Mit dem Wohnwagen durch das Ruhrgebiet – so wird der erste Camper-Ausflug zum Erfolg

Reisen mit dem Wohnmobil werden immer beliebter. Das liegt zum einen daran, dass modere Wohnmobile heute besonders viel Komfort zu bieten haben. Zum anderen schätzen immer mehr Menschen die Freiheiten, die ein unabhängiger „Urlaub on the Road“ bietet.

Die erste Tour mit dem Wohnmobil ist ein ganz besonderes Abenteuer. Foto: pixabay.com © Pexels  (CCO Creative Commons) Allerdings müssen diejenigen, die ihren ersten Urlaub mit dem Wohnmobil planen und Ferien in der freien Natur genießen möchten, einiges beachten. Gerade unerfahrene Camper sollten ihre Ferien mit dem Wohnmobil sorgsam planen und vorbereiten.

Beim ersten Urlaub mit dem Camper gibt es einiges zu beachten

Das Ruhrgebiet hat viele schöne Flecken zu bieten, die nicht nur zu einem Spaziergang einladen. Die vielen Sehenswürdigkeiten und Highlights der Region sind auch wie dafür gemacht, mit dem Wohnmobil entdeckt zu werden. Erfahrene Fans der „Heime auf Rädern“ nutzen hierfür ihr eigenes Wohnmobil. „Wohnmobil-Neulinge“ hingegen entscheiden sich oft für eine gemietete Wohnmobil-Variante.

Egal ob Alkoven, Campingvan oder eine der weiteren Varianten, die sich etwa auf der „Caravan und Co“-Messe bestaunen lassen: Wer zu seinem ersten Ausflug im eigenen oder gemieteten Camper aufbricht, sollte einiges beachten. Schließlich bringt ein Ausflug im Camper zwar viele Freiheiten mit sich. Gleichzeitig unterscheidet er sich deutlich von „normalen“ Ferien. Im Vorfeld sollten sich Neu-Camper darum umfassend informieren und einige Besonderheiten etwa bezüglich Gepäck und Kostenplanung beachten.

Wer darf den Camper fahren?

Wohnmobile werden immer beliebter – allein im Zeitraum von 2015 bis 2020 ist der Bestand in Deutschland um 50 Prozent gewachsen. Sie dürfen prinzipiell von Personen ab 21 Jahren, die im Besitz eines EU-Führerscheins Klasse B bzw. III sind, geführt werden. Nichtsdestotrotz setzen viele Vermieter insbesondere bei großen Modellen ein Mindestalter von 25 Jahren voraus.

Außerdem ist zu beachten, dass ein Führerschein der Klasse III nur für Wohnmobil mit zulässigem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ausreicht. Für größere Modelle ist ein Führerschein der Klasse B96 erforderlich.

Ein Fahrtraining ist nicht nur für Neulinge sinnvoll

Nicht nur der erste Urlaub mit dem Wohnmobil ist stets ein Abenteuer. Auch die erste Tour mit einem neuen oder gemieteten Camper ist aufregend. Schließlich sind nur die wenigsten Menschen sofort an die Gegebenheiten im neuen „rollenden Wohnzimmer“ gewöhnt.

Vor der ersten großen Tour mit dem neuen Gefährt ist darum eine Testrunden weitab vom Stadtverkehr sinnvoll. Die Testfahrt sollte mit einem möglichst voll beladenen Camper erfolgen. So erhält der Fahrer ein Gefühl dafür, wie sich das reisefertige Fahrzeug im Straßenverkehr verhält. Er kann sich außerdem unter realistischen Bedingungen bereits an Bremsverhalten, Kurvenradius und Einsehbarkeit gewöhnen.

Bei Unklarheiten immer nachfragen

Wer mit einem gemieteten Wohnmobil startet, sollte sich nicht scheuen, bei Unklarheiten Rückfragen an den Wohnmobil-Vermieter zu stellen. Selbst unter erfahrenen Campern kann ein neues Wohnmobil-Modell nämlich für Verunsicherung oder Verwirrung sorgen. Bereits bei der Anmietung sollte beispielsweise geklärt werden, wie genau die Frischwasserversorgung auf dem Stell- oder Campingplatz funktioniert. Außerdem kommt es rund um die Themen Ab- bzw. Schmutzwasser sowie Kühlen, Heizen und Kochen oft zu Unklarheiten. Fragen zu diesen Themen sollten also bereits vor der Anmietung besprochen werden.

Kosten realistisch planen

Das Verreisen im eigenen oder gemieteten Wohnmobil erscheint oft als kostengünstige und gleichzeitig flexible Urlaubs-Option. Dennoch verursacht auch ein Urlaub im Camper Kosten. Gerade Camper-Neulinge sollten beachten, dass sich diese nicht in der Miete bzw. dem Kaufpreis des Wohnmobils erschöpfen.

Vor Reiseantritt sollten bereits folgende Fragen beantwortet und bei der Kostenplanung berücksichtigt werden:

• Wie viel Treibstoff verbraucht das Wohnmobil? Welche Treibstoffmenge und -kosten ergeben sich für die gewünschte Tour?
• Müssen zusätzliche Gasflaschen gekauft werden bzw. ist das Gas im Mietpreis inbegriffen?
• Welche Kosten fallen für das Auffüllen des Tanks mit Frischwasser an und welche Abwasserkosten entstehen? Wo auf der Route befinden sich Ver- und Entsorgungsstationen?
• Welche Verpflegungskosten werden entstehen?
• Fallen bei einem gemieteten Wohnmobil kosten für die Endreinigung an?

Für die erste Tour eine bekannte Route wählen

Wer zu einer ersten Wohnmobil-Tour aufbricht, sollte möglichst eine bekannte Route wählen. Schließlich sind die meisten Menschen mit dem „Schilderwald“ in ihrer Heimatregion bereits vertraut. Außerdem muss sich hier – anders als im Ausland – niemand an neue Verkehrsregeln oder Fahrweisen gewöhnen. Dennoch ist es natürlich möglich, auch mit einem neuen oder gemieteten Wohnmobil ins Ausland zu reisen. Grundvoraussetzung ist dann jedoch, dass sich der Fahrer von fremden Verkehrsregeln nicht schnell aus der Ruhe bringen lässt.

Damit die erste Wohnmobil-Tour nicht zur Irrfahrt wird, außerdem sinnvoll: Zusätzlich zu einem Navigationsgerät lohnt es sich, eine aktuelle Straßenkarte einzupacken. So lässt sich auch dort, wo die GPS-Ortung einmal nicht zuverlässig funktioniert, der richtige Weg finden. Überdies ist es empfehlenswert, gerade die erste Tour entlang einiger bereits ausgewählter Camping- und Stellplätze zu planen.

Wer es sich im Freien gemütlich machen will, darf Stühle und einen Tisch nicht vergessen. Foto: pixabay.com © MemoryCatcher (CCO Creative Commons)

Was im Camping-Reisegepäck nicht fehlen darf

Kleidung und etwas Proviant genügen, um mit dem Wohnmobil in die Ferien zu starten? Das mag auf einige wenige Camper zutreffen. Die meisten Menschen wünschen sich jedoch auch auf einer Tour mit dem Wohnmobil etwas mehr Komfort. Sinnvoll ist es darum, sich bei der Packliste an der von erfahrenen Wohnmobilisten zu orientieren. Nicht fehlen dürfen auf einer Campingtour:

• CEE-Stromkabel, ein Adapter und eine Kabeltrommel. Ohne dieses Equipment lässt sich der Camper auf dem Stellplatz meist nicht mit Strom versorgen.
• Mini-Staubsauger zum Reinigen der Auslegware im Wohnmobil.
• Platzsparender Wäscheständer, um Wäsche zwischendurch trocknen zu können.
• Wiederverwendbares Geschirr und Besteck aus Hartplastik. Das ist abwaschbar, klappert aber während der Fahrt nicht störend.
• Auffahrkeile zum Ausgleichen von unebenen Untergründen.
• Eine Thermomatte, um die Windschutzscheibe sowie das Armaturenbrett vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen.
• Wie auch beim Campen mit dem Zelt dürfen Batterien und eine Taschenlampe nicht fehlen. So lässt sich draußen auch bei Dunkelheit der Weg finden.
• Um es sich auch einmal draußen gemütlich zu machen, sind ein Klapptisch, Campingstühlen und eine Markise sinnvoll.

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