Zoo Duisburg
Einiges hat sich in den letzten Jahren im Zoo Duisburg getan und viele Highlights laden zur Entdeckung ein. Wie im Dschungel fühlt man sich auf der Lemuren-Insel, eine außergewöhnliche Unterwasserwelt erwartet die Besucher im Rio Negro-Tropenhaus und Flachlandgorillas durchstreifen den Gorilla-Bush. Abseits von enger Käfighaltung präsentiert sich der Zoo Duisburg frei und modern. Neue Anlage für die Binturongs!

Die Sparkassen-Erlebniswelt im Zoo Duisburg
Streichelzoo war gestern! Die Sparkassen-Erlebniswelt im Zoo Duisburg
Die gesamte Unterwasserwelt
Im Sommer 2016 war es dann endlich soweit: Das älteste noch erhaltene Gebäude im Zoo Duisburg, das Haus der Tausend Fische, wurde nach 3 Jahren Umbau eröffnet. Themenbecken zeigen die verschiedenen Bereiche der Erde und dessen Unterwasserleben auf. Dort finden sich neben verschiedensten Fischen auch Anemonen, Seepferdchen, Seesterne und Spiegeleiquallen im Quallenkreisel. Zusätzlich zieht Oktopus Theo in der Mitte des Raumes alle Aufmerksamkeit auf sich. Energiesparende Technik, moderne LED-Beleuchtung und neue Sichtscheiben erfrischen das Haus der Tausend Fische in neuem Glanz. Am Ausgang erwartet Sie dann schon das nächste Highlight, denn dort befinden sich die Südamerikanischen Riesenotter.
Delfinarium vs. Auswilderung
Viele Besucher erfreuen sich an den Vorführungen im Delfinarium, wobei die Haltung von Delfinen in solchen Anlagen nicht nur Freunde findet, sondern vielfach auch sehr kritisch betrachtet wird. Allerdings sind die Argumente, die der Zoo Duisburg auf den Webseiten zum Delfinarium gegen eine Auswilderung vorbringt, auch eine Betrachtung wert, besonders vor dem Hintergrund der grandiosen "Free-Willy"-Pleite, also der misslungenen Auswilderung des Film-Orcas Keiko, der immer wieder die Nähe der Menschen suchte und auf Zufütterung bis zu seinem frühen Tod angewiesen war. Mal ganz abgesehen von den Millionen, die dieses Projekt verschlungen hat.
Fast wie im Dschungel
Sehr gelungen im Zoo Duisburg ist das große Außengelände für die Gorillas. Hier im Gorilla-Bush, der im Jahr 2002 eröffnet und 2015 neu gestaltet wurde, können die Besucher Flachlandgorillas in einer naturnah gestalteten Anlage beobachten. Sehenswert ist auch die Lemuren-Außenanlage. Hier leben die Kattas in einem für Besucher begehbaren Gehege, wo sie zwischen Außen- und Innenanlage wechseln können. Das ganze Gehege ist im Zoo Duisburg sehr schön gestaltet und ermöglicht es den Besuchern, den Tieren ganz nah zu kommen. Man fühlt sich hier beinah wie im wirklichen Dschungel! Auch das Elefantenhaus und das Außengelände sind wunderschön gestaltet und entsprechen modernsten Standards. Seit Anfang 2012 ist auch die Brillenbärenanlage umgebaut, vergrößert und verschönert worden.
In der Höhle des Tigers
Flüsse, Felsen, und dreimal so viel Platz. Anfang 2016 eröffnete der Duisburger Zoo das neue Tigergehege. Mit einer Fläche von 2200 qm ist das neue Zuhause der sibirischen Tiger den ursprünglichen Lebensräumen detailgetreu nachempfunden. Die gerechte Haltung und Zucht der bedrohten Tierart ist so in sicheren Händen. Da das Gehege in kleinere Bereiche unterteilt werden kann, könnte auch möglicher Nachwuchs sicher aufgezogen werden. Aber auch für die Besucher des Zoos bietet das Gehege ein atemberaubendes Erlebnis. Durch die vielen Einsichtmöglichkeiten und Ebenen können Besucher den Großkatzen ganz nah kommen und diese in natürlicher Umgebung beobachten.
Modernisierung und Spaßfaktor
Der Zoo Duisburg wandelt sich also vom betagten Rentner – er ist immerhin schon 87 Jahre alt – zum jugendlichen Leichtfuß mit modernen Gehegen und möglichst artgerechter Tierhaltung. Selbstverständlich darf man hierbei natürlich nicht die Kosten vergessen, auch dauert der Umbau eines Zoos nun mal seine Zeit. Ebenso präsentiert sich die bekannte Zoobrücke über der Autobahn als natürliche und grüne Oase, die den Zoo in zwei Bereiche teilt. Für Kinder findet sich am Nordende des Zoos ein großer Spielplatz und am Eingang können Bollerwagen geliehen werden.Damit der Besucher unterwegs bei Kräften bleibt, finden sich im Zoo verteilt mehrere Kioske, an denen die Besucher Snacks, Eis und Getränke erwerben können. Wen der große Hunger plagt, kann es sich in der Afrika Lodge, der Hauptgastronomie des Zoos gemütlich machen. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung, allerdings ist ein kleiner Fußweg zum Eingang unvermeidlich.
Bewegte Geschichte
Gegründet wurde der Zoo Duisburg schon vor etwa 87 Jahren. Am 12. Mai 1934 öffnete er seine Pforten als Duisburg-Hamborner Tierpark am Kaiserberg. Nachdem der Zoo kriegsbedingt im Jahr 1939 geschlossen und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, kamen im Jahr 1946 die ersten Leihtiere aus München nach Duisburg und der Zoo wurde wiedereröffnet. Heute verfügt der Zoo Duisburg über eine reichhaltige Artenvielfalt: Rund 9000 Tiere haben hier eine Heimat gefunden.
Den Tieren ganz nah
Neben den täglichen kommentierten Fütterungen, Tierpflegergesprächen oder öffentlichen Trainings, hält der Zoo Duisburg ein breit gefächertes Erlebnisangebot für seine Besucher bereit. Bei den individuellen Zooführungen beispielsweise, können die Teilnehmer unter fachlicher Begleitung mehr über die einzelnen Zoobewohner erfahren und haben die Chance, ihre ganz speziellen Fragen loszuwerden. Auch die Nachtsafari, die an besonderen Terminen auch für Familien mit Kindern angeboten wird, lohnt sich, denn dort können die Besucher auf einem individuellen Abendspaziergang allerhand Lehrreiches und Lustiges über den Zooalltag aus erster Hand erfahren. Auf der Führung „Erwachen der Zootiere“ erhalten die Besucher sowohl interessante Informationen über den morgendlichen Ablauf als Tierpfleger, als auch über die Schlafgewohnheiten der verschiedenen Tiere. Wer diese Tiere einmal näher kennen lernen möchte, kann auch Tierpfleger für einen halben Tag werden und sich um die Versorgung und Pflege der Zoobewohner kümmern. Zusätzlich können im Zoo unvergessliche Jungesellen- und Jungesellinnenabschiede gefeiert werden. Selbstverständlich bietet der Duisburger Zoo auch ein buntes Programm für Kinder. Dazu zählen unter anderem Erlebnisführungen sowie Erlebnisabende für Geburtstagskinder, ein Besuch in der Zooschule und tolle Ferienangebote. Spannend sind auch die Möglichkeiten für Senioren oder Menschen mit besonderen körperlichen Ansprüchen, denn es werden Zooführungen für Senioren, Demenzerkrankte oder Sehbeeinträchtigte angeboten.
Einzug der Seekühe
Im Jahr 2022 erwartet die Besucher des Duisburger Zoos
Der Duisburger Zoo unterstützt bereits seit Jahren die vom aussterben bedrohte Tierart durch die Organisation Yaqu Pacha e.V. und möchte diese Zusammenarbeit nun intensivieren, denn in ihrem ursprünglichen Lebensraum sind Seekühe gefährdet und werden sogar auf der „Roten Liste“ aufgeführt. Motorbote, Jagden und die Verschmutzung der Flüsse bedrohen die Säuger.
Neues Ameisen-Quartier im Zoo Duisburg
Im Zoo Duisburg ist mit Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft GEBAG das neue Ameisen-Quartier fertiggestellt worden. Mit dem Quartier ist ein neues Heim für mehrere Tausend Blattschneiderameisen entstanden. Es steht in der Tropenhalle Rio Negro und bietet Ihnen die Möglichkeit, die kleinen Krabbler zu beobachten. Zwei Etagen werden von einem über 20 Meter langen Rohrsystem durchzogen, das nicht nur die Futterstationen verbindet, sondern auch einen Einblick in die fleißige Arbeit der Ameisen ermöglicht. In der unteren Etage liegt ein Pilzgarten, den sie verwenden, um sich selbst zu verpflegen. Sie werkeln Tag und Nacht an den Blättern, um sich um den Pilzgarten zu kümmern. Die kleinsten Bewohner des Zoos haben einen schicken, neuen Lebensraum bekommen.
Asiatischer Zuwachs: Binturongs
Erst kürzlich, Anfang November 2023 eröffnete das neue Areal des Duisburger Zoos: das Binturong-Gehege inklusive Außenanlage mit Teichzone und Innenbereich mit zahlreichen Schlaf- und Klettermöglichkeiten. Die zwei dort lebenden Riesen-Schleichkatzen stammen ursprünglich aus Asien, wiegen bis zu 20 kg, und ernähren sich von Aas, kleinen Säugetieren oder Vögeln. Diese können sie perfekt mit ihrem für Säugetiere seltenen Greifschwanz und den Krallen in den Bäumen der Regenwälder fangen. Vor allem steht jedoch reifes Obst auf dem Speiseplan. Klettertouren sind in dem neuen Gehege auch oberhalb der Köpfe der Besucher:innen möglich. Dabei lässt sich das Kichern, Grunzen oder Jammern der Tiere gut vernehmen. Da sowohl der Lebensraum, als auch die Tierart an sich als gefährdet gelten, leistet der Zoo durch den Einzug der Binturongs einen Teil zu deren Erhalt. Mitfinanziert wurde das Projekt durch den Verein der Freunde des Duisburger Tierparks e.V.
Die Karibische Insellandschaft ist eröffnet
Mit der neuen Leguaninsel im Stil einer Karibischen Insellandschaft hat der Zoo Duisburg ein echtes Highlight dazugewonnen. Die rund 120 Quadratmeter große überdachte Halle verwandelt die ehemalige „Kleine Tropenhalle“ hinter dem Aquarium des Zoos nach zwei Jahre langer Umbauarbeit in ein neues Zuhause für einen Wirtelschwanzleguan, Kuba-Baumratten, eine Socorro-Taube, Grahami-Anolis, Kuba-Schlankboas und kubanische Blattschrecken. Mit dem weißen karibischen Sandstrand, den Palmen, den Felsen und der kunstvollen Landschaftsmalerei passt sich das neu gestaltete Areal perfekt an die Tiere karibischer Herkunft an. „Mit dem Bau der Leguaninsel haben wir ein Stück Karibik in unseren Zoo geholt und schaffen Einblicke in eine ferne sowie faszinierende Tierwelt“, erzählt die Zoodirektorin Astrid Stewin. Zu den Bewohnern des neuen Areals zählen unter anderem der 1,5 Meter lange Wirtelschwanzleguan Ivan, der sein Zuhause im karibischen Sandstrand gefunden hat, die Kubanischen Baumratten, deren Bereich den Trockenwäldern Kubas nachempfunden ist, die Socorro-Taube, die sich über dem Sandstrand und dem Trockenwald aufhält und der Vielfarbentodi, ein seltener, ausschließlich auf Kuba vorkommender Vogel. Die Leguaninsel mit Höhle, tiefem Sand und Wärmelampen soll den Reptilien nicht nur einen Platz zum Leben, sondern auch zum Vermehren geben. Daher zieht zukünftig ein Artgenosse von Ivan in das neu gestaltete Areal, denn zwei sich gegenseitig imponierende Männchen sorgen für die richtige Paarungsstimmung. Bei den Nagetieren hat es mit dem Nachwuchs schon geklappt, denn erst vor kurzer Zeit sind dort zwei muntere Jungtiere zur Welt gekommen.Tipp: Nicht weit entfernt finden Sie den Duisburger Innenhafen, den Landschaftspark Duisburg Nord oder den Gasometer Oberhausen.
Zoo Duisburg
Mülheimer Strasse 27347058 Duisburg
Tel: 0203 / 604-44250
Kassenöffnungszeiten
Sommer (März – Oktober): 9.00 - 17.30 Uhr
Winter (November – Februar): 9.00 - 15.30 Uhr
(der Zoo kann nach Kassenschluss durch die Drehkreuze verlassen werden)
Öffnungszeiten
ganzjährig ab 9.00 Uhr geöffnet
im Sommer bis 19.00 Uhr
im Winter bis 16.30 Uhr
Eintrittspreise
Einzeltickets:
Erwachsene ab 18 Jahren: 19,50 Euro
Kinder 3-17 Jahre: 11,00
ermäßigte Erwachsene: 17,50 Euro
ermäßigte Kinder: 10,00 Euro
Hunde (nur donnerstags und freitags): 5,50 Euro
Familientickets:
Familien (2 Erwachsene und 1 Kind): 48,00 Euro
zusätzliches Kind (max. 2): 10,00 Euro
Feierabendtickets:
Erwachsene: 10,00 Euro
Kinder: 6,00 Euro
Beim Kauf an der Tageskasse wird eine Servicepauschale von 0,50 € pro Eintrittskarte erhoben
(gültig 1 Std. vor Kassenschluss, montags-freitags)
Jahreskarten:
Erwachsene: 75,50 Euro
Kinder:45,50 Euro
Hunde: 30,00 Euro
Familien I (1 Erw. + 1 Kind): ab 105,00 Euro
Familien II (2 Erw. + 1 Kind): 135,00 Euro
Je weiteres Geschwisterkind: 14,00 €
Zweijahreskarten:
Erwachsene: 136,00 Euro
Kinder: 82,00 Euro
Familien I (1 Erw. + 1 Kind): 189,00 Euro
Je weiteres Geschwisterkind: 25,00 Euro
Weitere Preise und Infos unter www.zoo-duisburg.de.
(Stand: September 2023, Angaben ohne Gewähr)
Fotos: 1,2,4,5 Zoo Duisburg/ Schroeder, 3 Emma Strumpman, 6 Thomas Schimmel / Tiergarten Nürnberg, 7,8 Zoo Duisburg / J. Tegge