Veranstaltungen im Schiffshebewerk Heinrichenburg
Fotoausstellung im Schiffshebewerk zeigt illuminierte Bergwerke
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in seinem Museum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop von Freitag (22.5.) bis zum 23. Dezember die Fotoausstellung „Helles Licht bei der Nacht. Illuminierte Bergwerke in Fotografien von Lichtwechsel“. In der Bilderwerkstatt neben der Maschinenhalle sind Nachtaufnahmen von bunt erleuchteten Fördertürmen und Fördergerüsten zu sehen, die im Rahmen der Aktion „Lichtwechsel“ entstanden sind.
Das Projekt „Lichtwechsel“ startete der Bergmann Wolfgang Schubert 2014. Seitdem taucht er die Fördergerüste und -türme von Zechen in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, im Saarland und in Lothringen in farbenfrohes Licht.
Anfangs arbeitete er dabei mit Rolf Arno Specht zusammen, seit 2022 betreibt er das Projekt allein. Die bunten Illuminationen, die im Rahmen von „Lichtwechsel“ geschaffen wurden, erinnern an die Strahlkraft, die der Bergbau in den Revieren entfaltete, die er einst beherrschte.
Die nächtlichen Bilder sind Langzeitbelichtungen, was auf manchen Aufnahmen an den ziehenden Wolken und den hellen Sternen am Himmel erkennbar ist. Aufwändig ist nicht nur die Entstehung der Bilder, sondern auch die Installation der Lichttechnik, denn bevor Schubert ein Foto aufnehmen kann, muss er die Leuchten in Position bringen. Begonnen hat er mit dem Fernlicht seines Autos, das er mit Spiegeln auf die Fördertürme lenkte. Später lieh er sich viele der benötigten Leuchten von der Waltroper Eventfirma „On the Rock“. Inzwischen hat er 60 LED-Strahler, zwei Powerstationen, sechs Spiegelreflexkameras und zwei Drohnen im Einsatz.
Erlebnisführung für Familien im Schiffshebewerk Henrichenburg
Ein Schiff im Aufzug? Ja, das geht – aber nur in einem Schiffshebewerk. Wie genau das funktioniert, erfahren Kinder und ihre Eltern bei einer Familienführung durch das Schiffshebewerk Henrichenburg. Am Sonntag (31.5.) um 14 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in sein Waltroper Museum für Industriekultur ein.
Unter dem Motto „Wo die Schiffe Aufzug fahren“ führt der kindgerechte Rundgang durch die modernisierte Dauerausstellung und über das Museumsgelände. Dabei dürfen die jungen Gäste selbst ausprobieren, wie ein schweres Schiff einen Höhenunterschied von 14 Metern scheinbar mit Leichtigkeit überwindet.
Die Führung dauert eine Stunde und ist im Museumseintritt enthalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Abendführung und Essen locken ins LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg
Ein abendlicher Rundgang durch das Schiffshebewerk und anschließend ein leckeres Essen: das bietet die kulinarische Abendführung im Schiffshebewerk Henrichenburg. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Freitag (29.5.) zu der Veranstaltung in sein Waltroper Museum ein. Der Rundgang durch das Schiffshebewerk beginnt um 17.30 Uhr.
Die Teilnehmer besichtigen die Ausstellung zur Geschichte der Binnenschifffahrt und besteigen anschließend die Türme des Oberhauptes. Nach der einstündigen Führung bittet das Restaurant M. Kortmann in unmittelbarer Nachbarschaft zum Abendessen. Auf der Speisekarte stehen verschiedene Gerichte mit und ohne Fleisch aus der deutschen Küche. Das Gesamtangebot kostet 28 Euro pro Person. Darin enthalten sind die Kosten für Eintritt und Führung sowie für das Abendessen (ein Essen und ein Getränk). Kinder bis zu 14 Jahren zahlen 20 Euro.
Eine Anmeldung ist bis spätestens vier Tage vor dem Termin beim LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg unter Tel. 02363 9707-0 erforderlich. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt sechs Personen. Das Angebot kann auf Wunsch auch an jedem anderen Wochentag (außer montags) gebucht werden.
Vom Schiffshebewerk Henrichenburg ans Dattelner Meer
Die Industriegeschichte der Region per Fahrrad erkunden – das ist möglich bei einer Radtour vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Am Donnerstag (4.6.) von 11 Uhr bis 15 Uhr geht es vom LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg ans Dattelner Meer. Geleitet wird die Tour von Herbert Niewerth, dem ehemaligen Museumsleiter des Schiffshebewerks.
Die rund 20 Kilometer lange Tour führt durch den Schleusenpark vorbei an der ehemaligen Zeche Emscher-Lippe zum Knotenpunkt des Wesel-Datteln- und Dortmund-Ems-Kanals. Unterwegs erläutert Niewerth, der im Förderverein des Museums aktiv ist, viele interessante Aspekte der Kanalgeschichte. Warum wurde der 1899 eröffnete Dortmund-Ems-Kanal überhaupt gebaut? Woher stammt das Wasser für diese künstliche Wasserstraße? Wie kommen gestohlene Tresore in den Kanal? Am Dattelner Meer liegen verschiedene Bunkerboote und das Feuerlöschboot der Wasserschutzpolizei vor Anker. Auch einen Bilgen-Entöler, ein Schiff, das ölkontaminiertes Wasser von anderen Schiffen absaugt und entsorgt, gibt es zu sehen. Nach einem Picknick (bitte selber mitbringen) geht es zurück zum Schiffshebewerk, wo die Gelegenheit besteht, den Nachmittag im Museum ausklingen zu lassen.
Kosten für die Radtour: 10 Euro pro Person inkl. Museumseintritt. Anmeldung erforderlich bis drei Tage vor der Veranstaltung unter der Telefonnummer 02363 9707-0 oder per E-Mail unter schiffshebewerk@lwl.org. Die Radtour kann nur bei einer Teilnehmerzahl von mindestens fünf Personen stattfinden. Die Höchstteilnehmerzahl ist zwölf Personen.
Additional Details
Telefonnummer - 02363 9707-0
