Steigerlied und die Trinkhallenkultur im Ruhrgebiet

News vom 20.4.2020 - Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Das erhalten jeweils einen Eintrag im Landesinventar des immateriellen Kulturerbes. Eine Jury hat die beiden Ruhrgebiets-Traditionen im diesjährigen Verfahren unter 18 Bewerbungen ausgewählt. Sie stünden für Solidarität und sozialen Zusammenhalt und damit für eine ganz besondere Facette der kulturellen Ausdrucksformen in Nordrhein-Westfalen, begründete NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen die Wahl.

Das Landesinventar wurde eingerichtet, um die kulturelle Vielfalt in NRW zu dokumentieren und das ehrenamtliche Engagement im Land zu stärken. Mit dem Steigerlied und der Trinkhallenkultur im Ruhrgebiet umfasst es nun insgesamt zwölf Einträge, darunter die Anlage und Pflege von Flechthecken, die Bolzplatzkultur, die Martinstradition, den Rheinischen Karneval sowie das Schützenwesen.

Daneben hat das Land NRW fünf weitere Traditionen für das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes nominiert: das Brieftaubenwesen, das Buchbinderhandwerk, die Demoscene, das Papiertheater und den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege.

Über die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis wird Anfang 2021 abschließend entschieden.