
Ruhr International – Das Fest der Kulturen 2026
Das Festival Ruhr International – Das Fest der Kulturen findet am 13. und 14. Juni 2026 zum achten Mal an und in der Jahrhunderthalle Bochum statt. Entstanden ist Ruhr International 2012 als Nachfolgefestival von Kemnade International, welches sich vor über 50 Jahren gegründet hatte und eine der wichtigsten Kulturveranstaltungen zu kultureller Vielfalt im Ruhrgebiet war. Seitdem setzt die bewährte Veranstaltergemeinschaft (Stadt Bochum, Bahnhof Langendreer und Bochumer Veranstaltungs-GmbH) das Fest der Kulturen organisatorisch um und entwickelt es gemeinsam mit regionalen Akteur:innen und Communitys stetig weiter. Dies wird sich auch in diesem Jahr in einem abwechslungsreichen und partizipativen Kultur-Programm widerspiegeln. Auf den Bühnen und verschiedenen Off Locations wird eine interkulturelle Programmvielfalt mit einem Mix aus Live-Musik, Tanz, Streetart und Artistik dargeboten. Gesellschafts und kulturpolitische Themen werden in diskursiven wie künstlerischen Formaten behandelt und bringen so zum Nachdenken und fördern den Dialog. Bei Ruhr International bekommen zahlreiche Künstler:innen, Macher:innen sowie Akteurinnen und Akteure aus der Region und aus aller Welt eine Bühne. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen: GEGEN Rassismus, Krieg, Diskriminierung und Gewalt! FÜR eine Kultur und Gesellschaft der Vielfalt!
Mit Bia Ferreira, Banda Senderos, RADIO JAGUAR und Hüsnü Işık & Band gibt die Veranstaltergemeinschaft nun die ersten vier Acts bekannt, die im Juni 2026 bei Ruhr International dabei sein werden:
Bia Ferreira
Die brasilianische Sängerin, Komponistin und Multi-Instrumentalistin Bia Ferreira zeichnet sich durch ihren innovativen Ansatz aus, afrodiasporische Rhythmen – wie Soul, R&B, Reggae und Rap – mit brasilianischer Musik – wie Samba und Repente – zu kombinieren. Sie ist bekannt für ihre direkten Texte, die wichtige Themen wie Nekropolitik, Rassenzuteilungen, Antirassismus, Frauenrechte, LGBTQIAP+-Rechte und Zuneigung behandeln.
Banda Senderos
Banda Senderos ist eine deutsche Dancehall-, Reggae- und Pop-Band aus Essen, deren Mitglieder in Chile, dem Kongo, in Polen und in Deutschland beheimatet sind. Dancehall verschmilzt mit Reggae-Grooves, fette Bläsersätze surfen auf dickem Beat. Die Banda lebt dabei vom Kontrast der beiden Frontmänner, den Lyrics auf Deutsch, Spanisch, Französisch und Englisch, sowie den vielfältigen musikalischen Einflüssen und Eigenarten der Crewmitglieder.
RADIO JAGUAR
RADIO JAGUAR ist ein dynamisches Fusion-Ensemble aus Kolumbien, das Bühnen mit seiner elektrisierenden Mischung aus Electronica und Cumbia zum Beben bringt, bereichert durch mitreißende Gitarren, Keyboards und pulsierende Live-Drums. Als Gastsängerin wird Mina aus Kolumbien die Band bei Ruhr International begleiten. Mina verbindet den kulturellen Reichtum der kolumbianischen Pazifikküste mit modernem HipHop. In den letzten 17 Jahren hat sie eine vielseitige Karriere als Tänzerin, Modedesignerin und Community-Leaderin aufgebaut.
Hüsnü Işık & Band
Hüsnü Işık gehört zu den Bochumer Musikergrößen und war bereits beim Festival Kemnade International regelmäßiger Gast auf der Bühne. Der Bağlama-Virtuose hat in seinen mehr als 100 selbst komponierten und geschriebenen Stücken viele sehr persönliche Erlebnisse verarbeitet. Hüsnü Işık wird mit seiner Band Titel aus seinem reichhaltigen Repertoire präsentieren.
Weitere Programmpunkte des diesjährigen Festivals werden in Kürze bekannt gegeben. Darunter auch die durch den interkulturellen Festival-Beirat (bestehend aus Vertreter:innen des Bochumer Integrationsausschusses, Migrant:innenselbstorganisationen sowie der Veranstaltergemeinschaft) ausgewählten Acts des OPEN CALLS. Bereits im Dezember 2025 hatte die Veranstaltergemeinschaft über die Social Media-Kanäle des Festivals lokale Gruppen, Vereine, Initiativen, Formationen, Kollektive und Ensembles dazu aufgerufen, sich für einen von insgesamt acht Bühnenplätzen bei Ruhr International zu bewerben und das Festival durch ihre persönlichen oder familiären Migrations- und Zuwanderungsgeschichten, Perspektiven und Biografien zu bereichern. Die starke Resonanz mit insgesamt 104 eingegangenen Bewerbungen, von denen 80 als gültig gewertet wurden, unterstreicht eindrucksvoll das große Interesse sowie das vorhandene kreative Potenzial interkultureller Communitys in der Region. Die Ergebnisse des OPEN CALLS machen deutlich, wie groß der Bedarf an Sichtbarkeit und professionellen Präsentationsflächen für diese vielfältigen künstlerischen Positionen ist.
Foto: KNSY
