn- und Eisenbahnbrücke möglich. Obwohl das Geleucht nicht auf dem höchsten Punkt der Halde erbaut worden ist, befindet sich dieses auf dem Gipfelplateau. Die Grubenlampe zählte in dieser Umgebung einst zu den notwendigsten Ausstattungen im Bergbau. Die mangelnde Verfügbarkeit von Elektrizität erschwerte den Bergleuten das Arbeiten im Bergbau. Dementsprechend wurde das Geleucht als ein sehr wichtiges Hilfsmittel angesehen, da es mit seinem Licht die Bergbauarbeiten zum Teil vereinfachte. Die Idee für das Geleucht auf der Halde kam von Otto Piene, welches im Jahr 2007 mit der finanziellen Unterstützung verschiedener Unternehmen und dem Förderkreis Landmarke Grubenlampe fertig errichtet wurde.

Der Haken auf dem Geleucht der Halde Rheinpreussen, Fotocredit: Karl Brand Die leuchtend rote Farbe des Geleuchts sowie der offene Hang in der Nähe, welcher durch multiple Scheinwerfer rot beleuchtet wird, wirkt mittlerweile nach der Dämmerung verlockend. Genau dieser Aspekt zieht täglich viele Autofahrer, Jogger oder Spaziergänger an! Das Geleucht dient mit seiner Beleuchtung als eine perfekte Fotokulisse! Im Hintergrund werden nach und nach die Rheinbrücke oder die Kraftwerke zu sehen sein, die dem Foto einen gewissen Effekt verleihen. Für Fotografen ist das Geleucht auf der Halde daher ein recht bekannter Ort, um wirkungsvolle Bilder mit unterschiedlichen Lichtquellen zu erzielen. Es kann also festgehalten werden, dass die größte Grubenlampe der Welt sich zu einem lohnenswerten Ausflugsziel etabliert hat. Wer die Natur, Geschichte, aber auch eine schöne Kulisse für seine Fotos benötigt, ist bei dem Geleucht auf der Halde Rheinpreussen in Moers genau richtig!

Halde Rheinpreussen

Gutenbergstraße, 47443 Moers

Foto: Karl Brand