Affengitterbande – Ein Ball, fünf Jungs und jede Menge Abenteuer

Viele Kinder im Pott wachsen damit auf, nach der Schule oder an den Wochenenden auf einem Sportplatz oder auf der Straße Fußball zu spielen – oder eben auf einem umgitterten Bolzplatz, wie das „Affengitter“, in dem die „Affengitterbande“ in dem gleichnamigen Comic kickt. In diesem autobiografischen Comic, der beim Mercator Verlag erschienen ist, erinnern die Duisburger Autoren Oliver Hinzmann, Martin Hinzmann und Marcus Echtenbruck an ihre Kindheit und malen damit ein Porträt der Stadt Duisburg zu Beginn der Nullerjahre. Der ruhr-guide verlost ein Exemplar!


[ruhr-guide] In dem autobiografischen Comic, erschienen imDie fünf Hauptfiguren auf dem Cover, im Hintergrund ist grün und Industrie in Duisburg Foto: Mercator Verlag Juni 2021 beim Mercator Verlag, beschreibt das Autorentrio Oliver Hinzmann, Martin Hinzmann und Marcus Echtenbruck aus Duisburg die Kindheit von fünf Jungen, die ihren Fußballidolen nachstreben. Das Ziel der Freunde ist die Teilnahme an einem Fußballturnier auf Schalke. Sie trainieren dafür so gut sie können, ohne Trainer:in und auch ohne Tor (der Versuch, ein selbstgebautes aus Holz zu benutzen, schlägt fehl, nachdem es ein paar Bälle abbekommt und zusammenbricht). Sie haben nur ein Buch über Fußball-Taktik, das Martin, der Kapitän der Mannschaft, aus der Bibliothek ausleiht. Mit dem Buch und ihrer Leidenschaft bewaffnet, versuchen die fünf Freunde, ihr Spiel zu verbessern.

Das Autorentrio steht in einem eingegitterten Fußballfeld Foto: Mercator Verlag

Darstellung des Ruhrpotts in den 2000ern

Bedeutsam ist natürlich das Ruhrgebiet, wo der Comic spielt und eine Fußballkindheit so substanziell ist. Bereits auf dem Buchcover sehen wir einen Teil von Duisburg: Ungefähr die Hälfte des Bildes ist grün, die obere Hälfte zeigt die Industrie mit ihren Abgasen. Das beschreibt schon ziemlich gut die zwei Welten, die im Ruhrgebiet aufeinander treffen. Auf der Karte, die die Autoren der Geschichte voranstellen, sehen wir viel Grün, so wie auch im gesamten Comic. Hin und wieder sind aber auch Schornsteine der Industrie im Hintergrund zu sehen oder große Straßen und Schienen, die allesamt für das Ruhrgebiet charakteristisch sind. Auch relevant für das Abbild des Ruhrgebiets der Nullerjahre sind die kulturellen Referenzen, zum Beispiel auf Fußballspieler, die in der Saison 2001/02 beim BVB gespielt haben. Die WM 2002 wird natürlich ebenfalls erwähnt. Aber auch die Spielekonsole SNES aus dieser Zeit hat eine große Rolle, denn die Jungs spielen fast so oft Videospiele wie Fußball.

Fußball als kulturübergreifend

Wichtig ist für die Autoren auch das enge Zusammenleben verschiedener Milieus und Kulturen, das seit Jahrzehnten Realität im Ruhrgebiet ist. Das spiegelt sich auch im Amateurfußball des Comics wider, wo der erste Gegner der Protagonisten ein Freundeskreis türkischstämmiger Jungen aus der Gegend ist, mit dem sich die Affengitterbande anfreundet. Durch den Comic hindurch begegnen uns immer wieder Figuren anderer Religionen, wie die Mannschaft auf dem Turnier auf Schalke, die sich den Namen „Black Muslims“ gibt, oder Mitschüler:innen der Protagonisten in Duisburg.

Fazit
Der Comic „Die Affengitterbande – Ein Ball, fünf Jungs und jede Menge Abenteuer“ ist interessant für alle Fußballfans und diejenigen, die sich für 224 Seiten in die Nullerjahre zurückversetzen wollen. Durch das visuelle Medium des Comics gelingt es den Autoren bzw. Künstlern sehr gut, diese Zeit wieder aufleben zu lassen.

Verlosung

Der ruhr-guide verlost eine Ausgabe von „Affengitterbande – Ein Ball, fünf Jungs und jede Menge Abenteuer“. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, schicken Sie uns eine Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Anschrift und dem Betreff „Affengitterbande" an gewinnen@ruhr-guide.de. Der Einsendeschluss ist der 14.09.2022. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Glück!

Affengitterbande – Ein Ball, fünf Jungs und jede Menge Abenteuer

Veröffentlicht: Juni 2021
Seitenzahl: 224
Produkt: 162 x 237 mm, kartoniert
ISBN: 978-3-946895-30-5
Preis: 22,00€
Mercator Verlag
Autoren: Oliver Hinzmann, Martin Hinzmann und Marcus Echtenbruck

Fotos: Mercator Verlag