„Mode mit Steel“ auf der Henrichshütte
Nachhaltiges Design aus dem Ruhrgebiet
Am Freitag (4.9.) verwandelt sich das ehemalige Gaskraftwerk des LWL-Museums Henrichshütte ab 20 Uhr in eine Bühne für innovative Mode aus dem Ruhrgebiet. Im Rahmen der Modenschau „Mode mit Steel“ präsentieren Designer:innen aus der Region ihre aktuellen Kollektionen – kreativ, hochwertig und bewusst nachhaltig. Im Anschluss an die Show im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind die Gäste eingeladen, die Looks in entspannter Atmosphäre aus nächster Nähe kennenzulernen und mit den Designern und Designerinnen ins Gespräch zu kommen. Tickets gibt es online (https://shop.ticketpay.de/organizer/1ULBKXIP) und im LWL-Museum Henrichshütte zum Preis von 12 Euro (Abendkasse 15 Euro).
Nachhaltigkeit gewinnt in der Modebranche zunehmend an Bedeutung, da die Branche erheblich zur Umweltbelastung beiträgt. Im Ruhrgebiet, einer Region im Wandel von Industrie zu einer nachhaltigen Metropolregion, engagieren sich viele Designer:innen für nachhaltigere und ressourcenschonendere Mode. „Wir achten immer darauf, dass Labels aus vielen unterschiedlichen Stilrichtungen bei der Modenschau teilnehmen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist“, verspricht LWL-Veranstaltungsleiter Dennis Vilcu.
Susa Flor Design hat eine Kollektion im femininen, lässigen Stil designt, die Frauen bequem einkleiden und nicht einengen. Ihre Mode unterstreicht, dass Frauen selbstbewusst und frei agieren dürfen. Komplettiert werden Ihre Looks durch die Brillen der Optikermeisterin „Frau Felle“.
Die Kleidungsstücke von Firat Cakir vereinen zwei prägende Teile seiner Identität: Die Türkische Schafhirtenkultur seiner familiären Herkunft und das Ruhrgebiet, das durch seine Kindheit und sein familiäres Umfeld einen besonderen Stellenwert einnimmt.
Mode, die auffallen und für gute Laune sorgen soll, schafft Karina Windhorst-Zinich. Viele Stücke ziert ein Wolfskopf, das Markenzeichen der Designerin.
Taro’s Archive ist Maßarbeit am Rand des Zusammenbruchs. Er kombiniert Militarismus, Dekonstruktion und Eleganz zu dystopischen Silhouetten. Zwischen Rebellion und Tailoring entstehen Kleidungsstücke als visuelles Archiv.
In Zusammenarbeit mit Nepoclo präsentiert Jasmina Nicolosi Arbeiteten aus Deadstock-Materialien. So entstehen einzigartige Looks, die zeigen, wie kreatives Design und ein bewuster Umgang mit Ressourcen miteinander verbunden werden können.
Barssiloe erschafft Kunst die von unterdrückten Träumen, verlorener Identität und dem Mut, den eigenen Weg trotz gesellschaftlicher Erwartungen zu gehen, erzählt. Für diese Inszenierung überschreitet seine Kunst die Grenzen der Leinwand und verbindet Malerei, Mode und Performance.
Der Designer Quentin Eden vereint Eleganz, Handwerk und zeitlose Romantik. Seine Mode ist ein Gegenentwurf zur Schnelllebigkeit.
Die Kollektion „Leben auf Beton“ von Carla und Noelle fängt mit Upcycling und urbanen Entwürfen den Zeitgeist ihrer Generation ein.
„Die Modenschau verbindet Mode mit nachhaltigem Anspruch – genau das passt zur neuen Identität unserer Region. Es ist schön zu sehen, wie kreative Labels Hattingen als Bühne für ihre Visionen nutzen“, so LWL-Museumsleiter Robert Laube.
Einlass ist ab 19 Uhr. Weitere Informationen unter Tel. 02324 9247-149
Foto: bloodyshotz
