Gastronomie im Ruhrgebiet: Sicherheit und Komfort für Gäste

Die Corona-Krise hat die Gastronomie schwer getroffen. Umso hoffungsvoller richtet sich der Blick der Gastronomen nun auf die Zeit nach dem geplanten Lockdown-Ende am 14. Februar. Ob und wie es danach weitergehen soll, ist allerdings noch unklar. Fest steht jedoch: Wer seine Gäste möglichst rasch zurückgewinnen will, sollte ihnen einen ebenso sicheren wie komfortablen Lokalbesuch ermöglichen.

Leere Stühle – ein Anblick, der hoffentlich bald der Vergangenheit angehört. Foto © NickyPe/pixabay.com Mit welchen Vorschriften Gastronomen rechnen müssen und wie sie darüber hinaus einen angenehmen Lokalbesuch für ihre Gäste gewährleisten können, verrät dieser Artikel. Dass es auch nach den schrittweisen Öffnungen noch strenge Regeln und Hygienekonzepte einzuhalten geben wird, steht außer Frage. Denn trotz der angelaufenen ersten Impfphase ist die Lage weiterhin angespannt. Bis genug Menschen gegen das Virus immunisiert worden sind, dauert es noch Monate.

Sicherheit geht vor – die Corona-Schutzmaßnahmen sind auch 2021 einzuhalten

Eine Antwort darauf, wie die fortan einzuhaltenden Regeln im Detail aussehen werden, kann noch nicht gegeben werden. Grundsätzlich sind allerdings die uns bereits bekannten Vorschriften zu erwarten:

• Abstandsregeln
• Hygienevorschriften
• Registrierungspflicht für Gäste
• Infoschilder zu den Verhaltensregeln
• Regelmäßiges Lüften geschlossener Räume
• Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise Maskenpflicht
• Sperrstunden sowie begrenzte Ausschankzeiten für Alkohol

Details und Updates zu den aktuellen Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen finden Sie auf der Website der Landesregierung. Doch auch über die gesetzlichen Vorschriften hinaus können Gastronomen Maßnahmen treffen sowie Services anbieten, die ihren Gästen einen möglichst sicheren, unkomplizierten sowie auch angenehmen Lokalbesuch ermöglichen – hier ein paar Tipps:

Die Öffnungszeiten im Netz updaten

Sobald die schrittweisen Lockerungen die Betriebsaufnahme zulassen, sollten die neuen Öffnungszeiten online bekannt gegeben werden, so zum Beispiel auf der eigenen Website und bei Google. Denn es ist davon auszugehen, dass sich viele Gäste vorab informieren werden, ob die Gaststätte ihren Betrieb auch wirklich wieder aufgenommen hat – schließlich ist es ziemlich frustrierend, aufgrund nicht bekannter oder falsch ausgewiesener Öffnungszeiten auf eine geschlossene Türe zu stoßen. Diese Updates nicht zuletzt auch deswegen relevant, da nicht auszuschließen ist, dass die Öffnungszeiten aufgrund schwankender Neuinfektionszahlen regelmäßig angepasst werden müssen.

Schirme mit großer Spannweite schützen vor Sonne und Regen zugleich. Foto © Robert Bye/unsplash.com

Für wetterfesten Sonnen- und Regenschutz sorgen

Ebenfalls zu erwarten ist, dass die Gäste verstärkt Tische im Freien wünschen werden. Zumal, da die Gefahr, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, an der frischen Luft deutlich geringer ist als in geschlossenen Räumen. Doch wer unter freiem Himmel sitzt, möchte je nach Wetterlage auch vor Sonne und Regen geschützt sein. Bedenkt man zudem, wie viele Gäste bei einem plötzlichen Wolkenbruch üblicherweise ins Lokalinnere stürmen, lassen sich mithilfe hochwertiger Gastronomie- und Gewerbeschirme auch chaotische Situationen vermeiden, in denen die Gäste jegliche Abstandsregeln ignorieren – und womöglich hohe Bußgelder drohen.

Online-Reservierungen ermöglichen

Ob es direkt nach dem Lockdown zu einem großen Gästeansturm kommen wird, sei noch dahingestellt; ebenso wie die Frage, ob es für gewisse Gastronomiebetriebe wieder eine Reservierungspflicht geben wird. Doch dessen ungeachtet, werden viele Gäste einen Tisch reservieren wollen, um nicht aufgrund reduzierter Tischzahlen in einer Warteschlang verharren zu müssen.

Eine Schweizer Studie zum Thema Restaurant-Buchungen aus dem Jahr 2019 zeigt, dass der Großteil (64%) aller Reservierungen nach wie vor per Telefon durchgeführt werden, betont jedoch zugleich die wachsende Bedeutung von Online-Buchungsservices. Der große Vorteil: Tische können online auch außerhalb der Öffnungszeiten reserviert werden. Zudem kommen Online-Buchungssysteme den digitalen Nutzungsgewohnheiten jüngerer Gäste entgegen.

Kontaktlose Bezahlmöglichkeiten anbieten

Jede zusätzlich angebotene Zahlungsoption ist ein gern gesehener Kundenservice. Darüber hinaus ist das kontaktlose Zahlen per Karte und App schlichtweg hygienischer als klassische Bargeldzahlungen. Denn auf Geldscheinen und Münzen sammeln sich Krankheitserreger wie etwa Viren, Pilze und Bakterien – darunter können sich auch Corona-Viren befinden. Zudem kommt es bei der Bargeldzahlung (sowie der Rückgeldgabe) oft versehentlich zu direktem Hautkontakt, welcher, sofern möglich, vermieden werden sollte.

Zwar zeigen Studien, dass beim Berühren von Geld nur ein Bruchteil der dort haftenden Bakterien und Viren tatsächlich auf die Haut gerät; das Infektionsrisiko ist somit also relativ niedrig, wohlgemerkt aber nicht ausgeschlossen. Dies gilt übrigens auch für die Tasten an Kartenterminals. Jedoch sollte auch der psychologische Aspekt berücksichtigt werden: Im vergangenen Pandemiejahr hat sich in der Bevölkerung ein ausgeprägtes Hygiene-Bewusstsein gebildet. Viele Gäste fühlen sich daher einfach wohler, wenn sie kontaktlos bezahlen können.

Plexiglasscheiben installieren – auch auf freiwilliger Basis

Plexiglasscheiben waren als Corona-Schutzmaßnahme in Gastbetrieben bislang nur verpflichtend, wenn die vorgeschriebenen Abstandsregeln zwischen den Tischen nicht einhaltbar waren. Zudem konnten die Schutzwände auch an den Bartheken installiert werden, sodass Gäste auch auf den Barhockern Platz neben durften. Unabhängig davon, ob es für das eigene Lokal notwendig ist oder nicht, macht es durchaus Sinn, schützende Trennwände zu installieren. Zumal ist jeder Gast für eine Plexiglasscheibe dankbar, sollte am Nebentisch jemand plötzlich Aerosole, Nasensekret und Speichel durch die Luft schleudern. Zudem ist dies ein einfacher Weg, den Gästen zu vermitteln, dass man den Schutz ihrer Gesundheit wirklich ernst nimmt.

Ästhetisch gesehen, gibt es sicherlich Ansprechenderes als eine Plexiglasscheibe. Aber durch die Montage an formschönen Halterungen (wie wir sie beispielsweise von Ladenschildern kennen) sowie durch eine zu den Räumlichkeiten passenden Tönung können die transparenten Schutzscheiben neben ihrer gesundheitsschützenden Funktion auch einen dekorativen Zweck erfüllen – wodurch diese zugleich auch ein wenig an ihrem medizinischen Charakter verlieren.

Fotos: 1 © NickyPe/pixabay.com, 2 © Robert Bye/unsplash.com