„Mode mit Steel“ auf der Henrichshütte
Nachhaltiges Design aus dem Ruhrgebiet.
Am Freitag (5.9.) verwandelt sich das ehemalige Gaskraftwerk des LWL-Museums Henrichshütte in Hattingen ab 20 Uhr in eine Bühne für innovative Mode aus dem Ruhrgebiet. Im Rahmen der Modenschau „Mode mit Steel“ präsentieren Designer:innen aus der Region ihre aktuellen Kollektionen – kreativ, hochwertig und bewusst nachhaltig.
Im Anschluss an die Show im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind die Gäste eingeladen, die Looks aus nächster Nähe kennenzulernen und direkt anzuprobieren. Tickets gibt es online (https://shop.ticketpay.de/organizer/1ULBKXIP) und im LWL-Museum Henrichshütte zum Preis von 12 Euro (Abendkasse 15 Euro).
Nachhaltigkeit gewinnt in der Modebranche zunehmend an Bedeutung, da die Branche erheblich zur Umweltbelastung beiträgt. Im Ruhrgebiet engagieren sich viele Designer:innen für nachhaltigere und ressourcenschonendere Mode. „Wir achten immer darauf, dass Labels aus vielen unterschiedlichen Stilrichtungen bei der Modenschau teilnehmen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist“, verspricht Designerin Susa Flor. Sie designe Kollektionen im femininen, lässigen Stil, die Frauen bequem einkleiden und nicht einengen. Ihre Mode unterstreiche, dass Frauen selbstbewusst und frei agieren dürfen.
Die Kleidungsstücke von Firat Cakir setzen sich nach Auskunft des Designers mit sozialen und politischen Phänomenen auseinander und orientieren sich an der menschlichen Anatomie sowie an skulpturalen Strukturen.
Mode, die auffallen und für gute Laune sorgen soll, will Karina Windhorst-Zinich schaffen. Viele Stücke ziert ein Wolfskopf, das Markenzeichen der Designerin.
„Taro’s Archive“ ist nach Auskunft des Designers „Maßarbeit am Rand des Zusammenbruchs“. Er kombiniere Militarismus, Dekonstruktion und Eleganz zu dystopischen Silhouetten. Zwischen Rebellion und Tailoring entstünden so Kleidungsstücke als visuelles Archiv.
Die 22-jährige deutsch-italienische Designerin Jasmina Nicolosi arbeitet ausschließlich mit Überschuss-Materialien und nutzt ihre Entwürfe, um „feministische, gesellschafts- und umweltkritische Themen in den Vordergrund zu rücken“.
Dekonstruktive, individuelle und minimalistische Kollektionen, so die eigene Beschreibung, entwirft Anna-Franziska Termöhlen in ihrem Atelier in Duisburg. Mit ihrer aktuellen Kollektion „threadthoughts“ spinne sie den Faden zwischen Mode und Sinn – eine poetische Reflexion über Form, Stoff und Bedeutung.
Neben Kleidung sind auch Accessoires zu sehen, so die Brillen-Kollektion von „Frau Feller“, die in regionalen Manufakturen gefertigt wird.
LWL-Museum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Foto: LWL / Adam Glagla
