Gesundheitsrisiken zu Hause aktiv reduzieren

Wenn es plötzlich im Hals kratzt oder der Kopf pocht, gehen viele Menschen gerade im Herbst von einer Erkältung aus. Allerdings sind es nicht immer Grippe oder Erkältung, die das Krankheitsgefühl auslösen. Genauso können auch andere Krankmacher Ursache der Gesundheitsbeschwerden sein. Viele von ihnen lauern dabei sogar im eigenen Zuhause. Allerdings lassen sich die Keime und Gifte, die in fast jedem Haushalt vorhanden sind, oft reduzieren oder ganz beseitigen.

Schadstoffe können in Möbeln und Heimtextilien lauern. Foto: pixabay.com © ErikaWittlieb (CCO Creative Commons) Für die meisten Menschen ist das eigene Zuhause der sicherste und angenehmste Rückzugsort. Gesundheitsgefahren und schädliche Einflüsse werden hier regelmäßig nicht vermutet. Lediglich die Gesundheitsrisiken, die aus einer ungesunden Ernährung resultierten, können hier vorhanden sein – so zumindest die Annahme.

Schadstoffe verbergen sich in den meisten Wohnräumen

Was viele aber nicht wissen: Für einen effektiven Gesundheitsschutz genügt es nicht, sich allein beim Wandern oder beim Wintersport fit zu halten. Vielmehr ist es notwendig, sich auch mit den Gesundheitsgefahren zu beschäftigen, die im eigenen Zuhause lauern. Schimmel, Umweltgiften und weiteren schädlichen Substanzen können wir nämlich auch in Innenräumen ausgesetzt sein.

Das Fatale daran: Viele Schadstoffe und Allergieauslöser bleiben unerkannt. Auch Stoffe, die sich leicht beispielsweise durch eine professionelle Teppichreinigung entfernen ließen, können sich so unbemerkt und über Jahre ausbreiten. Auf Dauer kann die stetige Belastung das Immunsystem beeinträchtigen oder Allergien und Krankheiten auslösen.

Wer die Gefahrenquellen im eigenen Zuhause jedoch kennt, kann sie oft aktiv bekämpfen. Werden schadstoffbelastete Textilien oder sonstige Einrichtungsgegenstände richtig gereinigt oder ausgetauscht, lassen sich viele Krankheitsanzeichen und Beschwerden mindern. Zu diesen Beschwerden zählen beispielsweise:

• Konzentrations- oder Schlafstörungen
• Kopfschmerzen
• brennende Augen
• Atembeschwerden
• Juckreiz oder
• Hautausschlag

Für die Teppichreinigung empfehlen wir, sich gerade bei hochwertigen Materialien, professionelle Unterstützung zu suchen. Anbieter wie beispielsweise Jl-Clean.de arbeiten mit lokalen Teams und bieten eine schnelle und serviceorientierte Dienstleistung an.

Welche Substanzen die Gesundheit zu Hause gefährden

Im eigenen Zuhause lauern oft verschiedenste verborgene Stoffe. Einige davon sind stets gesundheitsschädlich. Andere hingegen führen nur dann zu Beschwerden, wenn eine Allergie gegen den betreffenden Stoff vorliegt. Dennoch ist es wichtig, potenziell gesundheitsschädliche Stoffe zu kennen. Gelegentlich treten nämlich Gesundheitsbeschwerden oder Beeinträchtigungen des Immunsystems auf, für die es keinen Grund zu geben scheint. Ist das der Fall, können versteckte Substanzen in den eigenen Wohnräumen oft der Auslöser sein.

Allergieauslöser Hausstaub

Hausstaub ist quasi in jedem Haushalt vorhanden und stellt prinzipiell kein großes Problem dar. Problematisch wird Hausstaub allerdings dann, wenn er vermehrt auftritt bzw. sich ablagert und Hausstauballergiker damit in Berührung kommen.

Grund dafür: In gewöhnlichem Hausstaub befinden sich immer auch winzige Hausstaubmilben, die nur unter dem Mikroskop erkennbar sind. Die winzigen Spinnentiere können zwar weder stechen noch beißen. Bei Allergikern können ihre Ausscheidungen allerdings zu
• schlechtem Schlaf,
• Juckreiz,
• Husten und Niesen sowie zu
• Atemnot oder Asthma
führen.

Ist eine Hausstauballergie bekannt oder treten die Allergiesymptome vermehrt auf, sollten insbesondere staub- und milbenanfällige Textilien regelmäßig gründlich gereinigt werden. Das bedeutet: Teppiche sind in regelmäßigen Abständen professionell zu reinigen. Außerdem müssen Gardienen, Bettwäsche und Matratzenbezüge regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden.

Flüchtige organische Verbindungen als Krankmacher

Unter dem Begriff der flüchtigen organischen Verbindungen werden gas- und dampfförmige Stoffe mit organischem Ursprung verstanden. Sie sammeln sich in der Atemluft, können aber durchaus unterschiedliche Quellen haben. Besonders oft werden die Stoffe, die verschiedene Negativauswirkungen auf die Gesundheit haben, von Fußböden, Lacken, Reinigungsmitteln und Klebestoffen abgesondert.
Die flüchtigen organischen Verbindungen können dann:
• Schlafstörungen
• Kopfschmerz oder
• Reizungen der Atemwege
auslösen.

Gefährliche Weichmacher

Weichmacher verstecken sich in vielen verschiedenen Materialien. Insbesondere in Dichtungsmassen, Kunststoffen oder Kautschuk kommen sie vor. Nicht selten sind sie auch in Lacken, Beschichtungsmitteln oder Klebestoffen vorhanden. Bekannt ist, dass Weichmacher austreten und so ihre Umwelt belasten können. Genau deshalb ist beispielsweise der Weichmacher DEHP heute in Spielzeug verboten.

Dennoch gibt es aber nach wie vor viele Gegenstände und Materialien, die Weichmacher enthalten. Treten diese aus, können sie unter anderem
• Fertilitätsstörungen und
• Schwächungen des Immunsystems
auslösen.

Gesundheitsrisiko Schimmel

Schimmel lauert nicht nur in vielen Altbauten. Auch nach einem Wasserschaden, bei hoher Luftfeuchtigkeit oder mangelnder Isolierung bildet er sich in Wänden und Decken. Bemerkbar macht sich der Schimmelbefall durch unschöne dunkle Flecken und einen unangenehm muffigen Geruch. Allerdings ist Schimmel nicht nur ein ästhetisches Problem. Austretende Sporen und Dämpfe können auch
• Atembeschwerden,
• Husten,
• Schnupfen,
• Neurodermitis,
• Bronchitis oder
• Nebenhöhlenentzündungen
auslösen.

In vielen Fällen lässt sich dem Schimmelproblem durch regelmäßiges Lüften und angepasstes Heizen beikommen. Ist allerdings ein baulicher Mangel Ursache der Schimmelbelastung, muss zuerst der Mangel zwingend beseitigt werden.

Keime und Mikroorganismen tummeln sich in Küche und Bad. Foto: pixabay.com © kaboompics (CCO Creative Commons)

Keimgefahr in Bad und Küche

Keime und Mikroorganismen tummeln sich in Küche und Bad.
Viele, aber nicht alle Gesundheitsgefahren, die daheim lauern, sind auf Schadstoffbelastungen zurückzuführen. Außerdem stellen aber Mikroorganismen und Keime nicht selten eine echte Gefahr dar. Die quasi unsichtbaren Organismen können nämlich mit Vergiftungserscheinungen oder Durchfall ebenfalls unangenehme Konsequenzen auslösen.

Mikroorganismen und Keime finden sich besonders oft in Spülschwämmen, feuchten Textilien oder Geschirrtüchern. Auch auf Flächen, die mit diesen Gegenständen in Berührung kommen, sind sie häufig vorhanden. Jedoch gibt es recht einfache Maßnahmen, um die Keimgefahr insbesondere in Küche und Bad einzudämmen: Spülschwämme und andere Reinigungsutensilien sollten regelmäßig bei 60 Grad gewaschen und gründlich getrocknet werden. Außerdem sollten sämtliche feuchte Textilien nur bei geöffnetem Fenster im Haus trocknen. Letzteres minimiert außerdem die Gefahr, dass sich Schimmel in den Wohnräumen ausbreitet.

Naturbelassene Hölzer gegen Giftbelastungen

Wie bereits gesehen, können in vielen Einrichtungsgegenständen flüchtige organische Verbindungen oder Weichmacher lauern. Entfernen lassen sich diese nicht – allerdings kann der Schadstoffbelastung vorgebeugt werden. Das gelingt am besten durch die Wahl von Einrichtungsgegenständen, die aus naturbelassenem Vollholz gefertigt sind. So lässt sich etwa eine Schadstoffbelastung durch Formaldehyd-haltige Holzlacke ausschließen.

Zwar lässt sich die Schadstoffbelastung der eigenen Wohnräume nicht komplett ausräumen, die Belastung durch krebserregende Stoffe, die von industriell gefertigten Möbeln ausgeht, durch den Austausch aber minimieren.

Krankmachern daheim selbst erkennen

Schadstoffe, die sich in der eigenen Wohnung befinden, bleiben nicht immer unentdeckt. Oft machen sie sich nämlich durchaus bemerkbar. Insbesondere untypische Gerüche, die trotz Lüften nicht verschwinden, können ein Hinweis auf sie sein. Riechen Möbel oder sonstige Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände trotz Lüften für längere Zeit stark, ist das ein Hinweis auf eine Gefahrenquelle.

Abbildung 1: pixabay.com © ErikaWittlieb (CCO Creative Commons)
Abbildung 2: pixabay.com © kaboompics (CCO Creative Commons)