Online-Lexikon verfolgter jüdischer Fußballer

Dortmund (idr). „Niemals vergessen“ – unter diesem Titel hat das Deutsche Fußballmuseum ein Online-Lexikon verfolgter jüdischer Fußballer veröffentlicht. Heute – anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Holocaust – wurde das digitale Nachschlagewerk veröffentlicht. Dokumentiert sind die Lebensgeschichten heute zumeist vergessener jüdischer Fußballer und Funktionäre, die bis zu ihrer Ausgrenzung in der Zeit des Nationalsozialismus einen zentralen Teil der deutschen Fußballkultur ausmachten.

Entstanden ist das Lexikon in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der deutschen Fußballmuseen und Vereinsarchive. Derzeit sind 25 Vereine und Gruppen aus ganz Deutschland beteiligt – darunter u.a. der Hamburger SV, FC Schalke 04, VfL Bochum 1848, Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt und der FC Bayern München. Mehr als 200 Biografien konnten rekonstruiert werden. Darunter befinden sich bekannte Namen wie der des Nationalspielers Julius Hirsch, der im KZ Auschwitz ermordet wurde, aber auch viele bislang eher unbekannte Persönlichkeiten kleinerer Klubs.

Infos unter http://www.fussballmuseum.de

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