Emil Schumacher Museum Hagen

Seit 2009 beheimatet das Emil Schumacher Museum eine große Sammlung von Werken des expressionistischen Künstlers. Die Malereien des berühmten Hagener Sohns lassen sich in dem modernen Glasbau im Hagener Kunstquartier auf drei Ebenen bestaunen. Viele Sonderausstellungen bieten neben der umfangreichen Dauerausstellung immer neue Eindrücke und verleiten zum Wiederkommen.

Das Emil Schumacher Museum bei Nacht, Foto: Werner Hannappel, Essen [ruhr-guide] Im August 2009 wurde das Emil Schumacher Museum als Teil des Kunstquartiers Hagen eingeweiht. Das Museumsviertel Kunstquartier umfasst neben dem Emil Schumacher Museum auch das Osthaus Museum, das sich als städtisches Kunstmuseum der Modernen Kunst verschrieben hat. Das Emil Schumacher Museum widmet sich mit seiner großen Sammlung dem Lebenswerk des bekannten Hagener Malers, der durch sein Schaffen die expressionistische Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts tiefgreifend beeinflusste. Schumacher (1912-1999) war in Deutschland ein Mitbegründer der Abstrakten Kunst und spezialisierte sich auf die informelle Kunst.

Drei Etagen voller Meisterwerke

Das Emil Schumacher Museum Hagen ist ein beeindruckender, moderner Bau. Von einer Freitreppe aus gelangt man in das komplett von einer Glasfassade umgebene Museum, das auf drei Etagen Werke des Künstlers zeigt. Zur Dauerausstellung gehören über 500 Werke Schumachers, die zum Großteil von seinem Sohn Ulrich Schumacher gestiftet worden sind. Darunter befinden sich 88 Ölgemälde, 200 Gouachen sowie viele Grafiken, Keramiken, Porzellan- und Schiefermalereien. Weitere 100 Werke hat die Stadt Hagen zur Sammlung beigetragen.
Blick in die Ausstellung, Foto: Werner Hannappel, Essen Das Museum konnte sich in den wenigen Jahren seines Bestehens bereits einen festen Standpunkt in der regionalen Museumslandschaft erarbeiten. Nicht zuletzt ist es eines der 20 RuhrKunstMuseen, die seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 ein Museumsnetzwerk bilden. Als zentrales Ziel möchte das Emil Schumacher Museum das Werk des Künstlers national und international zugänglich machen und es im im Hinblick auf die Kunstrichtung des Abstrakten Expressionismus erforschen.
Neben der Dauerausstellung gibt es regelmäßig große Sonderausstellungen und kleinere Kabinettausstellungen. Das Museumspädagogisches Programm umfasst verschiedene Führungen und Vorträge, die auf die Ausstellungen abgestimmt sind. Auch finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Durchbruch zur Farbe – Fritz Winter

30. August 2020 bis 31. Januar 2021
In der Ausstellung "Durchbruch zur Farbe" können Sie ca. hundert Werke des Malers Fritz Winter betrachten.Maler: Fritz Winter, Metamorphose, 1944, Öl auf Leinwand, 130 x 110 cm, Privatsammlung, Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2020 Die Abstraktion wirkte schon früh auf Winter ein. Geprägt wurde er von Malern wie Kadinsky, Feiniger und Moholy-Nagy. Von den ersten Werken bis zur letzten Leinwand kann man sehen, wie sich seine Malerei über die Zeit weiterentwickelt hat. In der Ausstellung ist die gesamte malerische Bandbreite zu sehen. Sie zeigt, wie er sich mit der Farbe auseinandersetzt. Die Farbpalette seiner frühen Werke war noch nicht sehr umfangreich. In der Nachkriegszeit wurde die Farbe jedoch zum zentralen Thema seiner Malerei. Es werden bekannte Werke und seltene Werke aus privaten Sammlungen ausgestellt.

Emil Schumacher Museum Hagen

Museumsplatz 1-2
58095 Hagen

Das Kunstquartier ist vom Montag, 2. November bis zum 30. November 2020 einschließlich geschlossen!

Öffnungszeiten:

Montag geschlossen.
Dienstag bis Sonntag: 12 - 18 Uhr
Die Kasse schließt jeweils eine halbe Stunde früher.
Das Kunstquartier Hagen ist am 24.12./25.12./31.12./1.1./Ostermontag/Pfingstmontag/1. Mai geschlossen.
Die Museen verfügen über rollstuhlgerechte Zugänge.

Preise

jeweils als Kombi-Ticket für das Kunstquartier:
Erwachsene: 10 EUR
Kinder (6-18 Jahre) und ermäßigt: 5 EUR
Kinder unter 6 Jahren: frei
Familienkarte: 20 EUR

Schulklassen pro Schülerin/Schüler 1,50 EUR
Gruppen ab 12 Personen pro Person 7,00 EUR

Telefon: +49 2331 3060 066
E-Mail: info@esmh.de
Führungsanfragen: +49 2331 207 2740

Weitere Infos unter www.esmh.de

Fotocredit: 1. und 2. Werner Hannappel, Essen. 3. Fritz Winter, Metamorphose, 1944, Öl auf Leinwand, 130 x 110 cm, Privatsammlung. © VG-Bild-Kunst, Bonn 2020.