Wohnen im Ruhrgebiet - So rüstet man sein Eigenheim auf

Damit das Eigenheim wertstabil bleibt, muss es regelmäßig renoviert werden. Im Zuge dessen können Ausstattung und Wohnkomfort aufgerüstet werden, sodass die Immobilie im Falle eines Verkaufs nicht hinter neuen Objekten zurückfällt. Möglichkeiten, um das Eigenheim im Ruhrgebiet aufzurüsten, gibt es viele. Sie reichen vom innovativen Smart Home bis hin zur energetischen Verbesserung durch die Installation einer Photovoltaikanlage.

Wohnen im Ruhrgebiet, Foto: stock.adobe.com @Fabian Der Bau eines Eigenheims ist, gleich welcher Art und Größe, eine Investition in die Zukunft und für die meisten Familien die Größte, für die sie sich im Laufe ihres Lebens entscheiden. Heute hat ein Wohnhaus, bei entsprechender Pflege eine Lebensdauer zwischen 70 und 100 Jahren, wobei dies erheblich von der Bauart abhängig ist. Die Kernelemente sind dabei die Bauteile, die die höchste Lebensdauer aufweisen. Hierzu gehören allen voran die Dachkonstruktion, Mauern und Wände. Viele andere Hausbestandteile müssen dagegen schon deutlich früher einer grundlegenden Sanierung unterzogen werden.

Aufgrund steigender Mieten wächst das Interesse am Hausbau weiter. Mittlerweile entscheiden sich die meisten Bauherrn entweder für ein Architektenhaus oder die eigenhändige Bauausführung. Beide Varianten bieten den Vorteil, dass die Häuser individuell geplant und damit auf die Familie zugeschnitten werden können. Bei sämtlichen Bauweisen hat sich in den letzten Jahren eine klare Entwicklung durchgesetzt: Die Bauzeit fällt immer kürzer aus. Dadurch ist der Hausbau aber auch erschwinglicher geworden.

Wann sollte nach dem Bau über die Aufrüstung des Eigenheims nachgedacht werden?

Grundsätzlich muss jede Immobilie, gleich ob Haus oder Eigentumswohnung, mit der Zeit von Grund auf modernisiert werden. Möglichkeiten hierfür gibt es viele. Hausbesitzer sollten mit den erwogenen Maßnahmen nicht zu lange warten. Jedes Jahr gibt es neue Wohn- und Bautrends. Werden Aufrüstungen des Eigenheims zu lange hinaus gezögert, besteht schnell die Gefahr, dass die eigenen vier Wände an Wert verlieren. Damit schmälert sich natürlich auch das eigene Vermögen.

Es sollte immer spätestens dann über Aufrüstungen und Umbauten nachgedacht werden, wenn sich die eigenen Lebensumstände verändern und deswegen beispielsweise eine Anpassung der Raumaufteilung und Ausstattung erfolgen muss. Um diese Arbeiten so einfach wie möglich umsetzen zu können, sollte immer an einen flexiblen Grundriss gedacht werden. Diesen gilt es schon beim Bau selbst umzusetzen, sodass später Räume ohne großen Aufwand vergrößert, aber eben auch getrennt werden können.

Moderne Technik erobert das Eigenheim

Einer der größten Wohntrends, der in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Eigenheime erobert hat und auch in den kommenden Jahren zu den Kernthemen gehören wird, ist das Smart Home. Smart Home Lösungen erhöhen den Wohnkomfort an entscheidender Stelle, sollen aber auch zu mehr Sicherheit beitragen. Tatsächlich gibt es kaum einen Trend, der den Begriff Wohnkomfort so überholt hat, wie dieser.

Das Smart Home System ist heute so breit aufgestellt, dass es sich beliebig umsetzen lässt und dabei auf die unterschiedlichen Bedürfnisse abgewandelt werden kann. So reicht die Integration des Smart Homes von Lichtsystemen, die sich per Smartphone oder Tablet steuern lassen, bis hin zu Toilettenspülungen, die auf Sprachbefehle reagieren. Ein weiterer großer Bereich, der das Smart Home ausmacht, sind die modernen Sicherheitssysteme.

Gerade sie gehören zu den großen Aufrüstungsthemen der letzten Jahre. Immer mehr Hausbesitzer im Ruhrgebiet entscheiden sich mittlerweile bewusst für moderne Sicherheits- und Alarmanlagen, die Einbrüche verhindern sollen. Aber auch Rauch- und Gasmelder gibt es als innovatives Smart Home Konzept, sodass eine optimale Ergänzung und Erweiterung des Brandschutzes möglich ist.

Smart Home erreicht die Energiekonzepte

Ein weiterer Bereich, aus dem das Smart Home heute kaum mehr wegzudenken ist, sind die verschiedenen Smart Home Lösungen für Energiekonzepte. Ein modernes Eigenheim zeichnet sich durch einen geringen und umweltfreundlichen Energieverbrauch aus. Um diesen zu erreichen, werden moderne Lösungen gebraucht, die sparsam im Betrieb sind und sich bei Bedarf durch Smart Home Technologien ergänzen lassen.

Innovatives Smart Home, Foto: stock.adobe.com @rh2010 Der Smart Home Ansatz verfolgt bei den Energiekonzepten zwei Ziele: Er soll zum einen die Energieeffizienz an entscheidender Stelle erhöhen und soll zum anderen die individuelle Nutzung leichter machen. Durch die Integration eines umfassenden Smart Home Konzepts bei der eigenen Energieversorgung besteht die Möglichkeit, den Verbrauch nachhaltig zu senken. Das minimiert wiederum die Kosten, die für Heizenergie, Strom und Wasser gebraucht werden.

Ein großer Vorteil der Smart Home Systeme ist die Bedienung aus der Ferne. Smart Home Modelle werden immer mit einer passenden App ausgeliefert, die die Steuerung per Smartphone und Tablet möglich macht. Wenn sich also an dem eigenen Zeitplan etwas ändert, kann bereits aus der Ferne die Heizung ein- oder ausgeschaltet werden. Damit soll vor allem sichergestellt werden, dass Energie nur dann verbraucht wird, wenn es auch erforderlich ist.

Umweltfreundliche Energielösungen sorgen für erhebliche Wertsteigerungen

Im Zuge der Klimapolitik der Bundesregierung wächst das Interesse an umweltfreundlichen Energielösungen. Gerade fossile Brennstoffe werden sich in den kommenden Jahren erheblich verteuern. Dazu kommt die von der Bundesregierung vorgeschriebene Modernisierung von alten Heizungsanlagen, die das Interesse an alternativen und umweltfreundlichen Energielösungen steigen lässt. Für Hausbesitzer lohnt es sich in vielerlei Hinsicht, in eine klimafreundliche Energielösung wie eine eigene Wärmepumpe oder eine Photovoltaikanlage zu investieren.

Gerade Solar- und Photovoltaikanlagen, die für den Eigenverbrauch eingesetzt werden, bringen für Hausbesitzer eine dauerhafte Erleichterung. Zum einen können dadurch die entstehenden Kosten für Energie deutlich minimiert werden, zum anderen verbessert sich die Energiebilanz des Hauses insgesamt. Dadurch bleibt das Eigenheim langfristig interessant für den Markt. Die Installation einer Photovoltaikanlage beschert der Immobilie einen deutlichen Wertzuwachs.

Umweltfreundliche Energielösungen, Foto: stock.adobe.com @Studio Harmony Wichtig ist bei der Planung der Anlage vor allem, dass sich diese zunächst an dem eigenen Bedarf orientiert. So sollte der individuelle Energieverbrauch dadurch erheblich entlastet werden. Weiterhin ist eine professionelle Planung wichtig. Besondere Aufmerksamkeit muss die Ausrichtung der Anlage genießen. So sollte diese gezielt so montiert werden, dass sie den höchstmöglichen Ertrag bietet. Je optimaler die Anlage auf den eigenen Verbrauch ausgelegt ist, umso größer sind langfristig die Einsparmöglichkeiten bei den Energiekosten. Wie schnell sich eine solche Investition amortisiert hat, hängt dabei auch davon ab, wie umfangreich der selbst erzeugte Strom genutzt werden kann. Ein Stromspeicher kann diesen Faktor entscheidend verbessern.

Umstieg auf nachhaltige Baumaterialien

Wer nach einigen Jahren im Eigenheim damit beginnt, dieses zu modernisieren, sollte im Zuge dessen auch über neue Baumaterialien nachdenken. Nachhaltige Baustoffe liegen im Trend. Zum einen sind sie ressourcenschonend und damit besonders umweltfreundlich, zum anderen wirken sie sich aber auch positiv auf das Wohnklima aus. Zwar ist die Verarbeitung der nachhaltigen Baustoffe zunächst kostenintensiver, doch langfristig führt auch diese zu einer erheblichen Wertsteigerung. Es gibt verschiedene nachhaltige Baumaterialien, die im Eigenheim eingesetzt werden können. Der Klassiker sind Holz und Lehm. Doch auch bei der Erneuerung der Dämmung, die natürlich ebenso einer besseren Energiebilanz zugutekommt, kann über nachhaltige und natürliche Materialien nachgedacht werden. Hierzu gehören in erster Linie Kokos, Schafwolle, Flachsfasern und auch Hanf. In den letzten Jahren haben sich auch natürliche Dämmmatten durchgesetzt. Auch hier wird auf nachhaltige Materialien gesetzt. Der Vorteil der Dämmmatten besteht in der einfachen Handhabung. So können sie auf den individuellen Bedarf zugeschnitten werden.

Im Zuge der nachhaltigen Baumaterialien lohnt es sich bei der Aufrüstung auch auf den regionalen Bezug zu achten. Durch die Verarbeitung regionaler Baumaterialien werden unnötige Transportwege gespart, wodurch wiederum eine Entlastung des Klimas möglich ist. Doch nicht nur die kurzen Transportwege sprechen für den Einsatz regionaler Baumaterialien. Der regionale Bezug sorgt auch dafür, dass sich die Immobilien später besser in die Umgebung einfügen.

Bei der Aufrüstung des Eigenheims sollte eines immer bedacht werden: Die Wohngesundheit gewinnt unter den Bautrends zusehends an Aufmerksamkeit. So sollte bei allen Arbeiten daran gedacht werden, dass von Baustoffen und Wohnluft eine möglichst geringe Belastung ausgeht. Weiterhin sollten Materialien so gewählt werden, dass sie die Grundlagen für eine angenehme Raumfeuchte mitbringen.

Auch der Schallschutz kann durch die Aufrüstung von Eigenheimen nachhaltig verbessert werden. So wird die Lärmeinwirkung eingedämmt, wodurch wiederum Wohnqualität und Komfort an der richtigen Stelle zunehmen. Ergänzend kann hier auf den Einsatz technischer Innovationen gesetzt werden, die den Schallschutz beispielsweise unterstützen.

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