Naturmuseum Dortmund

Spätestens seit dem Film "Nachts im Museum" sind Museen ziemlich angesagt! Da ist das Naturmuseum Dortmund keine Ausnahme. Kleine Kinder bekommen glänzende Augen beim Anblick von Mammuts, bunten Fischen und Kristallen, aber auch als Erwachsener kann man im Naturkundemuseum Dortmund durchaus noch Erstaunliches entdecken.

Mammut mit Kindern, Foto: Roland Gorecki [ruhr-guide] Wie es sich für ein richtiges Naturkundemuseum gehört, bietet auch das Dortmunder Naturmuseum auf 2.000 qm eine große Bandbreite verschiedenster Arten und Themen an. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die heimische Natur und die Erdgeschichte gelegt. Seit September 2020 kann man das Museum nach sechs Jahren Schließung wieder besuchen. Es wurde mit Investitionen von rund 9,45 Mio. Euro umgebaut und durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau eröffnet. Neben dem neuen Namen gibt es einen neuen Eingang, neue Fassaden und eine völlig neue Ausstellung, die 4,56 Milliarden Jahre der Erdgeschichte umfasst. In der neuen Dauerausstellung dreht sich alles um die heimische Region, von der (Erd-)Geschichte bis zur Gegenwart. Neben erstaunlichen Details und ästhetischen Seiten der Natur soll sie das Bewusstsein für die Gegenwart und Vergangenheit regionaler Lebensräume wecken und den Umweltschutz ins Gedächtnis rufen. Das neue Café „Ammonit“, das unter anderem Kaffee und Kuchen anbietet, eignet sich gut für eine kleine Pause zwischendurch. Auch rund ums Museum hat sich einiges getan, denn der Park und die weitere Umgebung wurden aufgewertet.

Tot wie ein Dodo. Arten. Sterben. Gestern. Heute.

In der Ausstellung sind zahlreiche lebensechte Modelle bereits ausgestorbener Tiere wie Dodo und Riesenmoa, aber auch aktuell sehr bedrohte Arten wie Eisbär, Tiger und Nashorn in ihrem Lebensraum zu sehen. „As dead as Dodo“, tot wie ein Dodo, ist bis heute eine australische Redewendung, wenn es darum geht, dass etwas unwiederbringlich vorbei ist. Dies könnte auch schon bald für zahlreiche weitere Arten, wie zum Beispiel das Breitmaulnashorn gelten.
Bis zum 20. November 2022

Stadt – Land – Fluss

Die biologische Ausstellung „Stadt – Land – Fluss“ nimmt Sie mit auf eine Reise durch die verschiedenen Lebensräume von der Dortmunder City bis zur Ruhr. In einem Großaquarium mit 21 Metern Umfang kann die heimische Fischfauna bestaunt werden. Im Lichthof des Museums gibt es eine vertikal bepflanzte große Wand. Es werden verschiedene Lebensräume mit ihren Tier- und Pflanzenbeständen gezeigt. Von Mikroorganismen über die Insekten und Vögel in unseren Gärten bis hin zum Grünstreifen an der Autobahn ist alles dabei. Die Verflechtung von Klima, Boden, Wasser, Luft und natürlich dem Menschen als Teil des Ökosystems und ihr gegenseitiger Einfluss wird aufgezeigt. Die Ausstellung kann durch eine moderne Inszenierung mit allen Sinnen erlebt werden. Dafür gibt es Hörstationen, Touchscreens, Dioramen und Objekte zum Anfassen.

Raptor im Naturmuseum Dortmund, Foto: Roland Gorecki

Eine Stadt vor unserer Zeit

Die geowissenschaftliche Ausstellung „Eine Stadt vor unserer Zeit“ führt Sie in einzelnen Abschnitten durch eine Erdzeitspirale. Sie beginnt bei den Eiszeiten (Quartär), geht hin zum Erdzeitalter der Saurier (Kreidezeit) und endet in der Kohlezeit (Karbon). Im Quartär sieht man Fossilien des jüngsten Erdzeitalters, die direkt unter der Dortmunder Erdoberfläche gefunden werden können. Ein besonderes Highlight ist das einzigartige 2,45 Meter große Original-Skelett einer Wollhaarmammut-Kuh. Außerdem kann man dort den vegetarisch lebenden Höhlenbär, ein Wollhaarnashorn, eine Saiga-Antilope und eine Säbelzahnkatze beispielsweise als Original-Knochen, Rekonstruktion, Zeichnung und Modell entdecken.

Auch in Dortmund gab es einst ein buntes Meer voller Meerestiere aus der Kreidezeit, darunter Ammoniten. Sie sind mit den Tintenfischen verwandt, haben ein spiralförmiges Gehäuse und können bis zu einem Meter Durchmesser erreichen. Sie wurden unter anderem bei Bauarbeiten unter dem Friedensplatz gefunden und zählen zu den außergewöhnlichsten Museumsstücken.

Zum Plausch mit dem Neandertaler

Eine faszinierende Gestaltung der Ankunft des Menschen in Mitteleuropa, und somit auch im Dortmunder Raum, erwartet Sie. Dort sieht man den modernen Menschen mit dem Neandertaler am Lagerfeuer sitzen. Die Atmosphäre wird durch große Bilder eines Paläo-Künstlers kreiert. Ergänzend rekonstruieren Info-Terminals den Menschen und das Mammut-Skeletts mit Wort und Bild.

Zum Abschluss des Rundgangs zeigt das Naturmuseum Dortmund in einem speziellen Mineralienkabinett unter dem Titel „Schätze der Erde“ eine Auswahl farbenprächtiger Mineralien aus aller Welt, die als Rohstein und einige auch nach ihrer Verarbeitung zum Gebrauchsgegenstand oder als Schmuckstück ausgestellt sind.

Behindertengerechtes Museum

Das Naturmuseum Dortmund ist behindertengerecht gestaltet worden, alle öffentlich zugänglichen Räume sind barrierefrei und ein Behinderten-WC ist vorhanden. Darüber hinaus gibt es einen abgesenkten Empfangscounter und auch die Ausstellungsstücke werden behindertengerecht präsentiert.

Naturmuseum Dortmund

Münsterstraße 271
44145 Dortmund

Öffnungszeiten (+ Café Ammonit)
Dienstag bis Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr
Montag geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Tel.: (0231) 50-24856
Buchungen: (0231) 50-10884
Tickets: www.naturmuseum-dortmund.de
E-Mail: naturmuseum@stadtdo.de

Gruppenführung
Dauer: 60 oder 90 min
Gruppengröße: max. 10 Personen oder Kita-, Kindergartengruppen sowie Schulklassen (als Verbund)
Kosten: je nach Dauer und Gruppe 20 Euro - 60 Euro

Kindergeburtstage
Dauer: 120 Minuten
Gruppengröße: max. 10 Kinder (inkl. Geburtstagskind)
Kosten: 95,00 Euro
Materialkosten: werden nach Aufwand erhoben; max. 3,00 Euro pro Kind

Gruppenanmeldungen mind. 14 Tage vor Termin!

(Stand Juni 2022, alle Angaben ohne Gewähr) Fotocredit: Roland Gorecki