Glättegefahr im Ruhrgebiet

Der deutsche Wetterdienst warnt die im Ruhrpott lebenden Menschen vor Schnee und Glätte. Während in den letzten Tagen trotz eisiger Temperaturen die Sonne schien, kann sich dies ab sofort ändern. Denn die Wolken im Niederrhein und in der Eifel ziehen immer enger zusammen und anschließend weiter bis ins Münsterland. Je nach Temperatur kommt es zu Schneefall oder Regen. Meteorologen befürchten mehrere Zentimeter Schnee. Da die Höchsttemperaturen um den Gefrierpunkt herum schwanken, besteht eine hohe Gefahr für Glätte. Insbesondere in der Nacht und am Morgen herrschen frostige Temperaturen, die für eine ausgeprägte Glätte sorgen können.

Glatteis im Ruhrgebiet, Foto: pixabay, Fotocitizen

Verspätungen und Einschränkungen in den letzten Tagen

Grafik Erst am letzten Freitag erfuhren Reisende und Berufstätige einige Einschränkungen im Nahverkehr. Denn die Straßenbahnen in einigen Städten des Ruhrgebiets fuhren mit erheblicher Verspätung, da Oberleitungen vereist waren. Auch diese Woche ist zu befürchten, dass die Glätte in Verbindung mit Schnee und Regen für Verspätungen und Einschränkungen sorgt. Dem deutschen Wetterdienst nach ist auch ein Ende des kalten Winters nicht in Sicht. Das kalte Wetter soll noch einige Wochen unverändert bestehen bleiben, sodass sich Autofahrer und insbesondere auch Fußgänger darauf einstellen müssen.

Tipps für Fußgänger als Schutz vor der Glätte

Fußgänger sollten unterschiedliche Tipps berücksichtigen, um die nächste Zeit unbeschadet zu überstehen. Denn bei einer ausgeprägten Glättegefahr sind Statistiken zufolge zumeist die Fußgänger die Leidtragenden.

1. Die Wahl der richtigen Schuhe

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Fußgänger im Winter das passende Schuhwerk tragen. Denn die kalte Jahreszeit erfordert eine Anpassung in puncto Schuhe. Sneakers und leichte Schuhe sind im Winter logischerweise fehl am Platz. Vielmehr helfen Winterschuhe mit einem ausreichend tiefen Profil und einer griffigen Sohle dabei, dass die Fußgänger nicht stürzen. Insbesondere bei Schneematsch oder Glatteis ist es dann möglich, deutlich besser Spaziergänge zu überstehen. Die Sohlen sollten dabei aus Gummi bestehen. Wenn das Glatteis sehr ausgeprägt ist, können auch eigens dafür konzipierte Schuhe helfen. Denn im Schuhhandel gibt es Schuhe mit integrierten Eiskrallen. Damit können Fußgänger selbst bei starkem Glatteis vor die Tür. Allerdings ist gerade in unseren Gefilden ein Kauf von neuen Schuhen oftmals nicht notwendig. Denn es gibt auch abziehbare Eispickel. Mit diesen können Fußgänger ihre alten Schuhe aufrüsten und sich bei Glätte sicherer fortbewegen.

2. Die Pinguin-Technik

Wir Menschen können von den Pinguinen lernen. Denn diese bewegen sich sicher und unbeschadet auf Eisschollen fort. Mit der richtigen Gangart ist es also ein Leichtes, den Halt auch bei Glätte zu bewahren. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie rät allen Fußgängern zum Pinguin-Gang. Dieser ist gekennzeichnet durch einen äußerst langsamen Gang und kleinen Schritten. Der Körperschwerpunkt befindet sich stets über dem auftretenden Bein. Fußgänger sollten beim Pinguin-Gang den Fuß leicht nach außen zeigend positionieren. Daraus resultiert ein besserer Winkel des belasteten Beins zum Boden. Durch die Körperhaltung wird die Stabilität und die Standfestigkeit noch einmal erhöht. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Fallhöhe. Falls Fußgänger doch einmal den Halt verlieren, fallen sie nicht so tief. Dies kann bereits den entscheidenden Unterschied ausmachen.

3. Die Prophylaxe durch Sport

Gerade Senioren sind gefährdete Gruppen bei Glatteis. Denn ältere Menschen sind oftmals nicht mehr so trainiert und fit wie jüngere Menschen. Aus diesem Grund ist ein leichtes Training bereits im Voraus empfehlenswert. Dafür gibt es eigens spezielle Gruppen, die einen Fitnesskurs für Senioren anbieten. Aber auch Sportvereine und Fitnessstudios eignen sich ideal, um die körperliche Fitness zu verbessern. Aus einer verbesserten Fitness resultiert dann eine bessere Balance und Stabilität, die vor Stürzen schützen. Wer keine Lust auf Sport im Verein oder Fitnessstudio hat, kann wenigstens Zuhause täglich ein paar Übungen durchführen. Im Internet gibt es zum Beispiel zahlreiche Übungen, die den Gleichgewichtssinn und die Muskelkraft stärken.

4. Das richtige Verhalten bei einem Sturz

Diese Tipps können zwar das Risiko eines Sturzes verringern, aber nicht ausschließen. Ein Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert - ein schmerzhafter Sturz auf das Glatteis. Doch auch das richtige Verhalten bei einem Sturz ist entscheidend, um möglichst geringe Schäden zu erleiden. Dafür ist es wichtig, dass die Arme und Hände zum Schutz des restlichen Körpers verwendet werden. Fußgänger sollten also darauf achten, dass die Arme und Hände zuerst den Boden berühren. Diese Technik reduziert die Stärke des Aufpralls und verhindert Verletzungen am Kopf und an der Wirbelsäule. Fußgänger sollten zudem darauf achten, dass die Ellbogen und Handgelenke beim Sturz und Abstützen nicht angewinkelt sind. Denn das verringert die Flexibilität beim Aufprall. Dann besteht die Gefahr, dass die Hand oder der Arm brechen. Vielmehr ist es ratsam, die Arme etwas gestreckter zu halten.

5. Die Pflege bei einem Sturz

Wenn Fußgänger dann doch einmal einen Sturz nicht vermeiden konnten, ist eine schnelle Pflege gefragt. Trotz der bereits eisigen Temperaturen ist es vorteilhaft, die Schwellung zu kühlen. Darüber hinaus helfen auch Schmerzmittel und Cremen bei der Reduzierung der Schmerzen. Tipp aus der Redaktion: Bei der Shop Apotheke finden Sie eine große Auswahl günstiger Schmerzsalben zur Linderung von Verstauchungen.

Die Spaziergänge bei Glatteis

Bei starkem Glatteis sollten Menschen nur die nötigsten Wege zu Fuß zurücklegen. Falls aber keine andere Möglichkeit besteht oder Menschen das Winterwetter genießen wollen, sollten sie die vorhergehenden Tipps berücksichtigen. Mit Hilfe von diesen Ratschlägen sinkt das Sturzrisiko deutlich.

Foto: pixabay, Fotocitizen

function sc_smartIntxtNoad() { }