Gesünder und fitter werden mithilfe einer Körperanalysewaage

Gesundheit ist ein knappes Gut, vor allem in Zeiten, in denen entkörperlichte Arbeit, Chillen und jede Menge Fastfood das Leben vieler bestimmen. Wer langfristig gesund bleiben möchte, muss daher auf sich Acht geben. Dazu gehört es insbesondere, seine Ernährungsgewohnheiten sowie einige Körperparameter wie Gewicht und Körperfett zu kontrollieren. Sogenannte Körperanalysewaagen sollen dies ermöglichen. Wir schauen uns an, wie und ob sie dies auch tatsächlich leisten.

Gesünder und fitter werden, Foto: pixabay, stevepb Grafik Zugeben: Zum Lebensglück und zur Gesundheit gehören sicherlich immer auch eine gehörige Portion Nichtstun, zuckerhaltige und alkoholische Getränke sowie frittiertes Essen dazu. Aber es ist auch klar, dass es sich dabei nicht um Regelmäßigkeiten, sondern eher um Ausnahmefälle handeln sollte, wenn man dauerhaft gesund bleiben möchte.

Gesundheit: Eine Balanceakt wischen Kontrolle und Kontrollverlust

Um dieses Ziel zu erreichen, muss man Daten über den Zustand seines Körpers sammeln und sich zu einem gewissen Maß kontrollieren. Denn wie sonst sollte man wissen, ob man Fort- oder Rückschritte macht bzw. sich überhaupt eine Verbesserung abzeichnet. Ein gesundes und glückliches Leben zu führen, bedeutet also, einen lebenslangen Balanceakt zwischen Kontrolle und Kontrollverlust meistern zu können. Die häufige Rede von einem »kontrollierten Kontrollverlust« ist zur Kennzeichnung dieses Sachverhalts dabei gänzlich ungeeignet, denn sie ist paradox und schließt genau das aus, was sie einfordert: hin und wieder mal keine Kontrolle über sich zu haben.

Wir sprachen nun von Daten, die man erheben und kontrollieren muss, wenn man das Ziel einer lebenslangen Gesundheit und guten Wohlbefindens erreichen möchte. Welche Daten sind dies? Es handelt sich vor allem um Daten bezüglich des Körpergewichts, des Körperfetts sowie des Wasser-, Muskel- und Knochenanteils. Wie kann man sie erheben? Dabei hilft eine Körperanalysewaage. Mithilfe von Körperanalysewaagen kann jeder ganz einfach selbst herausfinden, in welchem Verhältnis die genannten Stoffe zu einander stehen. Dadurch lässt sich zum Beispiel bestimmten, ob man nach einer Diät tatsächlich reine Fett- oder nicht doch eher überwiegend Muskelmasse verloren hat. Umgekehrt kann man analysieren, ob sich ein verhältnismäßig hohes Gewicht eher aus Muskelmasse oder aus Knochen-, Wasser- und Fettmasse zusammensetzt. Entsprechend lassen sich die jeweils geeigneten Gegenmaßnahmen nach Zurkenntnisnahme der genannten Parameter weitaus gezielter planen, als wenn man gleichsam bloß »ins Blaue hinein« agieren würde. Ein hohes Körpergewicht bzw. Übergewicht bedeutet also nicht zwangsläufig, dass jemand fettleibig ist. Körperanalysewaagen tragen demnach zu einer detaillierteren Kontrolle der für die eigene Gesundheit und Fitness zentralen Körperparameter bei.

Funktionsweise und Messgenauigkeit

Die Funktionsweise von Körperanalysewaagen ist recht einfach: Mittels Elektroden werden elektrische Impulse durch den Körper gesandt. Da beispielsweise Fett einen anderen Widerstandswert besitzt als Muskelmasse, lassen sich beide Gewebearten so voneinander unterscheiden und mithilfe einer speziellen Berechnungsformel in Beziehung zu anderen Werten wie Alter, Gewicht und Geschlecht setzen. Die zugrunde liegende Methode bezeichnet man als Bioimpedanz-Verfahren.

Messergebnisse können vor allem dadurch verfälscht werden, dass man sich entweder falsch wiegt oder die Waage nur über eine begrenzte Messreichweite verfügt. Letzteres ist dann der Fall, wenn es keine Hand-, sondern nur Fußelektroden gibt. So können die elektrischen Impulse nicht über die Leistengegend hinaus gelangen und erfassen nur das darunter liegende Fettgewebe. Ungenauigkeiten ergeben sich aber auch durch das Wiegen mit nassen Füßen, einer vollen blase oder einem vollen Bauch. Auch können die Berechnungsformeln je nach Hersteller etwas unterschiedlich konzipiert sein und zu unterschiedlichen Messergebnissen führen.

Fazit: Wer es hundertprozentig genau wissen möchte, sollte sich beim Sportmediziner vermessen und analysieren lassen. Wirklich erforderlich ist dies allerdings nur für Leistungssportler. Wer Breitensport betreibt bzw. nur fit und gesund werden und bleiben möchte, wird mit einer herkömmlichen Körperanalysewaage gute Ergebnisse erzielen können.

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